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XGA-Kurzdistanzprojektor für 800 Euro

Acer hat einen Kurzdistanzprojektor angekündigt, der aus einem Meter Entfernung eine Bilddiagonale von nahezu zwei Metern auf die Leinwand wirft. Der S1213Hn arbeitet mit XGA-Auflösung (1024 × 768 Pixel) und soll einen Lichtstrom von 3000 Lumen erreichen.

Neben einem HDMI-Eingang bietet er zwei Eingänge sowie einen Ausgang mit VGA-Schnittstelle. Laut Hersteller rauscht der Lüfter im Normalmodus mit 33 dBA, im lampengedrosselten Eco-Modus bleiben 26 dBA. Die Lampe soll in der Standardbetriebsart 4000 Stunden lang durchhalten, im Eco-Modus 5000 Stunden und im sogenannten „ExtremeEco“-Modus sogar 6500 Stunden lang. Über seine RJ-45-Buchse lässt sich der Projektor fernwarten, das Gerät arbeitet dazu mit dem Crestron Network System zusammen. Der S1213Hn soll ab August für 800 Euro in den Handel kommen. (jkj)

Datenbrillen für Smartphones

Olympus’ monokulare Datenbrille MEG 4.0 besteht aus einem knapp 20 cm langen Bügel mit der Elektronik, an dessen einem Ende die Brillenoptik sitzt. Die 30 Gramm leichte Konstruktion wird am Bügel einer normalen Brille (und für Nicht-Brillenträger an einer Brille mit Fenstergläsern) befestigt. Die projizierten Bilder haben eine Auflösung von 320 × 240 Pixeln. Sie sollen bis zu 2000 cd/m2 hell leuchten, damit sie auch in hellem Sonnenlicht gut sichtbar bleiben. Die Daten empfängt die MEG 4.0 per Bluetooth 2.1 beispielsweise vom Smartphone, ein Beschleunigungssensor im Brillenbügel erkennt die Ausrichtung der Optik. Der eingebaute Akku ist noch verbesserungswürdig: Er hält die Brille laut Olympus bis zu acht Stunden auf Empfang; wird jedoch ständig ein Bild angezeigt, sinkt die Laufzeit drastisch auf zehn Minuten. Ob und wann der Prototyp in ein Seriengerät münden wird, ist noch offen. (hag/uk)

iZ3D-Treiber: Open-Source-Projekt gescheitert

Das US-amerikanische Unternehmen iZ3D wird seinen gleichnamigen 3D-Treiber vorerst nicht als Open Source veröffentlichen. Im April hatte iZ3D eine kuriose Sammelaktion gestartet: Wenn die User bis zum 30. Juni gemeinsam 800 000 US-Dollar spenden, würde das Unternehmen den Treiber freigeben. Die Aktion lief allerdings nicht auf einer anerkannten Crowdfunding-Plattform wie Kickstarter, sondern nur auf der eigenen Website – und anfangs auch mit einem Mindest-Spendenbeitrag von 150 US-Dollar. Der wurde zwar später auf 5 Dollar reduziert, was aber offenbar auch nicht half: Anfang Juli meldete iZ3D, dass nur ein „sehr geringer Anteil“ der Community gespendet hätte. Aufgrund der finanziellen Situation des Unternehmens müsse man nun nach Alternativen suchen, hieß es weiter. Die Spenden will iZ3D zurücküberweisen. (jkj)

Plastikdisplays hochauflösend, videofähig und unkaputtbar

Plastic Logic hat Varianten seines flexiblen E-Paper-Displays vorgestellt, die Bewegtbilder anzeigen und sehr feine Auflösung bieten. In Dresden präsentierte der Hersteller monochromes E-Paper und eine farbige Variante, die Videos mit 12 Bildern pro Sekunde zeigen. Die organischen Pixeltransistoren seien dafür ausreichend schnell, betonten die Entwickler. Die Herausforderung liege in der Ansteuerung des E-Ink-Displays, denn für jeden Bildwechsel benötige man mehrere gezielte Schaltimpulse. Die Ansteuerung werde in Cambridge und Dresden selbst entwickelt; das britische Cambridge ist Sitz der Forschungsabteilung von Plastic Logic.

Auch die Displayauflösung konnte Plastic Logic enorm steigern. Während sie in herkömmlichem E-Paper-Displays bei maximal 150 dpi liegt, brachten die Dresdner Ingenieure in einem knapp 11-zölligen monochromen Schirm bereits 1920 × 1440 Pixel unter und erzielten damit beeindruckende 225 dpi. Mit den immer kleineren Pixeln wird zugleich die nutzbare Reflexionsfläche der ohne Backlight arbeitenden Displays immer kleiner – und damit die erzielbare reflektierte Helligkeit. Deshalb gilt es, einen Mittelweg zwischen möglichst kleinen Pixeln und möglichst kontrastreichen Displays zu finden. (uk)

Polizei hebt Fälscherwerkstatt aus

Die Polizei im Landkreis Offenbach hat bei einer Großrazzia eine Produktions- und Lagerstätte für gefälschte Tonerkartuschen entdeckt. Zuvor hatten die Strafverfolger die Handelswege einiger Anfang des Jahres aufgetauchten Fälschungen zurückverfolgt, die allesamt bei einer Firma in Hessen ihren Ursprung nahmen. Gegen den Inhaber der Firma, die seit vielen Jahren auch völlig legale Recycling-Kartuschen herstellt und vertreibt, wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Der Schaden für die betroffenen Druckerhersteller geht nach Polizeiangaben in die Millionen. In einer gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft ist von „einer neuen Dimension“ von solchen Fälschungen in Deutschland die Rede. Nach bisherigen Erkenntnissen seien derartige Falsifikate bislang stets im Ausland, meist im fernen Asien hergestellt worden. Die Fahnder wollen nun möglichst viele der in Umlauf gebrachten und für Laien nicht erkennbaren Fälschungen sicherstellen. Für die betroffenen Endabnehmer – darunter auch öffentliche Einrichtungen, Groß- und Fachhändler – ist das unter Umständen ärgerlich, denn die Polizei zieht die Fälschungen ersatzlos ein. Schadensersatz kann man dann allenfalls beim Verursacher beantragen und das könnte in diesem Fall schwierig werden. (tig)

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