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Energiesparende Roboter Die DARPA, militärische Forschungseinrichtung der USA, sucht nach neuen Ideen zur Effizienzsteigerung ihrer Maschinenkrieger. Ziel ist es, den Energieverbrauch landgestützter Roboter für Bewegungen, den Gütertransport und...

Musikroboter

Auf den ersten Blick wirkt Shimi wie eine statische Smartphone-Dockingstation mit Lautsprechern, doch hat man sein Handy erst mal eingesteckt, erwacht der Musikroboter zum Leben. Shimi nutzt die Kamera des Smartphones, um zu erkennen, wo sein Besitzer im Raum steht, und dreht die Lautsprecher in dessen Richtung. Zudem kann Shimi im Rhythmus der Musik auch tanzen, indem er seinen Kopf neigt und bewegt und mit einem stilisierten Fuß wippt. Wie eindrucksvoll das wirken kann, zeigt ein Video der dreiköpfigen „The Shimi Band“ (siehe c’t-Link).

Als Gehirn nutzt der 30 Zentimeter große Shimi eine auf dem Smartphone installierte App. Klatscht der Anwender in einem bestimmten Rhythmus in die Hände oder trommelt auf den Tisch, soll der Tanzroboter ähnliche, auf dem Handy gespeicherte Musikstücke abspielen. Künftige Apps sollen auch eine Gestenerkennung unterstützen: Kopfschütteln und Winken starten das nächste Musikstück oder ändern die Lautstärke. Shimi wurde von Wissenschaftlern des Georgia Institute of Technology in den USA und des Interdisciplinary Center in Herzliya, Israel, entwickelt. Um den auf der Konferenz Google I/O vorgestellten Roboter zu vermarkten, wurde das Unternehmen Tovbot gegründet. Ende des nächsten Jahres soll der Roboter erhältlich sein, ein Preis steht noch nicht fest. (dab)

Tauchroboter

Mit dem Open-Source-Tauchroboter OpenROV (ROV für Remote Operated Vehicle) sollen Privatanwender relativ kostengünstig in die Unterwasserforschung einsteigen können. Für den Antrieb ist der 30 Zentimeter lange, 20 Zentimeter breite und 15 Zentimeter hohe Tauchroboter mit drei Elektromotoren ausgerüstet, die per Kabel über einen PC gesteuert werden. Die Bedienung erfolgt über die Tastatur, die unter Wasser per LED-Strahler illuminierten Bilder der HD-Kamera zeigt ein Webbrowser an. Die Stromversorgung der Motoren, des im OpenROV eingebauten Arduino-Boards und der restlichen Elektronik übernehmen acht Babyzellen, deren Gewicht zugleich die Lage des Roboters stabilisiert. Die gesamte Elektronik ist in einem drehbaren, wasserdichten Zylinder aus durchsichtigem Kunststoff untergebracht. Die Idee zum Projekt entstand, als einer der Entwickler nach einem günstigen Tauchroboter suchte, um nach einem angeblich versunkenen Schatz in einem See in seiner Nachbarschaft zu suchen. Bislang sind Prototypen des Roboters nur 20 Meter tief getaucht, nach Angaben der Entwickler sei das als Bausatz geplante Gerät aber für Tiefen von 100 Meter im Meer ausgelegt. Das Tauchen und die Bedienung über den PC ähnele sehr einem Computerspiel. Eine Steuerung über einen Game-Controller sei bereits in Arbeit. Die Software, die Baupläne sowie Daten zum Schneiden der Gehäuselemente mittels Lasercutter sind frei verfügbar. Im Rahmen eines Kickstarter-Projekts soll OpenROV auch kommerziell hergestellt werden. Der komplette Bausatz soll 725 US-Dollar kosten (siehe c’t-Link). (dab)

Energiesparende Roboter

Die DARPA, militärische Forschungseinrichtung der USA, sucht nach neuen Ideen zur Effizienzsteigerung ihrer Maschinenkrieger. Ziel ist es, den Energieverbrauch landgestützter Roboter für Bewegungen, den Gütertransport und andere Arbeiten auf ein Zwanzigstel des aktuellen Niveaus zu senken. Forschungsprojekte in dieser Richtung will die DARPA mit bis zu fünf Millionen US-Dollar fördern (siehe c’t-Link). Die Militärforscher der DARPA verfügen über eine eigene Plattform für humanoide Roboter („GFE“, Government Furnished Equipment), die auch bei der Robotics Challenge zum Einsatz kommen soll. Mit dem derzeit benutzten, 23 Kilo schweren Lithium-Ionen-Akku halten die Laufroboter laut DARPA derzeit nur 10 bis 20 Minuten durch – zu kurz für Kampf- oder Katastropheneinsätze.

Die neue Ausschreibung ist Teil des Programms „Maximum Mobility and Manipulation“ (M3) und nennt sich „M3 Actuation“. Gesucht werden unter anderem energiesparende Aktoren, intelligentere Einsatzmethoden und neue Ansätze zur Reduktion der Verluste bei der Energieumwandlung. Wenig Chancen auf finanzielle Unterstützung haben indes Forscher mit Vorschlägen zu Energiegewinnung oder -speicherung. Auch neue Stoffe für Elektromagnete, Piezoelemente oder elektroaktive Polymere sind eher nicht gefragt. Die Einreichungsfrist endet am 21. August.

(Daniel AJ Sokolov/dab)


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