Leise, klein, genügsam

Bauvorschlag für einen lüfterlosen Mini-Server

Praxis & Tipps | Praxis

Trotz x86-Prozessor und 2 Terabyte Speicherplatz kommt der selbst gebaute Heim-Server mit weniger als 12 Watt Leistung aus. Dabei muss man aber auf kleinste Details achten und ein paar Eigenheiten akzeptieren.

So mancher hätte gerne einen zentralen Server im Heimnetz, scheut aber Krach und Kosten: Bei kontinuierlichem Betrieb steigt die Stromrechnung pro 10 Watt Leistungsaufnahme um zirka 22 Euro jährlich. Schon ein 20-Watt-Gerät schlägt nach fünf Jahren also mit bis zu 200 Euro ins Kontor – und die Strompreise steigen weiter. Energiesparen lohnt sich noch aus anderen Gründen: Wenn man auf Lüfter verzichtet, entfällt außer Lärm auch eine potenzielle Fehlerquelle.

Bevor man Hardware für einen Heim-Server auswählt, sollte man den vorwiegenden Einsatzzweck klären. Braucht man vor allem zentralen Speicherplatz, kommen kompakte NAS-Boxen für Notebook-Festplatten infrage. Einige bleiben deutlich unter 20 Watt und sind ab 130 Euro zu bekommen [1, 2]. Doch solche Kistchen liefern nur beim Lesen ordentliche Performance, sind nicht immer flüsterleise und arbeiten mit speziellen Betriebssystemen, die sich bestenfalls mit Plug-ins erweitern lassen. NAS mit Intels Atom-CPU bieten mehr Durchsatz, einige reizen Gigabit Ethernet mit rund 100 MByte/s aus. Allerdings sind die Geräte teuer und schlucken meistens über 20 Watt. Dann kann man sich auch gleich einen Server-PC basteln, falls es nicht unbedingt ein kompaktes Gehäuse sein muss: Mit 2,5-Zoll-Platten und sorgfältig ausgewählten Komponenten sind hier nicht mehr als 23 Watt Leistungsaufnahme und 0,6 Sone Störgeräusch nötig [3]. Ein solches x86-System erlaubt die freie Wahl des Betriebssystems, etwa Windows Home Server, Linux oder FreeNAS. ...

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