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Mitbringsel-Vermittlung

www.bringwasmit.de

Ob es ein bestimmter Wasserpfeifen-Tabak ist, der wohlig an den letzten Türkeiurlaub erinnert, oder ein Gadget, das in den USA viel billiger ist als hier: Es gibt einige Gründe, warum man sich ab und an gerne Dinge aus der Ferne bringen lassen würde. Dies dachten sich auch vier junge Leute aus Wismar und gründeten die Plattform BringWasMit. Dort kann man entweder anbieten, für die bevorstehende Reise Mitbringaufträge anzunehmen oder selbst Mitbringgesuche einstellen. Bei erfolgreicher Vermittlung verlangt der Betreiber 10 Prozent des Kaufpreises als Provision.

Grenzen sind den Deals durch die Zollregelungen gesetzt. BringWasMit weist darauf hin, dass Artikel aus einem Drittland in die EU bis zu einem Warenwert von 430 Euro abgabenfrei eingeführt werden dürfen. Allerdings gilt diese „Reisefreimengen“-Regelung nur für Mitbringsel „zum persönlichen Gebrauch oder Verbrauch des Reisenden, für Angehörige seines Haushalts“ oder für Geschenke. Der Zoll weist ausdrücklich darauf hin, dass „ein entgeltliches Mitbringen für andere“ nicht zollfrei ist. Der Mitbringer bewegt sich also zumindest in einem rechtlichen Graubereich. (hob)

Instant-Mobilseiten

www.bookletsworld.com

Texte, Bilder und Töne hübsch aufbereitet aufs Tablet oder Smartphone zu bringen bedeutet Aufwand. Aus diesem Grund halten sich Privatleute und kleine Unternehmen im mobilen Web oft zurück. Das Berliner Start-up Booklets hat einen Baukasten entwickelt, mit dem man sehr einfach ein ganzes Set von Smartphone-optimierten Seiten basteln und verwalten kann.

Um eine solche Collage erstellen zu können, ist beim Dienst zunächst eine Registrierung erforderlich. Auf der Arbeitsfläche des Browser-Editors entwirft der Nutzer zunächst eine Titelseite, dann die Folgeseiten. Inhalte können eigene Texte und Bilder, Sounds von Soundcloud oder Kontaktdaten sein. Eine Kommentarfunktion sorgt für Interaktion mit den Besuchern. Das Erstellen eines Booklet geht auch Neulingen leicht von der Hand – der Baukasten lässt sich kinderleicht bedienen.

Zur Umsetzung nutzt der Dienst HTML5. Die Booklets sehen sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets gleichermaßen hübsch aus. Ein fertiges Seiten-Set erhält standardmäßig eine URL nach dem Schema bookletsworld.com/Nutzername/Booklet. Es ist damit öffentlich einsehbar. Der Nutzer kann aber auch eine kryptische URL generieren lassen und diese nur einem kleinen Kreis zusenden.

Booklets bietet seinen Service kosten- und werbefrei an. Geplant sind offenbar Premium-Funktionen, die dann etwas kosten sollen. Das Start-up-Blog netzwertig.com vermutet, dass Booklets später maßgeschneiderte Lösungen für Institutionen anbieten könnte, „die zwar gerne auch Smartphone-Nutzer von unterwegs erreichen wollen, deren Inhalte sich aber eher für eine Darstellung in Form von Booklets anstatt über eine komplette mobile Website oder App eignen.“ (hob)

Vielseitiges Kartenbrett

https://trello.com

Trello lässt sich wohl am treffendsten als persönlicher Zettelkasten und Team-Whiteboard auf Steroiden beschreiben. Es besteht aus einer Online-Tafel (Board), in der man Listen mit Karten verwaltet. Diese Karten können einfache Stichwörter enthalten, aber auch Checklists oder per Markdown formatierten Text. Bilder lassen sich ebenso anhängen wie beliebige andere Dateien. Farbige Labels helfen, viele Karten mehreren Projekten zuzuordnen. Zudem können Karten ein Fälligkeitsdatum zugewiesen bekommen. Karten lassen sich einfach per Drag and Drop von einer in eine andere Liste verschieben.

Trello ist teamfähig. Das heißt, der Erzeuger eines Boards kann andere Trello-Nutzer hinzufügen, die dann vollen Zugriff auf alle Karten haben, für Karten abstimmen oder Karten mit einem Kommentar versehen können. Trello stellt eine Programmierschnittstelle bereit, mit der man über externe Anwendungen auf den Dienst zugreifen kann. Außerdem hat der Betreiber eine iPhone-App im Programm; eine App für Android soll „bald“ erscheinen.

In seiner Vielseitigkeit eignet sich Trello als Aufgabenmanager für eine einzelne Person oder ein Team – und mehr: So kann man es auch als virtuellen Schuhkarton nutzen, um Vokabeln zu pauken. Um einen kostenlosen Trello-Account anzulegen, muss man sich mit seiner E-Mail-Adresse oder einem Google-Account anmelden. Trello soll immer kostenlos bleiben; der Betreiber will sich eines Tages mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen finanzieren. (jo)

HTML5 – aber wie viel?

http://html5please.com

http://css3please.com

HTML5 ist hip, viele tolle neue Dinge lassen sich mit den neuen Techniken realisieren … aaaber: Welche der vielen HTML5-Elemente kann man heute eigentlich schon sicher benutzen, und wo gibt es Workarounds für alte Browser? Mit diesen Fragen setzt sich HTML5 please auseinander. Element für Element zeigt es in einer Übersicht an, welche man heute schon gefahrlos nutzen kann, welche man noch vermeiden sollte und welche man mit Fallbacks für alte Browser verwenden sollte – mit weiterführenden Verweisen.

Hinter HTML5 please stehen die Macher des Templates HTML5 Boilerplate der JavaScript-Bibliothek Modernizr und des Schwesterprojekts CSS3, please! – Praktiker also, die genau wissen sollten, was geht und was noch nicht. (jo)

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