Abfischen unerwünscht

Tippfehler-Domains im Visier von Marken-, Namens- und Wettbewerbsrecht

Wissen | Recht

Besucherfänger, die aus Tippfehlern von Websurfern ein Geschäftsmodell machen, können rechtlichen Ärger bekommen – und zwar auf mehrerlei Art. Neu ist, dass das „Typosquatting“ für einen Site-Betreiber auch dann einen Wettbewerbsverstoß darstellen kann, wenn er gegenüber dem Besitzer der Original-Domain gar kein Konkurrent im klassischen Sinne ist.

Wenn es um bekannte Websites geht, hinter denen viel Geld steckt, geschehen bei Tippfehlern in der Browserzeile bisweilen merkwürdige Dinge.

www.ebai.de… – hoppla! Es erscheint tatsächlich die eigentlich gewünschte eBay-Website. Dasselbe bei „ebey.de“. Die versehentliche Eingabe von „www.speigel.de“ führt wunderbarerweise zum Angebot von spiegel online. Wem ein „www.facebok.de“ herausrutscht, der landet bei Facebook. Das alles ist kein Zufall: Die Betreiber der werbemillionenschweren Online-Angebote haben ein starkes Interesse daran, auch solche Web-Besucher, die gerade mal Bienen in den Fingern haben, auf ihre Seiten zu führen. Sie reservieren deshalb auch Domains, deren Namen besonders wahrscheinliche Tippfehlervarianten ihrer URLs repräsentieren. Von einer solchen Adresse werden die Surfer dann direkt zum Originalangebot umgeleitet, dem mutmaßlichen Ziel ihrer Wünsche. ...

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