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Vielseitige Netzwerklautsprecher

Die WLAN-Lautsprecher SA-NS310, SA-NS410 und SA-NS510 von Sony lassen sich wahlweise via AirPlay oder per UPnP AV (DLNA) mit Musik beschicken. Die gleiche Kombination von gängigen Standards hatte kürzlich Bang & Olufsen mit seiner Streaming-Box Playmaker präsentiert. Das Einstiegsgerät SA-NS310 ist mit einem einfachen Breitband-Woofer bestückt. Beim SA-NS410 sind zusätzlich vier Hochtöner verbaut, die in alle Richtungen abstrahlen und laut Sony einen perfekten 360-Grad-Sound liefern. Das futuristisch anmutende Topmodell SA-NS410 ist schließlich mit einem zusätzlichen Akku ausgestattet, mit dem es laut Sony bis zu fünf Stunden betrieben werden kann. Sony bietet für alle drei Geräte eine passende Steuer-App für iOS und Android. Über einen Party-Modus sollen sich alle Netzwerkspieler auch im Verbund ansteuern lassen. Das Topmodell SA-NS510 ist ab sofort zum Preis von 350 Euro erhältlich, den SA-NS310 und SA-NS410 soll es im September für 150 Euro respektive 250 Euro geben. (sha)

Mehr Videoformate für Premiere Pro

Rovi hat seinen Videokompressor TotalCode als Plug-in für Adobe Premiere Pro CS5, CS5.5 und CS6 veröffentlicht. Das für Windows Vista mit SP1 (64 Bit) und Windows 7 (64 Bit) erhältliche Tool bringt eigene Encoder für eine große Zahl von Videoformaten mit, von den gängigen MPEG-Varianten bis hin zu Spezial-Codecs für Digital Cinema JPEG2000 und VC-3. Sämtliche Codec-Parameter lassen sich bis ins Detail konfigurieren.

Das von der Rovi-Tochter Mainconcept entwickelte TotalCode-Plug-in unterstützt „Smart-Rendering“ für MPEG-1/2, DVCPRO und AVC-Intra, bei dem nur die tatsächlich veränderten Teile eines Videos erneut kodiert werden müssen, und nutzt GPU-beschleunigtes H.264-Encoding mittels Nvidia CUDA, AMD Open CL sowie Intel Quick Sync Video. Audio lässt sich in Dolby Digital in Stereo und 5.1 für DVDs und Blu-rays aufbereiten. TotalCode for Adobe Premiere Pro kostet im Rovi-Online-Shop 332 Euro, eine Testversion des Plug-ins kann man nach Registrierung herunterladen. (vza)

Card-Sharing-Szene im Visier

Ermittlungsbehörden haben gegen eine größere Gruppe von Personen Verfahren eingeleitet, denen unter anderem das Ausspähen von Daten, gewerbsmäßiger Computer-Betrug und unerlaubte Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke vorgeworfen wird. Anlass war eine Strafanzeige der Schweizer Firma Nagravision wegen sogenanntem „Card-Sharing“. Hierbei wird eine gültige Abokarte genutzt, um mehreren Digital-TV-Receivern parallel den Empfang der Pay-TV-Angebote zu ermöglichen. Die Clients (Receiver) erhalten dabei – vereinfacht dargestellt – das zur Entschlüsselung der Signale notwendige Control Word von einem zentralen Server, in dem die Abokarte steckt. Um mit dem Server zu kommunizieren, muss auf den Receivern eine spezielle Software (Soft-CAM) laufen.

Ein 50-jähriger Beschuldigter aus Leese steht im Verdacht, über einen Webshop illegale Zugangsmöglichkeiten zu diversen Pay-TV-Programmen (etwa von Sky und HD Plus) verkauft zu haben. Er habe mit mehreren Card-Sharing-Servern ein „Piratensystem“ für bis zu 1300 Kunden aufgebaut; manipulierte Receiver konnte man laut Staatsanwaltschaft Verden ebenfalls bei ihm erwerben. Bezahlt wurde anonym über Systeme wie Ukash, Paysafecard, Yuna, Kalixa und Neteller. Auch ein 38-jähriger Beschuldigter soll über ein Ladengeschäft in Delmenhorst die illegalen Pay-TV-Zugangsdaten und die benötigte Hardware vertrieben haben. Die Webserver zum Ausliefern der Control Words stellte laut Staatsanwaltschaft ein 26-Jähriger aus Iserlohn bereit.

Der Schaden für Nagravision und Sky Deutschland soll sich auf über 120 000 Euro belaufen. Im Verlauf der Ermittlungen wurden weitere Beschuldigte identifiziert und festgestellt, dass neben den computerspezifischen Delikten auch der Verdacht des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und des gewerbsmäßigen Betruges bestand. (nij)

Nintendos neue XL-Konsole

Nintendo hat eine größere Variante seiner Taschenkonsole 3DS veröffentlicht. Die Bildschirme der 3DS XL sind um 90 Prozent größer und messen nun 12,4 und 10,6 Zentimeter in der Diagonale. Ihre Auflösung blieb unverändert bei 400 × 240 sowie 320 × 240 Pixeln. Die größere Fläche kommt den 3DS-Spielen sehr zugute. Nintendo hat zudem die Skalierung der alten Retro- und DS-Spiele verbessert, die nun nicht mehr verwaschen aussehen. Für den autostereoskopischen 3D-Effekt ist es etwas schwieriger geworden, den richtigen Abstand und Blickwinkel zu finden, damit keine Doppelbilder oder Moirés stören. Die Bildschirmoberfläche spiegelt nicht mehr ganz so stark, allerdings blieb die Helligkeit unverändert bei 104 cd/m2 – sie ist noch immer zu gering, um an sonnigen Tagen unter freiem Himmel zu spielen.

Nintendo hat das Kunststoffgehäuse mit einer matten Metallic-Lackierung verziert und die Kanten abgerundet. Die Kapazität des wechselbaren Akkus wurde von 1300 auf 1750 mAh erhöht. Im Test hielt die 3DS XL 3:50 Stunden durch – 40 Minuten länger als die 3DS. Die XL-Version ist weiterhin zu allen 3DS- und DS-Spielen kompatibel. Download-Titel von anderen DSi/3DS-Konsolen lassen sich in den Systemeinstellungen (Allgemein/Datentransfer) übertragen. Im Preis von rund 200 Euro ist zwar eine SD-Karte (4 GByte), aber kein Netzteil enthalten. Hier lässt sich eines der DSi/3DS-Konsolen recyceln oder für 5 bis 10 Euro nachkaufen. (hag)

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