Trends & News | News

Gaming-Monitor

Der für Profi-Monitore bekannte Hersteller Eizo erweitert seine Foris-Serie um einen Schirm für Spieler: Der FS2333 soll mit einem Latenz-freien Overdrive Schaltzeiten von nur dreieinhalb Millisekunden (grey-to-grey) erzielen.

Das blickwinkelstabile IPS-Display ist entspiegelt und zeigt 1920 × 1080 Bildpunkte. Eingehende Signale verarbeitet der FS2333 mit 10 Bit, um Helligkeits- und Farbverläufe sauber darzustellen. Sein LED-Backlight erreicht laut Eizo 250 cd/m2, wobei die Schirmhelligkeit auf Wunsch per Sensor an das Umgebungslicht angepasst wird.

Digitale Bildsignale nimmt der 23-Zöller per DVI oder an seinen beiden HDMI-Eingängen entgegen. Den an HDMI übertragenen Ton gibt er über die eingebauten Stereolautsprecher oder alternativ am Kopfhörerausgang aus. Der FS2333 ist ab Mitte August für 300 Euro erhältlich. (spo)

Abwärtskompatibles 3D-Verfahren

Wer im Kino oder am Fernseher beim 3D-Gucken die Brille abnimmt, sieht alles doppelt. Durch die fehlende Brille werden die fürs linke und fürs rechte Auge bestimmten Bilder nicht mehr getrennt, beide Augen sehen deshalb beide Bilder. Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik und des Telecom ParisTech wollen den Unscharf-Effekt nun abschwächen: Mit ihrem abwärtskompatiblen 3D-Verfahren sollen sich räumliche Bilder und Videos ohne Brille in 2D betrachten lassen. Einen Abnehmer für die sogenannte „Backward-compatible Stereo 3D“-Technik haben sie bereits gefunden: Das kanadische Unternehmen TandemLaunch will die Entwicklung zur Marktreife bringen.

Das Prinzip ist nur vordergründig simpel: Die binokulare Disparität, also sozusagen der „virtuelle Augenabstand“, wird reduziert – allerdings nicht global, sondern nur an bestimmten Stellen. Die Forscher haben Algorithmen entwickelt, um die Tiefenwahrnehmung vorherzusagen. Für den Anwendungsfall „Backward-compatible Stereo 3D“ kann man damit die Differenz der Bilder fürs linke und rechte Auge so minimieren, dass man sie übereinandergelegt auch ohne trennende Brille einigermaßen scharf wahrnimmt (auch wenn immer noch leichte Doppelkonturen sichtbar sind).

Die Algorithmen erkennen, an welchen Stellen Tiefenindikationen für einen funktionierenden 3D-Eindruck unbedingt nötig sind und an welchen Stellen nicht. Zumindest auf den Demo-Fotos und -Videos für das Projekt ist der Nachteil der Technik deutlich zu sehen: Der räumliche Effekt ist zwar noch vorhanden, aber stark reduziert. Das Demonstrationsmaterial (siehe c’t-Link) nutzt das Anaglyphen-Verfahren, „Backward-compatible Stereo 3D“ soll aber offenbar nicht nur mit Anaglyphen, sondern auch mit dem Shutter- oder Polfilter-Verfahren aktueller Fernseher funktionieren. (jkj)

Schlanker MHL-Monitor

Der nur 1,2 Millimeter schmale Rahmen der Monitore aus LGs IPS7-Serie fällt sofort auf. In den Geräten stecken blickwinkelstabile IPS-Panels, die Bedienung der 1,4 Zentimeter dünnen Displays erfolgt über Sensortasten an der Gerätefront.

Die Monitore integrieren einen MHL-Chip (Mobile High Definition Link) und können so über ihren HDMI-Eingang Fotos, Videos und Ton von einem per Micro-USB-Kabel angeschlossenen Smartphone wiedergeben.

Auch das Mobilgerät muss dafür MHL-fähig sein und einen MHL-Transmitter eingebaut haben: Wenn dieser als Gegenstelle den MHL-Receiver erkennt, schaltet er am Micro-USB-Port vom Daten- in den HDMI-Übertragungsmodus. Die Bandbreite reicht für Full-HD-Signale mit 60 Hz, währenddessen wird das Mobilgerät vom großen Display zugleich geladen.

Die Full-HD-Displays sollen mit ihrem LED-Backlight eine Leuchtdichte von 250 cd/m2 erzielen. Sie haben eine Sechs-Achsen-Farbkontrolle (RGB und CMY) und lassen sich laut LG mit der beigelegten Software sehr einfach kalibrieren. Ihre Schaltzeit spezifiziert der Hersteller auf 5 Millisekunden.

Erste Monitore mit 23 Zoll und mit 27 Zoll Diagonale werden zunächst in Korea und China angeboten; im August sollen sie dann auch hierzulande verkauft werden. Für den 27-Zöller IPS277L empfiehlt LG einen Preis von 350 Euro, die 23"-Variante IPS237L soll 230 Euro kosten. (uk)

Farbgenauer Profi-Schirm

NECs P232W nutzt ein IPS-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten und ein LED-Backlight. Der Profi-Monitor soll sich besonders für farbkritische Anwendungen eignen. So sorgt eine Look-up-Tabelle mit 14 Bit Rechengenauigkeit für die exakte Darstellung feinster Helligkeits- und Farbstufen. Ein Kontrollmechanismus soll zudem eine gleichmäßige Schirmausleuchtung sicherstellen.

Für den Digitalbetrieb stehen DVI-, DisplayPort- und HDMI-Eingänge bereit. Schließt man mehrere Quellen an den 23-Zöller an, lassen sich die Bilder von jeweils zwei Zuspielern gleichzeitig anzeigen (PIP, Picture in Picture). Für Peripherie wie Tastatur oder Maus steht ein USB-Hub zur Verfügung.

Das Display lässt sich neigen, drehen und in der Höhe verstellen. Per Helligkeitssensor wird seine Leuchtdichte automatisch an das Umgebungslicht angepasst. Der P232W ist ab Ende August für 520 Euro erhältlich. (spo)

Kontraststark und günstig

Während viele Hersteller derzeit mit günstigen IPS-Monitoren auf Kundenfang gehen, schickt BenQ als Alternative drei günstige Monitore mit VA-Panels ins Rennen. Neben der ebenfalls geringen Winkelabhängigkeit zeichnen sich VA-Schirme durch eine sehr satte Schwarzanzeige und somit einen sehr hohen Kontrast aus.

Die Modelle GW2250HM, GW2450HM und GW2750HM mit Diagonalen von 22, 24 und 27 Zoll sollen denn auch einen In-Bild-Kontrast von beeindruckenden 5000:1 erreichen.

Alle drei Displays haben eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Neben der obligatorischen Sub-D-Buchse steht je ein DVI- und HDMI-Anschluss für den Digitalbetrieb bereit. HDMI-Audiosignale geben die Monitore über ihre Stereolautsprecher aus. Die Schirme der GW-Serie sind ab sofort verfügbar: Der 22-Zöller kostet 150 Euro, der 24-Zöller 190 Euro und der 27-Zöller 280 Euro. (spo)

Videoanschluss für Mobilgeräte

Die Video Electronics Standards Association (VESA) hat den Mobility DisplayPort, kurz MyDP, zum Standard erhoben. MyDP überträgt Video- und Audiosignale vom Smartphone oder Tablet im DisplayPort-Format zum angeschlossenen Monitor.

Die Bandbreite reicht für unkomprimierte Full-HD-Signale mit 60 Hz (1080p/60) und 8 Bit pro Farbe. Für Displays mit DisplayPort genügt ein passives Kabel, das auf der Gegenseite einen Micro-USB-Stecker besitzt. Mit entsprechenden Adaptern funktioniert die Übermittlung laut VESA auch an Displays mit DVI- oder VGA-Eingang.

Mit MiniDP ist zwar bereits eine kleinere, ebenfalls standardisierte Steckervariante des DisplayPort auf dem Markt. Doch aktuelle Smartphones besitzen üblicherweise keinen MiniDP-Anschluss. Wie MHL (Mobile High-Definition Link) nutzt MyDP nur drei der fünf Pins im Micro-USB-Stecker. Über die 5-Volt-Leitung am vierten Pin wird das Mobilgerät geladen. Über den verbliebenen fünften Kanal lassen sich zusätzliche Funktionen wie beispielsweise Tastatur- und Mausbefehle vom Mobilgerät übermitteln. Erste Geräte mit dem neuen Anschluss MyDP werden Ende des Jahres erwartet. (uk)

Display-Notizen

IOGear hat einen 4-Port-HDMI-Switch angekündigt, der HDMI-1.4-3D-Signale im Frame-Packing-Format in das 120-Hz-Frame-Sequential-Format umwandelt. Damit lassen sich zum Beispiel 3D-Blu-ray-Player an den meisten aktuellen DLP-Projektoren betreiben. Das Gerät soll in den USA 200 Dollar kosten.

Ricoh verkauft jetzt auch Projektoren unter eigenem Namen statt nur als OEM. Die ersten Geräte sind die Ultra-Kurzdistanzprojektoren PJ WX4130 (ohne WLAN, 2860 Euro) und PJ WX4130N (mit WLAN, 3330 Euro) in aufrechter Bauweise. Die WXGA-Beamer (1280 × 768 Pixel) projizieren aus knapp 25 Zentimetern Abstand ein Bild mit 2 Metern Diagonale.

Toshiba will ab Herbst die meisten seiner 3D-Fernseher auf die 3D-Technik mit Polfilter umsteigen. Künftig werde man 3D mit Passiv-Brillen anbieten und die Shutter-Technik nur noch bei den günstigen Fernsehern nutzen. Grund sei die in Umfragen bekundete erhöhte Nachfrage der Anwender nach der passiven 3D-Technik.

Sharp soll wichtiger Panellieferant für Apple werden. Allerdings produziert Sharp bislang Displays in VA-Technik, während in iPhones und iPads stets IPS-Technik steckt. Deshalb hat das japanische Unternehmen jetzt von Hydis – dem koreanischen Ableger des taiwanischen E-Paper-Spezialisten EInk – die flinke IPS-Variante Fringe Field Switching (FFS) lizenziert.

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige