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Unhörbare DirectX-11-Grafikkarten

Zwei lautlose Grafikkarten mit 28-Nanometer-GPUs haben die Firmen HIS und Zotac vorgestellt. Bis zu drei Bildschirme steuern die zu DirectX 11.1 kompatiblen Karten an. Sie eignen sich auch zum Spielen in Full HD – allerdings muss man bei anspruchsvollen Titeln wie Max Payne 3 oder Battlefield 3 die Detailstufe reduzieren.

HIS offeriert die 100 Euro teure Radeon-Grafikkarte 7750 iSilence 5, die 512 Shader-Kerne (800 MHz) und 1 GByte GDDR5-Speicher (2250 MHz) mitbringt. Maximal soll sie 55 Watt schlucken und braucht folglich keine zusätzlichen PCIe-Stromstecker. 105 Euro will Zotac für die schwächere GeForce GT 640 Zone Edition verlangen, die Ende Juli auf den Markt kommen soll. Ihre GPU (900 MHz) enthält 384 Rechenkerne. Der 2 GByte große DDR3-Speicher (42,7 GByte/s) bietet nur etwas mehr als die Hälfte der Datentransferrate der HIS-Karte – das bremst in Spielen, wirkt sich bei Bildbearbeitung und Co. aber nicht negativ aus. (mfi)

The Green Grid schluckt CSCI

Die Allianzen für effizientere Server und Rechenzentren, nämlich The Green Grid und die Climate Savers Computing Initiative (CSCI), vereinigen sich unter dem Namen The Green Grid. Das ist ein kleiner Triumph für den CPU-Hersteller AMD, der das ältere Gremium 2006 ins Leben gerufen hat. 2007 zog Intel gemeinsam mit Google nach und gründete die CSCI, die sich etwa mit der Spezifikation für Server-Netzteile beschäftigte. Diese sind Bestandteil der 80-Plus-Vorgaben geworden. The Green Grid kooperiert mit anderen Organisationen wie der US-Umweltbehörde EPA oder der Vereinigung der Kälte-, Heizungs- und Klimatechniker ASHRAE. (ciw)

Erste 6-Gigabyte-Grafikkarte für PC-Spieler

Sapphire geht in die Vollen und spendiert seiner Toxic Radeon HD 7970 GHz Edition satte sechs Gigabyte Speicher. Dieser arbeitet mit 3 GHz und erreicht über das 384-Bit-Interface eine Transferrate von 288 GByte/s. Herkömmliche Spiele dürften die große Speichermenge selbst in hohen Multimonitor-Auflösungen nicht ausnutzen. Laut Sapphire ist die Grafikkarte ferner für Videobearbeitung oder Rendering-Aufgaben gedacht. Ihre GPU läuft mit 1050 MHz (Boost: 1100 MHz), lässt sich allerdings durch Drücken einer mechanischen Taste auf 1100 MHz (Boost: 1200 MHz) beschleunigen. Die Sapphire Toxic HD 7970 GHz Edition 6 GB belegt drei Gehäuse-Steckplätze, speist sich aus zwei achtpoligen PCIe-Stromsteckern und ist ab 625 Euro gelistet. (mfi)

Mainboard für Goldöhrchen

Die Firma Biostar nimmt eine alte Idee wieder auf, nämlich Mainboards mit besonders hochwertiger Audio-Ausgabe. Auf dem knapp 90 Euro teuren Hi-Fi Z77X kombiniert Biostar eine Fassung für Intels LGA1155-Prozessoren mit dem Serie-7-Chipsatz Z77 und der „Hi-Fi Puro“-Technik. Dabei kommt ein nicht genauer spezifizierter Soundchip zum Einsatz und in der Analogbeschaltung bipolare Elektrolytkondensatoren sowie Metallfilmwiderstände.

Biostar plant noch weitere Hi-Fi-Boards mit anderen Serie-7-Chipsätzen und welche mit der Fassung FM2 und AMD-Chipsätzen. (ciw)

PC-Lüfter nach Naturvorbild

Die Lüfterserie NB-BionicLoopFan verwendet Rotorblätter, die über Schlaufen miteinander verbunden sind. Das von Pinguinen und Seevögeln inspirierte Bionik-Design soll Verwirbelungen an den Enden der Lüfterblätter reduzieren und die Lautstärke senken. Zudem stattet der Hersteller Noiseblocker die Lüfter mit einem gekapselten Lager und einem Kabelmanagement aus. Im August kommen laut Noiseblocker die ersten 12-cm-Ventilatoren mit Drehzahlen zwischen 800 und 2400 U/min in den Handel. (chh)

Mehr Thunderbolt-Mainboards

Nach Asus, MSI und Intel bringt nun Gigabyte zwei Mainboards mit Thunderbolt-Schnittstellen auf den Markt: Das knapp 200 Euro teure GA-GA-Z77X-UP4 TH und das GA-Z77X-UP5 TH für rund 300 Euro besitzen sogar je zwei Thunderbolt-Ports. Ihre LGA1155-Fassungen sind für Core i5 oder Core i7 der Sandy- oder Ivy-Bridge-Generationen gedacht.

Asus hat nun endlich die Thunderbolt-Erweiterungskarte Thunderbolt EX offiziell vorgestellt. Sie kooperiert nur mit bestimmten Asus-Mainboards, deren BIOS beziehungsweise UEFI-Firmware dafür vorbereitet ist und die einen DisplayPort-Ausgang sowie einen speziellen Pfostenstecker besitzen. Die Adapterkarte ist auf zusätzliche Strom- und Steuerleitungen angewiesen und bezieht das DP-Grafiksignal über ein kurzes, mitgeliefertes Kabel aus dem Mainboard. Falls vorhanden, kann man auch eine zusätzlich eingesteckte Grafikkarte anzapfen. Ein Thunderbolt-Kabel liegt der rund 180 Euro teuren Adapterkarte nicht bei.

Auf der Asus-Webseite sind auch einige AM3+-Mainboards zu finden, die sich mit der Thunderbolt EX erweitern lassen; das wären dann die ersten Thunderbolt-Systeme mit AMD-Prozessoren.

So reibungslos wie bei Apple-Rechnern klappt es mit Thunderbolt am PC beziehungsweise unter Windows aber noch längst nicht. Speziell beim Hintereinanderschalten mehrerer Geräte hakt es wohl oft, wie Gigabyte gleich auf den jeweiligen Produktwebseiten einräumt. Bisher sind auch erst einzelne der ohnehin noch recht wenigen lieferbaren Thunderbolt-Peripheriegeräte für Windows zertifiziert. Doch auch Apple muss ab und zu Thunderbolt-Probleme lösen, zuletzt rauschten die Lautsprecher des Thunderbolt-Displays an manchen der neuen MacBook-Air-Modelle.

Die Marke Delock hat unterdessen Thunderbolt-Kabel in vier verschiedenen Längen von 0,5 bis 3 Metern in ihr Lieferprogramm aufgenommen. Die Preise sind aber weiterhin sehr hoch, ähnlich wie bei Apple. Das kürzeste Kabel ist bei einigen Online-Händlern immerhin für unter 40 Euro zu bekommen. Derweil schürt Intersil die Hoffnung auf billigere Kabel, zumindest ab 2013: Der Transceiver ISL37231 aus der 40-Nanometer-CMOS-Fertigung soll sparsamer und billiger sein als der bisher einzig lieferbare Transceiver GN2033 der von Semtech gekauften Firma Gennum. Optische Thunderbolt-Kabel sind trotz mehrfacher Ankündigungen noch immer nicht in Sicht, sie könnten größere Distanzen als 3 Meter überbrücken. (ciw)

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