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Neue Apps fürs Retina-MacBook Weitere Programme unterstützen jetzt von Haus das Retina-Display des neuen MacBook Pro, das eine native Auflösung von 2880 × 1800 Bildpunkten besitzt. Zu den angepassten Programmen zählen der Passwortmanager 1Password...

Apple enttäuscht Analysten

Das dritte Quartal seines Geschäftsjahres beendete Apple mit einem leichten Gewinn- und Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg von 28,6 auf 35 Milliarden US-Dollar und der Gewinn von 7,3 auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 9,32 US-Dollar pro Aktie. Die eigenen Prognosen übertraf der Konzern aus Cupertino damit zwar, die Analysten waren jedoch enttäuscht. Sie hatten mit 10,36 US-Dollar pro Aktie gerechnet. Für das Ergebnis machen die Experten das iPhone verantwortlich, mit dem Cupertino die Hälfte seines Umsatzes generiert. Da mit der Einführung des iPhone 5 im Herbst gerechnet wird, sollen viele potenzielle Käufer mit der Anschaffung eines iPhone auf das neue Modell warten. So gingen im dritten Quartal nur 26 Millionen anstelle der erwarteten 28 Millionen iPhones über die Ladentheken.

Demgegenüber bedeuten 17 Millionen verkaufte iPads eine Absatzsteigerung des Tablets im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent. Um bescheidenere 2 Prozent wuchs der Mac-Markt, während der Absatz des iPod um 10 Prozent sank. Apple kündigte außerdem an, am 16. August eine Dividende in Höhe von 2,65 US-Dollar pro Aktie auszuzahlen: die erste seit 1995.

Für das laufende Quartal erwartet Apple einen Umsatz von 34 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 7,65 US-Dollar pro Aktie. Der Kurs der Aktie gab mit Blick auf den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen iPhone-Absatz und der mäßigen Aussichten im nachbörslichen Handel um mehr als 5 Prozent nach. (ohu)

HotFix für Sicherheitslücke

Apple bietet für die bestehende Lücke, mit der mittels Man-in-the-Middle-Angriff In-App-Einkäufe von Inhalten ohne Bezahlung möglich sind, eine temporäre Lösung: In einem Support-Dokument (siehe c’t-Link) wird erläutert, wie sich das Validierungssystem für In-App-Einkaufsquittungen (Receipts) nutzen lässt, um betrügerische Transaktionen zu erkennen. iOS-Entwickler wurden außerdem per E-Mail kontaktiert, um sie auf das Problem aufmerksam zu machen. Mit dem im Herbst erwarteten iOS 6 soll die Lücke ganz geschlossen werden.

Das Problem ergibt sich daraus, dass Receipts standardmäßig nicht überprüft werden und eine Verifizierung über Apples Server freiwillig ist. Eine Kombination aus gefälschten Zertifikaten und manipulierten DNS-Servern erlaubt es so, Apps auf einem iOS-Gerät auch ohne Jailbreak einen echten Kauf vorzugaukeln. Der russische Entwickler des Hacks hat mittlerweile gezeigt, dass die Methode auch im Mac App Store funktioniert (siehe c’t-Link). Hierzu hat sich Apple bisher noch nicht geäußert. (bsc)

MacBook Air aufrüsten

OWC hat jetzt Austauschmodule für die SSDs der neuesten MacBook-Air-Modelle im Programm. Die auf den Namen Mercury Aura Pro getauften Module gibt es in Größen von 120, 180, 240 und 480 GByte. Die Preise beginnen bei 168 US-Dollar für das kleinste und enden bei 645 Dollar für das größte Modell. Die Geschwindigkeit der Module soll bei 500 MByte pro Sekunde und mehr liegen. Apple hatte mit dem neuen MacBook Air die SSD-Anschlüsse verändert, weshalb OWCs ältere Module nicht passen. Für das neue Retina-MacBook mit einem ganz neuen Anschluss sind ebenfalls Austauschmodule in Planung. (ohu)

Neue Apps fürs Retina-MacBook

Weitere Programme unterstützen jetzt von Haus das Retina-Display des neuen MacBook Pro, das eine native Auflösung von 2880 × 1800 Bildpunkten besitzt. Zu den angepassten Programmen zählen der Passwortmanager 1Password von Agile Bits, der Google-Reader-Client Reeder von Silvio Rizzi, der E-Mail-Client Sparrow und Parallels Virtualisierer Desktop 7.

Einige der Programm-Updates beseitigen zudem Fehler. Dazu gehören das Update auf Version 2.0.2 des VLC, das gleich ein paar hundert Fehler ausmerzt, und Version 2.6 des quelloffenen BitTorrent-Clients Transmission.

Noch nicht ganz fertig mit der Anpassung sind Tapbots mit ihrer iOS-Twitter-App Tweetbot für Mac OS X, der im Public-Alpha-Stadium noch einige Funktionen fehlen, und Blizzards „Diablo III“, das zwar schon jetzt eine Auflösung von 2880 × 1800 Bildpunkten unterstützt, aber noch Optimierungsbedarf – etwa beim Fenstermodus – besitzt. Interessant ist bei Diablo III, dass alle Icons in der höchsten Auflösung die gewohnte Größe besitzen. Der dargestellte Landschaftsausschnitt hat indes die bisherige Pixeldichte, sodass ein größerer Kartenausschnitt angezeigt wird.

Nicht angepasste Software sieht auf dem Retina-Display wegen der nötigen Pixelverdopplung meist unscharf aus. Um dem Problem bei der Erkennung nicht angepasster Apps vorzubeugen, erlaubt das System, Apps per Einstellung im Info-Dialog niedrig aufgelöst zu öffnen. Je nach Skalierung ist dann die Nutzeroberfläche aber winzig. Unterdessen wurde bekannt, dass Apple von Entwicklern verlangt, neue Programme oder Versionen für den Mac App Store mit Icons mit mindestens 1024 × 1024 Bildpunkten anzuliefern. (jes)

Mac-Notizen

Apple hat mit John Bruno einen früheren Chipentwickler des Prozessorherstellers AMD als neuen „System Architect“ eingestellt. Bruno war bei AMD federführend an der Trinity-Architektur beteiligt.

Das Sicherheitswerkzeug Little Snitch wird in Version 3.0 eine Firewall für eingehende Verbindungen mitbringen und das Anlegen von Profilen erlauben. Das Update kann man bereits als Preview herunterladen.

Die unter Windows populäre Online-Banking-Lösung StarMoney soll auch für den Mac erscheinen. Ab wann die an OS X angepasste Version erhältlich ist, steht noch nicht fest. Als Beta-Tester kann man sich aber schon jetzt registrieren.


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