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Mobile Workstation

Dell komplettiert sein Angebot an Ivy-Bridge-Notebooks: Ab sofort sind auch die mobilen Workstations der Precision-Serie mit Intels Core-i-Prozessoren der dritten Generation lieferbar. Äußerlich unterscheiden sich die Neulinge nicht von den Vorgängern, doch das Innenleben ist deutlich leistungsstärker geworden: Es passen alle Prozessoren inklusive des Core i7-3920XM, der sich wegen 55 Watt Abwärme sonst nur für wenige Geräte eignet. Normale i7-Quad-Cores verbraten bis zu 45 Watt, Doppelkerne maximal 35 Watt. Den CPUs stehen bis zu 32 GByte Arbeitsspeicher zur Seite.

Das neue Precision-Portfolio besteht aus dem 15,6-Zöller M4700 und dem 17,3-Zöller M6700. Im M4700 kümmern sich AMDs FirePro M4000 oder Nvidias Quadro-Modelle K1000M und K2000M um die Grafikausgabe. Im M6700 stecken je nach Kundenwunsch die leistungsstärkeren Quadros K3000M, K4000M und K5000M oder die FirePro M6000.

Wer kein UMTS braucht, kann den internen Steckplatz stattdessen mit einer mSATA-SSD bestücken lassen. Zusätzlich nehmen ein (M4700) oder zwei (M6700) 2,5-Zoll-Schächte Festplatten oder SSDs auf. Wer noch mehr Speicherplatz benötigt, kann statt des optischen Laufwerks eine weitere Festplatte oder SSD einbauen lassen. Zusatzakkus für den Wechselschacht gibt es nicht, stattdessen bietet Dell sowohl Hochkapazitätsakkus als auch Zweitakkus zum Drunterschnallen an. Beide Notebooks gibt es mit matten IPS-Bildschirmen, die dank RGB-LED-Beleuchtung mehr als den AdobeRGB-Farbraum darstellen sollen. Den 17-Zöller kann man – in Verbindung mit einer Nvidia-GPU – alternativ mit einem 120-Hz-fähigen 3D-Panel bestellen; dann liegen auch mehrere Shutterbrillen mit im Karton. Für AMDs Grafikchips spricht umgekehrt das Anschließen vieler externer Monitore: Über die Dockingstation lassen sich dann vier Displays zusätzlich zum internen ansteuern; mit Nvidia-GPU ist es eines weniger. Beide Precision-Notebooks sind ab sofort bestellbar, manche Grafikchips werden aber erst in einigen Wochen lieferbar sein. Die Preise für das M4700 beginnen bei 2000 Euro, die des M6700 bei 2700 Euro. (mue)

Kostenlos nicht telefonieren

Mobilfunkanbieter dürfen keine Zusatzgebühr mehr verlangen, wenn der Kunde weder telefoniert noch SMS schreibt, das entschied das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (OLG). Auch darf der Provider kein Geld mehr kassieren, wenn der Nutzer seine SIM-Karte zum Vertragsende nicht zurückgibt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte in dem Fall gegen den Provider mobilcom-debitel geklagt.

Nach Auffassung des OLG sind diese Klauseln unwirksam, weil sie die Kunden „unangemessen benachteiligen“. So liege der „Nichtnutzergebühr“ keine Gegenleistung des Mobilfunkanbieters zugrunde. Der Provider versuche Kunden mit einer Art „Strafzahlung“ zu belegen, falls diese ihre bereits über die Monatsgebühr bezahlten Inklusivleistungen nicht einmal teilweise abrufen. Derartige Vertragsstrafen, obwohl der Kunde sich vertragstreu verhält und dem Mobilfunkanbieter kein Schaden entsteht, seien unwirksam.

Laut vzbv verlangt der Mobilfunkanbieter knapp 5 Euro von seinen Kunden, wenn diese über drei Monate hinweg weder telefonieren noch SMS über ihr Handy schreiben. Diese „Nichtnutzergebühr“ war zusätzlich zu den Vertragskosten zu zahlen. In den AGB steht, dass die SIM-Karte Eigentum von mobilcom-debitel bleibt und hierfür eine „Pfandgebühr“ von 9,97 Euro fällig wird, falls der Kunde sie nicht innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsende zurücksendet. Der „Pfandgebühr“ liegt dem OLG zufolge gar kein erstattungsfähiges Pfand zugrunde, das der Kunde als Sicherheit vorab bezahlt hätte. Damit handele es sich statt um ein Pfand um einen pauschalen Schadensersatz. Dieser übersteige jedoch den zu erwartenden Schaden und ist deshalb unwirksam. Eine gebrauchte SIM-Karte ist aus Sicht des Gerichts „wertlos“. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da das OLG die Revision zugelassen hat. (hcz)

Mobil-Notizen

Thailand will in diesem Jahr im Rahmen des Projekts One Tablet per Child (OTPC) 800 000 kostenlose Android-Tablets an Grundschüler verteilen. Diese Woche wurden die ersten 55 000 Geräte ausgegeben. Angeblich handelt es sich bei dem 7-Zoll-Tablet um ein Scopad SP0712, das der chinesische Hersteller Shenzhen Scope Scientific Development der thailändischen Regierung für umgerechnet 66 Euro pro Stück verkauft. Auf den Tablets soll Google Android 4 laufen.

Der finnische Handyhersteller Nokia verhandelt offenbar mit europäischen Netzbetreibern über exklusive Vertriebsrechte für das erste Smartphone mit der kommenden Betriebssystemversion Windows Phone 8. Von dieser Strategie erhoffe sich der Hersteller eine stärkere Unterstützung beim Verkauf der Geräte, berichtet die Financial Times. Nokia soll unter anderem mit France Telecom und dem britischen Joint Venture Everything Everywhere sprechen.

Nokia ist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht und verzeichnet erneut einen Milliardenverlust. Der Handyhersteller weitete seine Verluste von 368 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 1,4 Milliarden Euro aus. Zugleich ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent von 9,3 auf 7,5 Milliarden Euro zurück.

Nach einer Studie der Marktforscher von IHS iSuppli setzen sich Solid-State Disks in Notebooks nur langsam durch. Lediglich rund drei Prozent der im ersten Quartal verkauften tragbaren Rechner enthalten demnach eine 128-GByte-SSD oder eine High-End-Festplatte (> 1 TByte) und kosten mehr als 900 US-Dollar. Allerdings berücksichtigte die Studie keine tragbaren Rechner, die sowohl mit SSD als auch mit klassischem Magnetspeicher ausgestattet sind, wie es bei vielen Ultrabooks der Fall ist.

Das Microsoft-Tablet Surface ist von den Seiten des Internethändlers Amazon Deutschland verschwunden. Auf Anfrage teilte der Onlinehändler mit, das betreffende Produkt sei derzeit „nicht verfügbar, aber wir arbeiten daran, das Produkt unseren Kunden zukünftig wieder anbieten zu können“. Microsoft will sich bislang nicht dazu äußern, auf welchem Weg das Gerät vertrieben wird. Eventuell kollidierte das Angebot bei Amazon mit Microsofts Vertriebsauflagen.

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