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Vorschau auf Windows Server 2012 Essentials

Mitte Juli überraschte Microsoft mit der Ankündigung, nur noch vier Editionen von Windows Server anzubieten. Schon im September soll die Auslieferung der Datacenter- und Standard-Ausgaben beginnen, also noch vor Windows 8 im Oktober. Home und Small Business Server fielen dem Rotstift zum Opfer. Der Windows Server 2012 Essentials soll in ihre Fußstapfen treten, erscheint aber womöglich später.

Eine Beta-Version der Essentials-Edition steht in einer englischen Fassung zum kosten- und registrierungslosen Download bereit. Sie setzt einen 64-Bit-Prozessor, 2 GByte RAM und 128 GByte Plattenplatz voraus. Microsoft empfiehlt jedoch deutlich mehr. Bei weniger Hauptspeicher scheitert die Installation mit dem Kommentar, dass sie das Quellmedium nicht findet.

Microsoft will ein Update von Essentials auf die Standard-Ausgabe des Servers anbieten, wenn die enthaltenen 25 Lizenzen nicht genügen. Die Essentialseigenen Funktionen wie Client-Backup und Remote Web Access sollen dann weiterhin funktionieren. Der „kleine Server“ soll E-Mail nicht nur aus der Cloud bereitstellen können, sondern auch mit einem separat betriebenen Exchange-Server harmonieren. Die Exchange-Lizenz müssen Kunden anders als beim bisherigen Small Business Server Standard aber separat inklusive einer nötigen weiteren Lizenz des Windows Server erwerben.

Zwischenzeitlich wurde auch klar, dass Microsoft die Linie der Server-Editionen nicht allzu krass aufräumt: Sowohl den Windows Storage Server als auch den Hyper-V Server wird es weiterhin als separate Lizenzen geben, ersteren als OEM-Beigabe, also im Paket mit Storage-Hardware, und den letztgenannten als kostenlos nutzbare Software-Basis für Virtualsierungswirte. Der Hyper-V Server 2012 ist gerade als Release Candidate erschienen (Download nach Anmeldung mit Live-ID und Registrierung); es handelt sich weiterhin um eine Core-Installation, also ohne GUI. (ps)

Telefonie und Chat per Teamwork-Server

VMware hat seinen quelloffenen Teamwork-Server Zimbra in der Version 8 herausgebracht. Die Neuerungen betreffen drei Bereiche: Eine Präsenzfunktion signalisiert, ob Anwender im Büro oder besser anderswo erreichbar sind; Click2Call und Chat öffnen bei Berührung mit dem Mauszeiger im Adressbuch automatisch ein Popup mit Schaltflächen zur Einleitung eines Chats oder eines Telefonats über die gerade angemessene Telefonnummer; die eingebaute Voice-Mailbox soll sich auf Wunsch mit gängigen Unified-Communications-Paketen verzahnen.

Zimbra 8 sortiert eingehende E-Mails anhand anpassbarer Regeln automatisch und blendet bei der Zeitplanung neuerdings auch Google-Kalender ein. Die Tagestermine lassen sich überlagern oder in getrennten Kalendern anzeigen. Vorgaben zur Mail-Ablage können jetzt auch normale Zimbra-Anwender setzen. Zimbra 8 arbeitet mit der passenden Lizenz außerdem mit Microsofts Outlook sowie über das ActiveSync-Protokoll auch mit Mobilgeräten zusammen.

Anders als Konkurrent Exchange lässt sich Zimbra als abgespeckte Gratisversion oder als kommerzielle Anwendung passend für Kleinbetriebe mit maximal 15 Postfächern betreiben. (hps/rek)

Netzwerk-Notizen

Der zu LaCie gehörende Cloud-Dienst Wuala hat eine Version für Unternehmen vorgestellt, über die Arbeitsgruppen auf einen gemeinsamen Online-Speicher zugreifen. Wuala Business organisiert Nutzer für die Zugriffsrechte in Gruppen. Das Starterpaket mit 100 GByte für 5 Nutzer kostet jährlich 390 Euro.

Dank eines Firmware-Updates (Version 3.6.0) bauen die Draytek-Router Vigor2850 und Vigor2920 nun auch IPv6-Internetverbindungen über PPP, TSPC, AICCU, DHCPv6 oder mit statischen Adressen auf. Im lokalen Netz verteilen die Dualstack-Router Routing- und Präfix-Informationen per Router Advertisement oder DHCPv6.

Der Software-Funkrouter Connectify 3.5 für Windows behebt ein Problem mit dem Power-Management, erkennt einige Sicherheitsprogramme und verbessert durch Auslagerung der Firewall in den Kernel-Treiber die Geschwindigkeit. Die 30 US-Dollar teure Pro-Fassung teilt eine Mobilfunk-Internetverbindung und erlaubt eigene SSIDs.

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