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Neue Serverplatten

Toshiba und Western Digital (WD) kündigen neue Festplatten für Server und NAS-Geräte an. Toshiba zielt mit der 10 500-Touren-Serie AL13SE auf Enterprise-Server. Die Laufwerke im 2,5-Zoll-Format besitzen SAS-6G-Schnittstellen und speichern 300 bis 900 GByte. Als Version AL13SEL liefert sie Toshiba auch auf 3,5-Zoll-Montagerahmen aus.

WD hingegen nimmt mit der Baureihe „Red“ kleine NAS für Büros und Privatleute (SOHO) ins Visier. Die 3,5-Zoll-Platten kombinieren Eigenschaften von SATA-Modellen für normale Desktop-Rechner mit welchen von Server-Laufwerken und sollen besonders sparsam arbeiten. Es gibt drei Red-Varianten mit 1, 2 oder 3 TByte, die größte WD30EFRX braucht mit 4,1 Watt im Leerlauf weniger als die 3-TByte-Version aus der Familie Caviar Green (WD30EZRX: 5,5 Watt). Dabei liegt die maximale Datentransferrate um 18 Prozent höher, was für eine höhere Datendichte spricht.

Die WD-Red-Laufwerke sind für kontinuierlichen Betrieb freigegeben und für etwas höhere Temperaturen als die Caviar-Green-Serie, außerdem beträgt die Garantiezeit drei statt zwei Jahre. Die Red-Platten sind aber auch etwas teurer. Ihre Firmware ist für den Einsatz im RAID ausgelegt und begrenzt die Zeit für Versuche, nicht mehr lesbare Sektoren doch noch zu erkennen (TLER). Bei der spezifizierten Wahrscheinlichkeit für unkorrigierbare Lesefehler (10–14) unterscheiden sich die Red-Platten aber nicht von gewöhnlichen SATA-Laufwerken. SATA-Platten für Server gibt es auch mit der 10–15-Spezifikation – etwa die VelociRaptor –, bei Enterprise-Festplatten mit SAS- oder FC-Interface ist weniger als 1 Fehler pro 1016 Bit üblich, aber auch eine deutlich geringere Kapazität – und viel höhere Preise. (ciw)

Festplatten-Analysator

Defekte Festplatten sind häufig die Ursache von Problemen mit Desktop-Rechnern und Notebooks. Die Testgeräte der ukrainischen Firma Atola, die Atola-Europe aus Wien vertreibt, sollen Fachwerkstätten die Arbeit erleichtern. Das rund 2200 Euro teure Atola Bandura besitzt zwei SATA-Ports und Stromversorgungen für zwei 2,5- oder 3,5-Zoll-Laufwerke. Es dupliziert Platten mit bis zu 256 MByte/s, angeblich auch welche mit erheblichen Lesefehlern. Für forensische Zwecke kopiert es die schreibgeschützte Quell-Disk sektorweise und berechnet Prüfsummen. Das Gerät beherrscht auch Diagnosefunktionen und Tricks zur Reparatur von Platten mit „Soft Errors“, außerdem ist sicheres Löschen durch Überschreiben möglich.

Eher auf Disk-Diagnose zielt Atola Insight USB für nur eine SATA- oder IDE-Platte, aber mit USB-Anschluss zu einem (mobilen) Host-PC. Das 5628 Euro teure Gerät soll bei vielen gängigen Festplatten-Baureihen auch ATA-Security-Passwörter automatisch zurücksetzen können. Die zugehörige Windows-Software zeigt unter anderem die Leistungsaufnahme einer angeschlossenen Festplatte an. (ciw)

Tape-Library für Mittelständler

Oracle führt die Sun-Baureihe Storagetek weiter und kündigt eine automatische, modulare Bandspeicher-Bibliothek mit 45 bis 450 TByte unkomprimierter Kapazität an. Das Basismodul der Storagetek SL150 besitzt zwei Bandlaufwerke und zwei Schächte für je 15 LTO-5-Kassetten, von denen jede bis zu 1,5 TByte fasst. Die Schreibgeschwindigkeit pro Laufwerk beträgt 140 MByte/s, also 0,5 TByte pro Stunde.

An die Storagetek SL150 lassen sich bis zu neun Erweiterungsmodule anschließen, dann passen insgesamt 300 Cartridges hinein, die bei 2:1-Kompression bis zu 900 TByte fassen. Verschlüsselung ist ebenfalls vorgesehen, in Verbindung mit LTO-Laufwerken von HP kann man den Oracle Key Manager einsetzen. Weil in jedem Erweiterungsmodul wieder zwei Bandlaufwerke stecken, wächst mit der Erweiterung auch die Performance. Oracle verspricht niedrigere Preise als bei der Quantum Scalar i500. (ciw)

Server-Notizen

Highpoint kündigt den SAS-6G-RAID-Adapter RocketRAID 4250 an. Auf der PCIe-2.0-x8-Steckkarte sitzt ein Marvell-Controller 88RC9580 mit ARM-kompatiblem Sheeva-Core und 900 MHz Taktfrequenz. Zwei MiniSAS-Buchsen binden je vier SAS-Geräte an. Über SAS-Expander kann der Adapter bis zu 128 SAS-Laufwerke ansteuern, optional ist ein Pufferakku erhältlich.

Raritan erweitert seine Baureihe an Stromverteilern für Server-Racks um Versionen für direkte Speisung mit 400 Volt (Drehstrom). Diese intelligent Power Distribution Units (iPDUs) mit Leitungsschutzschaltern, Mess- und Schalteinheiten sowie LAN-Anschluss sind in fünf Ausstattungsversionen zu Preisen ab etwa 1100 Euro erhältlich. Bis zu 44 Kilowatt pro Rack sind damit machbar.

Für die Server-Ferndiagnose per IPMI pflegt die Firma Thomas-Krenn.com das IPMI-Plugin V3, welches nun in Debian 7.0 „Wheezy“ und folglich auch in Ubuntu aufgenommen wird. Die Software kooperiert mit den Fernwartungsmodulen der Thomas-Krenn-Server und nutzt seit der Version 3 Perl.

Die Industrievereinigung SSI Forum hat die Spezifikation für Micro Module Server in Revision 1.1.0 veröffentlicht. Sie zielt auf Ein-Platinen-Server mit einer einzigen CPU und 12-Volt-Speisung.

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