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LESEPROBE

Verhagelte Partyfreuden

Ärger durch öffentliche Einladungen über Social Networks

Wissen | Recht

Ein Party-Aufruf über Facebook „an alle“ ist schnell geschrieben – aber für Folgen eines solchermaßen ausgelösten Massenauflaufs muss ein Netzbewohner, der seine große Online-Familie an seiner Feierfreude teilhaben lassen will, unter Umständen finanziell geradestehen.

Leichtfertig veröffentlichte Einladungen in Social Networks haben in letzter Zeit in mehreren Städten Deutschlands für Schlagzeilen gesorgt. Das betrifft etwa die Hoffnungen des 20-jährigen Auszubildenden Matthias L. auf eine Super-Sause auf einem Konstanzer Strandbadgelände [1]: Die Einladung erreichte rund 12 000 Facebook-Teilnehmer, etwa 2500 kündigten ihr Kommen an.

Auch nachdem die Stadt Wind von der Sache bekommen, die nicht angemeldete Party per Allgemeinverfügung verboten und die Polizei L. angesprochen hatte, setzte dieser das Trommeln für „seine“ Party fort. Ergebnis: Wegen befürchteter Schäden sperrte die Polizei das Gelände großflächig ab; 280 Beamte und ein Helikopter waren im Einsatz. Obwohl nur wenige Teilnahmewillige tatsächlich eintrafen, wurden acht Personen festgenommen und 31 Platzverweise ausgesprochen. Die Konstanzer Polizeidirektion hatte mit einem freundlich-augenzwinkernden Hinweis auf ihren Webseiten noch beim Netzpublikum um Verständnis und für den Verzicht auf den Besuch geworben. ...


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