Auf dem Sprung

Nike+ trackt Trainingseinheiten

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Bislang richtete sich Sportelektronik vor allem an Ausdauersportler. Nike will mit neuen Sportschuhen voller Technik auch andere Sportarten messbar machen.

Möchte man als Freizeitathlet seine Trainingsleistungen aufzeichnen und am Rechner auswerten, war man bislang im Großen und Ganzen auf wenige Ausdauersportarten mit wiederkehrenden, gleichförmigen Bewegungen wie Laufen oder Radfahren beschränkt: Am Schuh (meist an den Schnürsenkeln) beziehungsweise am Bike befestigte Sensoren können dabei problemlos die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegte Distanz und die Schritt-/Trittfrequenz ermitteln. Andererseits lassen sie sich kaum (sinnvoll) bei Sportarten einsetzen, bei denen etwa kurze Sprints, Sprünge oder Kraftübungen vorkommen. Daran hat auch die Standortbestimmung via GPS bei Sportuhren nichts wesentlich geändert, auch wenn sie das Feld um einige Sportarten wie Inlineskating und Surfen erweiterten.

Der Bekleidungshersteller Nike will diese Grenze nun mit drei neuen Schuhen seiner Nike+-Reihe weiter hinausschieben. Bot sein bisheriges Running-Modell lediglich Platz für einen kleinen Laufsensor, sind bei den Trainingsschuhen Lunar TR1+ (für Männer) und Lunar Hyperworkout+ (für Frauen) sowie beim Basketballschuh Hyperdunk+ (unisex) in den Sohlen mehrere Drucksensoren fest eingebaut. Sie arbeiten einer herausnehmbaren Haupteinheit zu, die ihrerseits einen 3-Achsen-Beschleunigungssensor enthält. Dank dieser Kombination erkennt das System nicht nur, ob man aktuell auf den Ballen oder Hacken steht und errechnet Geschwindigkeit und Schrittfrequenz, sondern erfasst etwa auch die Sprunghöhe des Nutzers. Dabei „orientiert“ es sich an der (errechneten) Körpermitte und lässt sich daher auch nicht dadurch beeinflussen, ob man mit gestreckten oder angezogenen Beinen springt. Im Unterschied zu dem als Wergwerfprodukt konzipierten Nike+-Laufsensor enthalten die beiden Hauptsensoren Akkus; ein Ladegerät liegt bei. ...

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