Trends & News | News

Knet-Modeller verfeinert Funktionsumfang

Die vierte Revision des organischen Modellers ZBrush 4 verfeinert den Werkzeugkasten durch zahlreiche Erweiterungen. Insert Multi Mesh Brushes (IMM) enthalten mehrere Polygontypen, zwischen denen der Anwender per Tastendruck durchschalten kann. Die Erweiterung Tri IMM kann die Enden eines IMM-Strichs durch andere Objekte ersetzen, was beispielsweise die Gestaltung von Schläuchen, Ketten und Reißverschlüssen vereinfacht. Die überarbeitete Kurven-Engine kümmert sich darum, dass die Mesh-Objekte regelmäßig aufeinanderfolgen.

Der QRemesher erweitert die Möglichkeiten zur Gitternetzoptimierung: Er säubert das Netz entweder automatisch oder benutzergeführt und erzeugt eine gleichmäßige Struktur quadratischer Polygone. Mit der Topology Brush können Anwender gezielt bestimmte Bereiche des Modells optimieren. Mesh Fusion ersetzt Teile des Modells durch neue Strukturen, wobei ZBrush sich um die lückenlose Integration der neuen Bereiche kümmert. Läuft beim Modelling dennoch mal was schief, kann man bei ZBrush 4R4 bis zu 10 000 Schritte zurücknehmen. ZBrush kostet 700 US-Dollar; für Besitzer einer ZBrush-4-Lizenz ist das Upgrade auf Revision 4R4 kostenlos. (ghi)

Diktiersoftware generalüberholt

Nuance hat Version 12 seines Diktierprogramms Dragon NaturallySpeaking für Windows vorgestellt. Diese Version soll bei der rechenaufwendigen Spracherkennung Mehrkern-Prozessoren besser ausnutzen; der Hersteller empfiehlt einen Intel DualCore mit 2,2 GHz oder äquivalente Prozessoren. Weitere Neuerungen sind eine natürlicher klingende Sprachausgabe und sogenannte SmartFormat-Regeln. Sie erleichtern es dem Anwender, beispielsweise die Schreibweise von Abkürzungen oder Maßangaben an seine Vorlieben anzupassen. Die Premium-Version unterstützt jetzt Headsets mit Breitband-Bluetooth (16 kHz); gegenüber der bisherigen Übertragung mit 8 kHz soll dies die Erkennung um 20 Prozent verbessern. Schon mit der Zwischenversion 11.5 konnte man ein iPhone als Diktiergerät verwenden – diese Möglichkeit gibt es jetzt auch für Android-Smartphones. Nicht nur die Diktierfunktionen, sondern auch die zur Desktopsteuerung wurden erweitert. So unterstützt das Programm jetzt auch Gmail und Hotmail und kennt neue Sprachbefehle für Twitter und Facebook, beispielsweise „Poste das auf Twitter“.

Der Hersteller hat bei Dragon NaturallySpeaking nicht nur die Bedienoberfläche gründlich überarbeitet, sondern sie auch an Windows 8 angepasst. Das Programm läuft unter Windows ab XP (SP3) und wird laut Hersteller unter Windows 8 im Desktop-Modus funktionieren. Das Programm soll es ab Ende August in vier Versionen zwischen 100 und 300 Euro geben. (dwi)

Gratis-Archiv im Web

Der Content-Management-Spezialist Oxseed bietet mit MyOx- seed.com ein kostenloses, webgestütztes Archiv- und Verwaltungssystem für Bürodokumente an. Das besonders für Kleinbetriebe und Freiberufler konzipierte System nimmt Inhalte in gängigen Dateiformaten per FTP, als E-Mail-Anhang oder über ein virtuelles Festplatten-Laufwerk entgegen, konvertiert sie in PDF/A-Dokumente und speichert sie revisionssicher auf einem Server in Deutschland. Besonders schützenswerte Daten kann man vor dem Upload selbst verschlüsseln und als PDF-Attachments archivieren lassen. Auf Anforderung liefert der Dienst eine Bestätigung der signierten Einlagerung zurück, um etwa für eine Buchprüfung die genauen Eckdaten des nicht mehr veränderbaren Speicherobjekts zu dokumentieren. Laut Hersteller gibt es außerdem eine Schnittstelle zur Audicon-Software für Buchprüfer. Myoxseed. com ist ab sofort für einzelne Benutzer mit einem Speicherbedarf von maximal einem GByte gratis verfügbar; gebührenpflichtige Varianten mit mehr Speicherplatz und differenziert administrierbaren Nutzerkonten sollen in Kürze erscheinen. (hps)

HDR für JPEG diskutiert

Die Arbeitsgruppe WG1 der Joint Photographics Expert Group hat sich auf ihrem letzten Treffen in Paris mit Erweiterungen für den klassischen JPEG-Standard befasst: Insbesondere soll die Möglichkeit untersucht werden, eine Kompressionstechnik zu standardisieren, mit deren Hilfe sich High-Dynamic-Range-Bilder als klassisches JPEG (JPEG1) speichern lassen. Auf Github hat die Gruppe bereits eine erste Implementierung des Codecs zum Testen bereitgestellt. Auf der Agenda standen außerdem JPEG-1-Erweiterungen für verlustlose Kompression, Augmented- Reality-Inhalte und stereoskopische Bilder.

Der unter der Bezeichnung libjpeg firmierende Codec ist im Übrigen nicht zu verwechseln mit dem seit Jahren von der Independent JPEG Group entwickelten JPEG-Referenz-Codec gleichen Namens. Die IJG favorisiert einen eigenen Lösungsansatz, um verlustlose Kompression und höhere Bittiefen umzusetzen. Diese Erweiterungen fließen in den neuen IJG-Referenz-Codec JPEG 9, der Anfang nächsten Jahres veröffentlicht werden soll. (atr)

Artikel kostenlos herunterladen

weiterführende Links

Anzeige
Anzeige