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Neues in KDE 4.9

Version 4.9 der KDE Software Collection ist wie geplant am 1. August fertig geworden und bringt Verbesserungen an der Desktop-Oberfläche Plasma Workspaces, den enthaltenen Anwendungen sowie der KDE-Plattform. Die Entwickler haben das neue Release Claire Lotion gewidmet, die in der KDE-Community aktiv war und im Mai dieses Jahres verstorben ist.

Der KDE-Dateimanager Dolphin kommt in Version 4.9 besser mit Metadaten zurecht und ist mit Vor- und Zurück-Buttons ausgestattet. Dateien lassen sich hier wieder direkt umbenennen. Mehr Raum wurden den sogenannten Aktivitäten eingeräumt, die Anwendern das Verknüpfen von Dateien und Fenstern mit einer Aktivität ermöglichen. Dadurch sollen sich Dateien leichter nach ihrem Kontext organisieren lassen. Neben Git, SVN und CVS unterstützt Dolphin jetzt auch die Versionsverwaltung Mercurial.

Die KDE-Pim-Suite Kontact kann Einstellungen, E-Mails, Filter, Kontakte und Termine aus Thunderbird und Evolution importieren und auf Google-Kalender und -Adressbuch zugreifen. Der Bildbetrachter Gwenview beherrscht nun auch den Vollbildmodus. PDF-Dateien lassen sich im Dokumentenbetrachter Okular jetzt samt Anmerkungen speichern und ausdrucken. Die Geo-Anwendung Marble soll jetzt auch Routen für Radfahrer und Fußgänger berechnen und insgesamt schneller laufen. Mehr Stabilität und Leistung versprechen die Entwickler für den KDE-Fenstermanager KWin.

Bei der KDE Development Platform haben die Entwickler bereits den Umstieg auf Qt 5 vorbereitet. Dabei soll die KDE Software Collection Quellcode-kompatibel zur jetzigen Plattform bleiben, aber stärker modularisiert werden. Das unter der GPL veröffentlichte KDE SC 4.9 steht im Quelltext zum Download bereit. (odi)

Debian 8.0: Auf Wheezy folgt Jessie

Bereits am 30. Juni hat das Debian-Team die Pakete für Debian 7.0 Wheezy eingefroren. Damit müssen Patches für Bugfixes nun vorab angemeldet werden, sodass die Debian-Maintainer einen besseren Überblick über den Fortschritt der Arbeiten haben. Eine erste Bestandsaufnahme der Entwicklungsarbeiten am kommenden Debian Stable Release fiel allerdings eher ernüchternd aus. Das Release-Team beklagte die hohe Zahl an Release Critical Bugs: Fast 600 dieser Show-Stopper waren Anfang August noch nicht gefixt, mehr als 300 sollten es zum Freeze-Termin aber eigentlich nicht sein. Die Veröffentlichung von Debian Wheezy steht daher noch in den Sternen. Ein Termin noch 2012 ist unwahrscheinlich, da vom Freeze bis zur Fertigstellung üblicherweise mehr als sechs Monate vergehen, in Entwicklerkreisen wird Frühjahr 2013 als Release-Zeitraum gehandelt.

Wie traditionell üblich hat das Debian-Release-Team in seiner ersten offiziellen Rund-Mail nach dem Freeze von Wheezy den Nachfolger Debian 8.0 getauft: Der Code-Name des übernächsten Debian-Release ist Jessie, benannt nach dem jodelnden Cowgirl aus den Animationsfilmen Toy Story 2 und 3. (mid)

Fedora 18 soll UEFI Secure Boot unterstützen

Damit das für November geplante Fedora 18 UEFI Secure Boot unterstützt, soll der Mini-Boot-Loader Shim über den bei Microsoft betriebenen „Signing Service“ signiert werden. Da die meisten UEFI-PCs demnächst den zugehörigen Public Key zum Verifizieren mitbringen dürften, damit Windows 8 per Secure Boot startet, sollte so auch Fedora auf diesen Systemen booten, ohne dass der Anwender Secure Boot deaktivieren muss. Alternativ können Anwender Shim auch mit einem eigenen Schlüssel signieren und den zugehörigen Public Key bei der UEFI-Firmware hinterlegen, damit diese dem so signierten Boot-Loader vertraut. Fedora 18 soll auch das von Gnome 2 abgeleitete Mate Desktop Environment mitbringen, sofern seine Bestandteile rechtzeitig in die Paketdepots einfließen. Ebenfalls hinzukommen soll die Client- und Server-Software von Owncloud zur Synchronisation von Dateien, Terminen und Adressen über verschiedene Geräte. Geplant ist darüber hinaus eine bessere Integration von Samba 4.0, der Sprung auf Python 3.3 sowie die Aufnahme der Tracing- und Performance-Monitoring-Werkzeuge LTTng und Systemtap. Fedora 18 soll mindestens Kernel 3.6 enthalten. (thl)

Neues CUPS 1.6

Die neueste Version des Common Unix Printing System (CUPS) 1.6 für Linux, Mac OS X und andere Unix-Varianten unterstützt offiziell die Zeroconf-Implementierung Avahi. Cups 1.6 kann den Farbmanagement-Daemon colord nutzen, einen Systemdienst zur Verwaltung von Farbprofilen, der in aktuellen Linux-Desktops eingesetzt wird. PPD-Dateien lassen sich jetzt als komprimierte tar-Dateien im System ablegen, um Platz zu sparen. Die CUPS-Backends für parallel und seriell angebundene Drucker sowie einige unter Mac OS X nicht benötigte Filter werden nun im Rahmen des OpenPrinting-Projekts der Linux Foundation im Paket cups-filters gepflegt. (odi)

Bodhi Linux 2.0 mit E17-Desktop

Mit dem schlanken Standard-Desktop Enlightenment E17 ist Bodhi Linux 2.0 unter den Linux-Distributionen eine Ausnahme. Als Unterbau kommt Ubuntu 12.04 LTS mit Kernel 3.2 zum Einsatz. Auch die enthaltene Software geht sparsam mit den Systemressourcen um: Als Dateimanager ist Pcmanfm vorgesehen, zum Surfen ist der Browser Midori an Bord und als Texteditor Leafpad. Neu ist der Terminal-Emulator Terminology. Weitere Programme lassen sich mit Synaptic oder Gdebi installieren.

Über das AppCenter auf der Bodhi-Website stehen eigens von den Entwicklern zusammengestellte Software-Bundles zur Installation via Apt-url bereit. Damit lädt man schnell die passende Ausstattung für alle Desktop-Bedürfnisse, Multimedia-Belange oder eine Auswahl an Lern-Software für Kinder in das System. Bodhi Linux 2.0 steht als 32- (Desktop) und 64-Bit-ISO-Image (Workstation) zum Download bereit. (lmd)

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