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Android-Tablet mit vier Kernen und Stift

Samsung hat die finale Version seines Android-Tablets Galaxy Note 10.1 präsentiert und will das schon im Februar vorgestellte 10-Zoll-Tablet noch in diesem Monat ausliefern. Eine Besonderheit ist die alternativ zur Toucheingabe mögliche Bedienung per mitgeliefertem Stift, der sich im Gehäuse versenken lässt.

Ungewöhnlich sind auch die 2 GByte Arbeitsspeicher – doppelt so viel wie bei bisherigen Android-Tablets. Als erstes Samsung-Tablet wird das Note 10.1 mit einem Vierkern-Prozessor ausgestattet sein. Der eingesetzte Exynos 4 Quad mit 1,4 GHz konnte bereits im Galaxy S3 mit guten Leistungen aufwarten. Weniger beeindruckend ist dagegen die Display-Auflösung von 1280 × 800 Pixeln; die Full-HD-Boliden der Konkurrenz bieten hier schon deutlich mehr. Der interne Speicher wird je nach Modell 16, 32 oder 64 GByte groß sein, ein MicroSD-Slot für Karten bis 64 GByte ist vorhanden. Etwa 9 Millimeter soll das wahlweise schwarze oder weiße Gehäuse dick sein.

Vorerst wird das Tablet als reine WLAN-Version sowie als UMTS-Modell mit HSPA+ auf den Markt kommen, später soll auch eine Version mit LTE folgen. Allen Modellen gemein sind 11n-WLAN (Dual-Band), Bluetooth 4.0, GPS und ein Infrarot-Sender. Die Schnittstellenausstattung ist mit Headset- und Dock-Anschluss mager, zusätzlich gibt es USB-Host- und HDMI-Buchse per Adapter.

Neben den für die Stifteingabe optimierten Apps S Note, S Planner und Crayon Physics installiert Samsung unter anderem das ansonsten kostenpflichtige Photoshop Touch und Polaris Office auf dem Gerät. Als Betriebssystem kommt Android 4.0 mit der bekannten TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz, ein Update auf 4.1 erwähnte Samsung bisher nicht. Ungewöhnlich: Auf dem Bildschirm werden sich laut Hersteller zwei Anwendungen nebeneinander anzeigen und benutzen lassen.

In Deutschland wird es anfangs nur 16-GByte-Versionen geben, mit WLAN für 600 und mit WLAN+3G für 690 Euro. (asp)

Dual-SIM-Smartphone mit AMOLED-Display

Der US-amerikanische Hersteller Blu hat ein Android-Smartphone namens Vivo 4.3 mit Dual-SIM-Funktion und einem – in dieser Geräteklasse ungewöhnlichen – AMOLED-Display mit 800 × 480 Pixeln angekündigt. Dieses soll zudem drei Subpixel pro Bildpunkt haben statt der bei AMOLED-Displays verbreiteten PenTile-Matrix mit nur zwei Subpixeln, die häufig wegen ausfransender Schriften und sichtbarer Treppchenbildung bei Grafiken kritisiert wird. Ob das Gerät auch in Europa angeboten wird, ist bisher nicht bekannt.

Das SoC (System-on-a-Chip) mit zwei Prozessorkernen kommt von MediaTek und läuft mit 1 GHz. Nur 4 GByte groß ist der interne Speicher, über den Arbeitsspeicher macht der Hersteller keine Angaben; üblich sind 512 MByte. Ein MicroSD-Slot für bis zu 32 GByte große Karten ist vorhanden. Die rückwärtige Kamera nimmt Bilder mit acht Megapixeln und Videos in 720p auf, eine Frontkamera gibt es ebenfalls. Unterstützt werden Bluetooth 3.0, WLAN, alle vier GSM-Bänder und UMTS mit HSDPA.

Beide SIM-Karten können gleichzeitig aktiv sein, sodass der Nutzer auch dann noch auf der zweiten Karte erreichbar ist, wenn er mit der ersten telefoniert. Als Betriebssystem setzt Blu Android 4.0 mit einer vom Hersteller zumindest optisch angepassten Oberfläche ein.

Ab September soll das Vivo 4.3 für 250 US-Dollar in den USA, Lateinamerika und Teilen Asiens erhältlich sein. (asp)

Mobil-Notizen

Der tief in den roten Zahlen steckende Handy-Hersteller Nokia stellt die Produktion von Geräten in Finnland endgültig ein. Die letzte Fabrik in Salo soll im September endgültig geschlossen werden. Voraussichtlich 750 Mitarbeiter werden ihre Arbeit verlieren.

Das von HP gepflegte Open WebOS wird keines der bisherigen WebOS-Geräte von HP unterstützen. Laut den Entwicklern fehlten in der Open-Source-Version die für Pre, Veer und TouchPad notwendigen proprietären Komponenten unter anderem für Grafik und Netzwerk. Zudem gäbe es keine Treiber für den neueren Linux-Kernel, der bei Open WebOS zum Einsatz kommen wird. Für die alten Geräte eignet sich nur die im Juni veröffentlichte Community Edition von WebOS.

Blackberry-Hersteller RIM prüft laut CEO Thorsten Heins die Lizenzierung seines unlängst auf 2013 verschobenen Betriebssystems Blackberry 10 an andere Hersteller. Laut Heins könne man bei den Gerätekosten nicht mit anderen Herstellern konkurrieren. Deshalb müsse man eventuell Partner suchen, um günstigere Smartphones auf den Markt zu bringen. Es sei jedoch zu früh, um Details zu nennen.

Huawei hat eine neue Variante seines 7-Zoll-Tablets MediaPad vorgestellt. Das MediaPad 7 Lite wird mit einem überarbeiteten Metallgehäuse weiterhin einen Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz haben und UMTS unterstützen. Abgespeckt hat der Hersteller bei Display und Kamera, die eine geringere Auflösung haben sollen. Preis und Erscheinungsdatum nannte Huawei bisher nicht.

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