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Erste Cray-Supercomputer mit Intel-Prozessoren geordert

Noch ist die von der Forschungsabteilung des amerikanischen Verteidigungsministeriums (DARPA) mitfinanzierte Cascade-Plattform von Cray auf Basis von Intel-Xeon-Prozessoren nicht offiziell vorgestellt worden, da gibt es schon Kunde von ersten Lieferverträgen.

Anfang Juli hatte das finnische IT Center for Science bekanntgegeben, mit Cray auf der Supercomputer-Konferenz in Hamburg einig geworden zu sein, und einen Vertrag über ein Cascade-System in Höhe von 10 Millionen Euro geschlossen zu haben. Das soll dann als finnischer Beitrag im Rahmen der europäischen Supercomputer-Initiative PRACE mitrechnen.

Einen noch etwas umfangreichen Vertragsabschluss von umgerechnet etwa 28 Millionen Euro konnte Cray nun mit dem Pawsey Centre Project in Australien erzielen. Die erste Ausbaustufe des Cascade-Systems ist hier für 2013 mit 300 TFlops Rechenleistung vorgesehen. Ein Jahr später soll dann der Rechner in einer nicht näher umrissenen Kombination aus Intel Ivy Bridge, Haswell und Xeon Phi bis zu 1,2 PFlops leisten.

Sein Job soll dann neben normalen wissenschaftlichen Aufgaben vor allem die Auswertung der Signale der Radioteleskope Australian Square Kilometre Array Pathfinder (ASKAP) und Murchison Widefield Array (MWA) sein. ASKAP ist eine kleine Vorversion des geplanten internationalen Square Kilometre Array (SKA), welches für insgesamt etwa 1,5 Milliarden Euro in Australien und Südafrika errichtet werden soll. Wenn es nach Plan geht, werden die Arrays an beiden Standorten in den nächsten Jahren aufgebaut und etwa 2024 in vollem Umfang arbeiten. Dann spätestens dürfte für die Datenauswertung Exascale-Computing gefordert sein.

Auch das Lawrence Berkeley National Lab plant unter dem Projektnamen NERSC-7 ein luftgekühltes Cray-Cascade-System mit zunächst offenbar 2 Petaflops anzuschaffen. Unklar ist noch, ob die Kalifornier dabei auf Intel Xeon Phi oder Nvidia Kepler als Coprozessor setzen. Cray hatte auf der ISC12 gegenüber c’t erklärt, dass man für Cascade beides anbieten wolle und dass beide Coprozessorkarten im flachen SXM-Formfaktor eingesetzt werden könnten. Allerdings gäbe es kleine Unterschiede, sodass diese nicht sockelkompatibel sind. (as)

EMC² und Lenovo kooperieren

In der Szene wurde schon lange eine Ausweitung der adressierten Märkte sowohl vom Storage-Marktführer EMC2 als auch vom chinesischen Rechnerhersteller Lenovo erwartet. Nun wollen die beiden Großkonzerne (EMC2 20 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz, Lenovo 16,6 Milliarden) ihre spezifische Expertise in einem umfassenden OEM- und Reseller-Abkommen bündeln. Im Rahmen dieser Vereinbarung sollen beispielsweise Teile des EMC2 -Tochterunternehmens Iomega in ein Joint Venture einfließen, dessen primäres Ziel es ist, kleine und mittlere Unternehmen mit NAS-Systemen zu bedienen – bis hin zur Standortvernetzung über die Storage-Einheiten. Vorbehaltlich ausstehender behördlicher Genehmigungen soll das Joint Venture bis zum Jahresende aufgestellt sein, mit Lenovo als Mehrheitseigner. Darüber hinaus wird der PC-Hersteller mit der Vermarktung von EMC2-Speichersystemen in China starten – eine Ausweitung dieser Kooperation auf andere Märkte ist für einen späteren Zeitpunkt geplant. (as)

16-GBit/s-Fibre-Channel für Dell-Systeme

Die Fibre-Channel-Host-Adapter „Light Pulse 16Gb“ der kalifornischen Firma Emulex Corporation sind nun auch für die Server, Storage-Systeme und Switches von Dell verfügbar. Für HP- und IBM-Systeme sind die LPe16000 (Single Port) und LPe16002 (Dual Port) schon etwas länger im Angebot. Die Adapter unterstützen Dells FlexAddress und sollen so eine einfache I/O-Verwaltung etwa innerhalb der PowerEdge M1000e-Blade-Server-Plattform ermöglichen. Die PCIe 2.0-Karten (8 Lanes) sollen bei nur einem Port bereits mehr als eine Million I/O-Operationen pro Sekunde leisten und eine um 75 Prozent kürzere Latenzzeit als die Vorgänger mit 8 GBit/s aufweisen. Preise sind bei Dell noch nicht aufgelistet, im freien Handel (shopping.com) werden 1299 US-Dollar für eine LPe16000-M6 verlangt. (as)

Server-Notizen

Tyan hat eine Serie neuer Boards für Xeon E5-2400 und 2600 (S7040  … S7056) herausgebracht für die Bereiche SMB Server, General Server, Traditional Rack Server, GPU Computing, HPC und Embedded. Sie unterscheiden sich insbesondere in der PCIe-Aufteilung und der Zahl der Speicher-Kanäle und DIMM-Slots.

Supermicro hat mit den SuperServern 6017B-TLF und 6027B-URF Plattformen für den preiswerteren Xeon-E5-2400 mit TDP zwischen 50 W und 95 W und mit Sockel B2 (LGA 1356, für drei Speicherkanäle) im Angebot. Der 6017B-TLF ist für bis zu 192 GByte DDR3-1600 Speicher ausgelegt und bietet unter anderem einen GPU-tauglichen PCIe3.0-Slot mit 16 Lanes. Der Superserver 6027B-URF stellt PCIe indes nur über Risercards zur Verfügung, hat dafür aber Platz für bis zu 384 GByte DDR3-1600 Speicher.

Und auch vom Prozessorhersteller selbst gibt es mit dem Intel Server Board S2400GP2 eine Plattform für die E5-2400-Familie. Diese bietet gleich zwei PCIe3.0-x16 Slots an sowie eine Speicherbestückung bis zu 384 GByte.

Die im April vorgestellte Rechnerfamile IBM PureSystems mit dem sogenannten integrierten Expertenwissen (IPAS) liefert IBM jetzt als PureApplicationSystems aus, zunächst nur für x86 (ab 96 Kerne), ab Oktober dann auch auf Power-Prozessoren mit AIX und PowerVM.

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