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Musiksoftware aufgebohrt

Mit erweitertem Spurumfang, neuen MIDI-Instrumenten und einem Mastering-Werkzeug kommt das „Samplitude Music Studio 2013“ auf den Markt. Anbieter Magix hat Samplitude auf maximal 128 Spuren bei 24 Bit Auflösung und 96 kHz Samplingfrequenz erweitert, dem Programm einen Sechs-Band-Equalizer spendiert und obendrein vier Vita-Solo-Instrumente (String Ensemble, World Percussion, Rock Drums und Bass Machine) in das Software-Musikstudio gepackt. Der Sample Player Vita 2 unterstützt ein breites Repertoire, von Gitarren über Drums bis hin zu Orchesterinstrumenten.

Erste Ideen spielt man, unterstützt vom virtuellen Stimmgerät mit Gitarre, Bass oder Ukulele ein; schließt man die Gitarre direkt an den Computer an, sorgt der virtuelle Gitarren- und Bassverstärker Vandal SE für den Sound. Die neuen „essentialFX“ genannten Spezialeffekte sollen den eigenen Aufnahmen zu einem druckvolleren Sound verhelfen. Zur Optimierung der Abmischung empfiehlt Magix die Mastering Suite 4.

Anlässlich des Firmenjubiläums 2013 – dann feiert Magix 20-jähriges Bestehen – gibt es als Bonus den MIDI-Sampler „Independence basic“ mit einer rund 12 GByte großen Sound-Bibliothek. Das All-in-One-Tonstudio ist ab sofort im Handel und online für 100 Euro/129 Schweizer Franken erhältlich. (uh)

Video-Kompressor mit doppelter Wirkung

Die Moving Picture Experts Group (MPEG) hat ihren neuen Videokompressionsstandard vorgestellt: Der als High Efficiency Video Coding (HEVC) oder auch H.265 bezeichnete Standard soll bei gleicher Videoqualität die Kompressionswirkung des 2003 eingeführten H.264/AVC noch einmal verdoppeln.

Damit kann zum Beispiel bei gleicher Bandbreitennutzung die doppelte Anzahl TV-Kanäle übertragen werden. Auch für die mobile Videoübertragung sind damit umfangreichere Dienste und höhere Auflösungen denkbar, ohne dabei die Datenraten sonderlich ansteigen zu lassen. (axk)

Sky meldet erstmals Quartalsgewinn

Der Bezahlsender Sky Deutschland hat – erstmals nach der Umbenennung von Premiere in Sky – ein positives EBITDA-Ergebnis bekannt gegeben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs im zweiten Quartal auf 23,0 Millionen Euro – im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 23,4 Millionen Euro Miese geschrieben. Im zurückliegenden Quartal konnten die Unterföhringer 47 100 neue Kunden gewinnen; sie weisen nun eine Gesamtkundenzahl von etwas über 3,1 Millionen aus, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Zugenommen hat das Interesse an hochauflösendem Fernsehen: Knapp 1,2 Millionen Abonnenten – 37 Prozent – empfangen nun „Sky Premium HD“. Die Zahl der Haushalte mit einer Sky-Zweitkarte stieg im letzten Jahr von 93 000 auf nun 248 000.

Aus Content-Vereinbarungen mit Sony, Constantin, dem privatwirtschaftlichen Ableger des Zweiten Deutschen Fernsehens, ZDF Enterprises, und schließlich von der Fußball-Berichterstattung erhofft sich Sky weitere Wachstumschancen. Schließlich erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum aus dem Erwerb der Live-Rechte für die Fußball-Bundesliga für alle Plattformen bis einschließlich 2016/17. (ssu)

Google als Film-Anbieter

Google nimmt mit dem Auf- beziehungsweise Ausbau zweier seiner Online-Angebote verstärkt den hiesigen Video-on-Demand-Markt ins Visier: So können zum einen deutsche Nutzer ab sofort über Googles Play Store Filme mieten und auf ihrem Android-Smartphone, -Tablet oder auch online am PC ansehen. Zum anderen will Google-Tochter YouTube künftig vermehrt Film- und Fernsehproduktionen in voller Länge anbieten.

Je nach Qualitätsstufe kostet die 48-Stunden-Miete eines Films über den Google Play Store zwischen knapp 3 und 5 Euro. Dabei darf jeder Film allerdings nur auf einem Gerät des Nutzers gleichzeitig abgespielt werden. Google hat nach eigener Aussage für dieses Angebot mit verschiedenen Filmstudios Abmachungen getroffen, darunter beispielsweise Paramount oder Sony Pictures. Derzeit stehen nur die synchronisierten Filme bereit, nicht die Versionen mit Original-Ton. Das Angebot fällt derzeit noch kleiner aus als in Apples iTunes-Store; TV-Serien fehlen völlig. Auch per Browser kann man die Filme auf PCs leihen. Obwohl beim Kauf darauf hingewiesen wird, dass ein Film nur auf Android-Geräten in HD angesehen werden, kann man auch beim Streamen im PC-Browser die HD-Auflösung (720p) auswählen.

Mit dem Angebot „Movies“ hatte YouTube bereits einen ersten, wenn auch noch recht kleinen Schritt in diese Richtung unternommen, nun läuft laut Spiegel eine Ausschreibung, um Rechte an exklusiven Inhalten deutscher Produktionsfirmen zu erwerben. Daran soll sich unter anderem Endemol beteiligt haben; auch Brainpool denke über einen eigenen Comedy-Kanal auf YouTube nach. Für den Produzenten Constantin rechnet sich ein derartiges Engagement nach eigenen Angaben derzeit nicht. Die deutschen Privatsendergruppen ProSiebenSat.1 und RTL, denen selbst der Aufbau eines gemeinsamen Videoportals vom Bundeskartellamt untersagt worden war, reagierten gereizt auf diese Pläne: „YouTube agiert zunehmend aggressiv und bewegt sich dabei außerhalb unseres Regulierungsrahmens“, zitiert das Nachrichtenmagazin den ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert. (nij)

Audio/Video-Notizen

Der digitale Audio-Live-Mixer Mackie DL1608 wird jetzt weltweit ausgeliefert; das 16-kanalige Gerät lässt sich per iPad bedienen.

Native Instruments stellt Updates für seine Programme Reaktor, Reaktor Player, FM8, Absynth und Massive bereit. Mit diesen werden die Anwendungen kompatibel zu Plug-ins im neuen Avid-Formats AAX.

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