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Wellenfeld-Lautsprecher

Der zylindrische Standlautsprecher iLunar von Onkyo ist mit einem digitalen Verstärker und iPod-Dock ausgestattet. Sechs 5-cm-Vollbereichstreiber und ein 10-cm-Subwoofer sollen ein Wellenfeld erzeugen, durch das man Musik überall im Raum in Stereo hören kann – die bei herkömmlichen Systemen notwendige Suche nach dem Sweet Spot entfällt.

Onkyo nutzt hierzu einen Chip der Schweizer Firma Sonic Emotions, die das Verfahren ursprünglich für die Beschallung großer Konzerthallen entwickelt hat. Bei einem ersten Hörtest auf der IFA überzeugte das System trotz Messelärm.

Der iLunar lässt sich per Bluetooth über das A2DP-Protokoll mit Musik beschicken und unterstützt neben dem obligatorischen SBC-Codec auch MPEG-4 AAC. Die USB-Buchse des Geräts dient gegenwärtig nur zum Aufladen angeschlossener Geräte. Der iLunar soll ab Oktober zum Preis von 300 Euro in Schwarz und Weiß erhältlich sein. (sha)

21x-Zoom-Kamera mit Android 4.1

Nach dem Nokia PureView 808 kreuzt jetzt auch Samsung eine Kompaktkamera mit einem Smartphone. Von vorn sieht die Galaxy Camera wie eine reguläre Kamera aus, deren Objektiv in eingefahrenem Zustand rund einen Zentimeter hervorsteht.

Von hinten ist die Galaxy Camera hingegen ganz Smartphone: Die gesamte Rückseite ist ein Touch-Display. Es steuert die meisten Funktionen der Kamera; die mechanischen Knöpfe beschränken sich auf Einschalter, Auslöser und Blitz-Schalter.

Die Bedienoberfläche setzt auf Android 4.1 (Jelly Bean) auf. Telefonieren kann man mit der Galaxy Camera nicht, obwohl WLAN und Mobilfunk an Bord sind – sie dienen nur zur Datenübertragung. Die Galaxy Camera erhält aber vollen Zugriff auf den Google Play Store.

Video: Samsung Galaxy Camera

Die Kamera-App wurde dem Anlass entsprechend deutlich erweitert: Neben Standardmodi gibt es auch spezielle Automatiken namens „Smart Pro“ wie „Waterfall Trace“ und „Blue Sky Mode“. Experten können Einstellungen wie ISO, Blende, Verschlusszeit und Belichtungskorrektur über virtuelle Objektivringe anpassen (siehe Video unter dem c’t-Link). Das Objektiv bietet einen optischen 21-fachen Zoom; der EX2F-Sensor fängt Bilder mit 16 Megapixel Auflösung ein.

Der Clou ist die Internet-Anbindung: Fotos lassen sich direkt auf sozialen Netzwerken veröffentlichen, automatisch in der Cloud sichern und in der Kamera weiterverarbeiten. Fotos können auch per WiFi Direct auf andere Mobilgeräte übertragen werden. Per App soll sich die Galaxy Camera auch durch andere Android-Smartphones fernsteuern lassen. (jow)

Powerline-Adapter mit AirPlay

Der Powerline Music Extender (XAUB2511) von Netgear überträgt nicht nur Daten über das Stromnetz, sondern auch Musik. An die integrierte USB-Schnittstelle lassen sich entweder USB-Lautsprecher oder eine Stereoanlage anschließen – für letzteres liegt ein Cinch-Adapter bei.

Die angeschlossene Musikquelle gibt der Adapter im Powerline-Netzwerk fortan als AirPlay-Gerät frei. So sind die Abspielstationen im gesamten Heimnetz verfügbar. Netgear will eine App für Android-Tablets und Smartphones anbieten, die ebenfalls als Streaming-Quelle dienen soll.

Über die USB-Anschlüsse kann man nicht nur Musikquellen, sondern auch beliebige USB-Geräte anschließen. Auf diesem Weg lässt sich beispielsweise eine Festplatte oder ein Drucker mehreren PCs zur Verfügung stellen.

Das Starter-Set besteht aus zwei Adaptern und soll 140 Euro kosten; zusätzliche Adapter schlagen mit 100 Euro zu Buche. Der XAUB2511 soll ab Oktober im Handel verfügbar sein. (sha)

Robuster HD-Action-Camcorder

Auch Sony will jetzt bei den Spaß-Videokameras mitmischen. Die HDR-AS15 wiegt gerade mal 90 Gramm und zeichnet Videos entweder in Full HD, mit 720p oder in Standardauflösung (640 × 480 Pixel) auf – alle Formate mit der etwas untypischen Bildrate von 30 Bildern/s statt den in Europa eher üblichen 25 fps.

Zudem bietet die Kamera zwei Zeitlupen-Modi sowie einen optischen Bildstabilisator. Die aus dem Exmor-R-CMOS-Wandler kommenden Videos speichert die HDR-AS15 in MPEG-4 AVC (H.264). Fotos werden mit maximal 2 Megapixel Auflösung als JPEG auf Memory-Stick Micro oder Micro-SD/SDHC-Karten gespeichert.

Aufgrund der kleinen Abmessungen (24,5 mm × 47 mm × 82 mm) verzichtete Sony auf einen Monitor zur Bildkontrolle. Ein kleines Display auf der Geräteseite informiert lediglich über Status und Funktionen. Per WLAN soll man den Camcorder jedoch über eine App (iOS/Android) fernsteuern und Kontrollbilder ansehen können.

Wie die GoPro und andere Action-Cams hat auch die HDR-AS15 eine feste Brennweite (15,3 mm) sowie einen extremen Weitwinkel (170°). Sony greift hierfür auf ein Tessar-Objektiv von Carl Zeiss zurück.

Sony liefert eine Halterung mit, die sich an Ski- und Motorradhelme aufkleben lässt, um die Kamera dort zu befestigen. Als separates Zubehör will Sony Kopfbügel mit und ohne Wasserschutz sowie eine Lenkerhalterung anbieten. Ein Unterwassergehäuse soll die Kamera bis zu 60 Meter Tiefe schützen. Die HDR-AS15 soll ab Oktober verfügbar sein und 300 Euro kosten; für das Zubehör sind noch keine Preise bekannt. (uh)

Internet-Radioempfänger neu aufgelegt

Logitech benennt sein Squeezebox Radio in UE Smart Radio um. Die Hardware des Internet-Radioempfängers bleibt identisch; eine überarbeitete Firmware soll jedoch die Bedienung vereinfachen. Optional lässt sich das Gerät auch über die App „UE Smart Radio Controller“ für Android und iOS steuern. Der bisher optionale Akku gehört jetzt fest zum Lieferumfang des Geräts, das 180 Euro kosten soll.

Für anspruchsvolle Ohren bietet Logitech den stationären UE Air Speaker. Dieser Stereolautsprecher verbindet sich entweder über ein herausziehbares Dock oder über Apples AirPlay-Protokoll mit iOS-Geräten. Andere Musik-Player lassen sich per Miniklinke verbinden; der Air Speaker kostet 350 Euro.

Für mobilen Musikgenuss bietet Logitech zwei neue Lautsprechersysteme. Der aktive Bluetooth-Lautsprecher UE Boombox besitzt einen soliden Aluminiumgriff sowie einen Akku, der sechs Stunden Spielzeit durchhalten soll. Die 250 Euro teure Boombox nimmt Musik von bis zu drei Geräten entgegen – verstummt eines, kommt das nächste zum Zuge. Die kompaktere UE Mobile Boombox akzeptiert nur zwei Signalquellen parallel, funktioniert dafür auch als Freisprecheinrichtung, besitzt einen Akku für zehn Stunden Musik und wird in fünf Farben zu einem Stückpreis von 100 Euro angeboten. (sha)

Digital-TV-Receiver mit Internet-TV-Sendern

Eine neue Firmware-Version soll die Digital-TV-Receiver DigiCorder Isio und Digit Iso von TechniSat aufbohren. Nach dem Upgrade sollen deren elektronischen Programmführer „SiehFern INFO“ auch Video-on-Demand-Angebote aus dem Internet aufführen, darunter die Mediathek Arte+7 sowie Themenkanäle zu Lego-Bausteinen oder Neuwagen. Da es keine Livestreams gibt, wird das jeweilige Angebot bei Anwahl des Kanals stets neu gestartet. Videobeiträge lassen sich aber über den Programmführer direkt anwählen.

Für den Dienst greift TechniSat auf „watchmi“ zurück, einen Dienst der Axel Springer Digital TV Guide GmbH. Springer und die Philips-Tochter Aprico hatten schon 2008 einen intelligenten elektronischen Programmführer angekündigt, bei dem die Nutzer eigene virtuelle TV-Kanäle anlegen können sollten – etwa einen Kanal, der nur mit Folgen von „Die Simpsons“ oder Kochsendungen gespeist wird.

Bis jetzt wurde das ambitionierte Konzept nur in Form des „watchmi“-Plug-ins für Windows Media Center umgesetzt. Die derzeit unter diesem Namen vermarktete Version hat damit jedoch nicht mehr viel gemeinsam.

So sieht TechniSat das angekündigte Upgrade nur als ersten Schritt zur Umsetzung des Aprico-Systems. Künftige Ausbaustufen sollen tatsächlich die vor vier Jahren in Aussicht gestellten eigenen Themenkanäle ermöglichen. Zuerst will man aber die Kunden an die nahtlose Verknüpfung von TV und Internet-TV heranführen. (nij)

Erster Full-HD-3D-Zuspieler mit Prozessor von Sigma Designs

Syabas hat den ersten Full-HD-3D-tauglichen Medienspieler mit einem Prozessor von Sigma Designs vorgestellt. Der Popcorn Hour A-400 unterstützt H.264 Multi View Coding (MVC) und hat genug Leistung, um per HDMI 1.4 auch 3D-Material in Full-HD-Auflösung auszugeben.

Im A-400 sitzt ausnahmsweise kein Realtek-Chip, wie er in allen anderen Produkten dieser Geräteklasse zu finden ist. Stattdessen setzt Syabas auf den Sigma Designs SMP 8911, einen Dual-Core-Prozessor mit 800 MHz Taktfrequenz. Dessen leistungsstarke VXP-Video-Engine soll diverse Bildverbesserungverfahren beherrschen, darunter einen Upscaler für SD-Material.

Der A-400 steckt in einem Silverstone-Gehäuse aus Aluminium. Die Bedienerführung entspricht der Vorgängermodelle aus der Popcorn-Hour-Serie. Der Zuspieler unterstützt alle gängigen Audio- und Videoformate.

Der Apps-Market von Syabas bietet Zugriff auf über 90 verschiedene TV-Apps. Im Gehäuse ist Platz zum Einbau einer 3,5"-Festplatte. Zusätzlich lässt sich eine externe Festplatte anschließen – entweder per eSATA oder USB 3.0. Der Popcorn Hour A-400 soll ab Oktober für 290 Euro erhältlich sein. (sha)

Einsteiger-Videoschnitt mit Profi-Engine

Pinnacle Studio 16 soll die Vorteile zweier Welten vereinen: die Oberfläche des Einsteiger-Videoprogramms Pinnacle Studio mit der mächtigen Engine des Profi-Cousins Avid Studio.

Zu den Neuerungen gehört die Handhabung von 3D-Bildmaterial inklusive stereoskopischer Vorschau, der Austausch von Projekten mit der gleichnamigen iPad-App und die Unterstützung von Nvidias Cuda-Beschleunigung.

Die neue Engine eröffnet einige neue Möglichkeiten: So lassen sich jetzt etwa Clips in der Thumbnail-Ansicht direkt scrubben, ohne dass der Anwender sie dazu erst öffnen müsste. Die Medienbibliothek sammelt Videos, Bilder und Audiodateien und unterstützt nichtdestruktive Bearbeitung. Dreht man in Pinnacle Studio also den Bildausschnitt eines Fotos gerade, bleibt die Originaldatei auf der Festplatte davon unberührt.

Neben einer Einsteigerversion für 60 Euro bietet Corel auch eine Plus-Version für 100 Euro und eine Ultimate-Fassung für 130 Euro an.

Plus und Ultimate bieten tiefergehende Bearbeitungsmöglichkeiten und deshalb eine etwas komplexere Oberfläche. Ultimate schließt zudem 50 GByte Cloud-Speicher bei Box.com ein – und zwar nicht nur für ein Jahr, sondern auf Lebenszeit. (ghi)

Audio/Video-Notizen

Der Direktor der niedersächsischen Landesmedienanstalt Andreas Fischer hat auf der IFA erklärt, er erwarte innerhalb der nächsten sechs Monate eine Entscheidung darüber, wie DVB-T2 in Deutschland eingeführt wird. Der neue Standard soll durch bessere Modulations- und Kodiertechnik eine bis zu 50 Prozent bessere Frequenzausnutzung bieten und würde eine HDTV-Ausstrahlung ermöglichen.

Das Infoportal was-ist-vod.de will Interessenten über die Möglichkeiten von Video on Demand (VoD) aufklären. Es soll VoD-Einsteigern sowohl die Technik erklären als auch Dienste und Endgeräte vorstellen. Bis Weihnachten will die Site auch eine Metasuchmaschine umsetzen, mit der sich Titel diensteübergreifend finden lassen.

Die Deutsche Telekom bietet ab Oktober spezielle Mobiltarife inklusive Nutzung des Musik-Abodienstes Spotify an. Der „Komplett-Tarif“ soll monatlich 30 Euro kosten und einen Premium-Zugang zu Spotify enthalten, dessen Datenübertragung aus dem Volumenlimit des Tarifs ausgeklammert wird. Für andere Tarife lässt sich die Musik-Option für 10 Euro zusätzlich dazubuchen.

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