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Trends & News | Web-Tipps

ASCII Street View

http://tllabs.io/asciistreetview/

Das Projekt ASCII Street View von Peter Nitsch zeigt auf beeindruckende Weise, was moderne Browser mit WebGL zu leisten imstande sind. Es erzeugt live aus einer Street-View-Ansicht eine ASCII-Version, in der man, wie bei Google Maps gewohnt, navigieren kann. Standardmäßig stellt der Dienst die Straßenansicht farbig dar; man kann aber auch auf einen grün-schwarzen Modus umschalten. (jo)

Kompakt-Spiele

http://js13kgames.com

Mit ein wenig JavaScript, CSS, Bildern und HTML sowie einer guten Portion Kreativität kann man schon beachtliche kleine Browser-Spiele basteln – das zeigt der Wettbewerb js13kGames. Maximal 13 KByte dürfen alle zu einem Spiel gehörenden Bauteile umfassen; externe Bibliotheken oder Dienste sind nicht zugelassen, bis auf Prefix-Free, was sicherstellen soll, dass CSS-Code Browserübergreifend funktioniert. Alle bei dem Wettbewerb eingereichten Spiele lassen sich auf der Homepage ausprobieren. Das Sortiment reicht von einfachen Shootern über Knobelspiele, einem Labyrinth sowie einem Osmos-Klon, bei dem der Spieler eine kleine Zelle wachsen lassen muss. (jo)

AGBs eingedampft

http://tos-dr.info

„Ich habe die Geschäftsbedingungen gelesen und akzeptiere sie“ – nach Ansicht der Macher von ToS;DR ist das die häufigste Lüge im Netz, denn meistens macht man das Häkchen neben dem Satz, ohne auch nur einen Blick in die AGB geworfen zu haben. Dagegen will ToS;DR, kurz für „Terms of Service; Didn’t Read“, angehen. Die Site will die Geschäftsbedingungen vieler bekannter Web-Dienste einfach verständlich machen. Dazu fasst sie die wichtigsten Punkte der AGB in Form von Piktogrammen und kurzen Texten zusammen. Die Einzelbewertungen sollen anschließend noch in einer Gesamtbewertung zusammengefasst werden.

Die Gesamtnoten reichen von „A – diese Dienste behandeln ihre Nutzer fair, respektieren ihre Rechte und missbrauchen ihre Daten nicht“ bis zu „E – die AGB werfen erhebliche Bedenken auf“. Derzeit haben fast alle Dienste noch die Charakterisierung „No Class Yet“: Das englischsprachige Projekt steckt noch in den Anfängen; die drei Aktivisten, die das Projekt gestartet haben, suchen derzeit Mitstreiter, die die AGB von Diensten mitbewerten. (jo)

Freie Musik

www.musopen.org/music/overview

http://archive.org/details/musopen

„Einfach gesagt, besteht unsere Mission darin, Musik zu befreien“, beschreiben die Macher von Musopen ihre Plattform. Sie wollen der Öffentlichkeit freien Zugang zu Musik geben, die als Public Domain verfügbar ist. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um klassische Werke. Oftmals haben einzelne Personen oder auch Hochschulorchester, die eine freie Verbreitung ihrer Musik erlauben, die Werke eingespielt. Nichtsdestotrotz sind viele Stücke dort hörenswert.

Über Kickstarter hat Musopen sogar ein eigenes Aufnahmeprojekt für mehr als 30 Werke finanziert. Bei archive.org kann man alle Werke komplett herunterladen. Als besonderes Schmankerl liegen dort auch die Aufnahmen für jedes Instrument einzeln vor. Neben der Musik finden sich zu Dutzenden Werken auch die Noten bei Musopen. (jo)

Persönliche Facebook-Analyse

http://blog.stephenwolfram.com/2012/03

www.wolframalpha.com/input/?i=facebook+report

Stephen Wolfram ist ein großer Anhänger des Quantified Self. Er hat zum Beispiel seit dem Jahr 1989 alle E-Mails archiviert, die er geschrieben hat, und nach allen möglichen Aspekten analysiert, etwa der Anzahl täglicher Mails und der Anzahl verschiedener Empfänger. Auf ein Blog-Post zu dem Thema haben ihn viele Personen darauf angesprochen, die auch einmal ihre eigenen Daten analysieren wollen.

Wolfram hat sich nicht lange bitten lassen. Seine „computational knowledge engine“ Wolfram Alpha benutzt für die persönliche Datenanalyse einer beliebigen Person deren Facebook-Historie. Sie startet, wenn man die Abfrage „facebook report“ in die Suchmaske von Wolfram Alpha eingibt. Wolfram Alpha greift – wenn man das zulässt – über eine Facebook-App auf die Beiträge und benutzerdefinierten Freundeslisten eines Mitglieds zu.

Aus den Benutzerdaten generiert Wolfram Alpha einen riesigen Auswertungswust. Der Dienst zeigt unter anderem an, wie viele Posts das Facebook-Mitglied in den letzten Monaten abgesetzt hat, welcher Anteil der Posts Links enthielt und an welchen Wochentagen und zu welchen Uhrzeiten das Mitglied am häufigsten postet. Er präsentiert die am meistverwendeten Wörter, die am häufigsten weitergeteilten Postings sowie die Freunde, die am fleißigsten Postings weiterverbreiten. Wolfram Alpha gibt die Geschlechterverteilung, die Altersstatistik, die Verteilung von Beziehungsstatus und Herkunft sowie ein navigierbares Netzwerk der Freunde aus und noch viel mehr. (jo)

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