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Amazons Musik-Cloud in Deutschland gestartet

Kurz vor der hiesigen Auslieferung seiner Kindle-Fire-Tablets öffnet Amazon den bereits seit anderthalb Jahren in den USA verfügbaren Musikdienst Amazon Cloud Player auch hierzulande. Wie bei Apples Services kann man für 25 Euro im Jahr automatisch seine MP3-Bibliothek mit dem Repertoire des Musikshops abgleichen. Hierzu dient der Amazon Music Importer.

Erkannte Songs stehen automatisch als MP3 mit einer Datenrate von 256 kBit/s zum Streaming und Download im Cloud Player bereit; hochladen muss man nur Stücke, die in Amazons 20 Millionen Songs umfassendem Katalog fehlen. Während iTunes Match nur Musiksammlungen von bis zu 25 000 Titeln zulässt, dürfen es bei Amazon jedoch bis zu 250 000 sein.

Nutzer des kostenfreien Cloud Player Free dürfen 250 Songs in dem Cloud Drive speichern, bei Amazon gekaufte MP3s landen automatisch in der Cloud und werden nicht auf dieses Limit angerechnet. Der Amazon Cloud Player ist sowohl per Web-Interface als auch per App für iOS und Android nutzbar. Insgesamt können zehn Geräte für die Cloud-Wiedergabe aktiviert werden. Während die Apps bereits vollständig lokalisiert sind, springt das Web-Interface noch zwischen Deutsch und Englisch hin und her. (vza)

Neros zwölfte Amtszeit

Nero hat die zwölfte Auflage seiner gleichnamigen Multimedia-Suite entschlackt und die Installationszeit verkürzt. Das Paket konzentriert sich auf die Bereiche Video-Editing und -Transcoding, Medienverwaltung, Streaming und Brennen. Blu-ray-Filme ohne Kopierschutz wie auch Clips von YouTube oder Vimeo können nun mit Unterstützung verschiedener GPUs kopiert und in andere Formate gewandelt werden.

Der Video-Editor bringt unter seiner übersichtlicheren Bedienoberfläche schicke Retro-Filter sowie Zeitlupen- und Zeitraffer-Effekte mit, die auch Filme in AVCHD 2.0 (50p/60p) verschönern.

Der Blu-ray-Player unterstützt nun auch die Wiedergabe von 3D-Filmen und kann für 30 Euro als Plug-in von der Download-Suite Nero-Kwikmedia geladen werden – er ist damit der günstigste Software-Player für Blu-rays am Markt. Nero 12 unterstützt Windows XP bis Windows 8, allerdings wurde keines der Programme als Metro-App umgesetzt. Das sei auch in Zukunft nicht zu erwarten, da Microsoft Metro-Programmen keinen Zugriff auf optische Laufwerke gewährt. Die Software soll ab dem 24. September für 80 Euro nebst einer Platinum-Version samt Blu-ray-Wiedergabe für 100 Euro erscheinen. (hag)

Neue Spielkonsolen von Sony und Nintendo

Sony will am 28. September eine kleinere Hardware-Revision der Playstation 3 veröffentlichen. Das Modell mit 500-GByte-Festplatte und „FIFA 13“ soll 300 Euro kosten. Am 12. Oktober folgt eine Version mit 12 GByte Flash-Speicher für 230 Euro.

Nintendo folgt am 30. November mit der Wii U, ebenfalls in zwei Varianten. Eine Basic-Version für 300 Euro bringt einen 8 GByte großen Flash-Speicher mit. Dieser kann durch USB-Speicher oder SD-Karten erweitert werden. Für 50 Euro mehr bekommt man ein „Premium Pack“ mit 32 GByte Flash-Speicher, einer Ladestation für den Tablet-Controller sowie einer Infrarot-Lichtleiste (Sensorbar), wie man sie von der Wii her kennt. Diese ist für alte Wii-Titel nötig, zu der die Wii U in den meisten Fällen kompatibel sein soll. Die enthaltene Minispielsammlung „Nintendo Land“ erläutert die Funktionen der neuen Hardware mit zwölf kurzen Spielchen. Premium-Kunden erhalten zudem bis Ende 2014 Rabatt-Punkte im Download-Shop. Ansonsten unterscheiden sich die Modelle lediglich in der Farbe: Die Basic-Konsole ist weiß, die Premium-Version schwarz.

Laut Nintendo werde man Download-Spiele von der Wii auf die Wii U übertragen können. Die Wii U hält 1 GByte RAM für ihre Full-HD-Spiele, ein weiteres GByte für das Betriebssystem bereit. Spiele werden auf Discs mit 25 GByte Speicherkapazität ausgeliefert, die mit 5X rotieren. Die Wii U erlaube den Anschluss von zwei Tablet-Controllern, die separat verkauft werden, sobald Spiele diese Funktion unterstützen.

Als wichtigsten der voraussichtlich zehn Launch-Titel zeigte Nintendo „New Super Mario Bros. U“. Es soll begleitet werden von „FIFA 13“ (EA), „Rayman Legends“ und „ZombiU“ (Ubisoft) sowie „Call of Duty: Spec Ops 2“ (Activision). In der bis März dauernden Anlaufphase will Nintendo „Lego City: Undercover“ nachreichen, ebenso wie Ubisoft „Assassin’s Creed 3“ und Disney „Epic Mickey 2“. Zudem habe Nintendo die Exklusivrechte an „Bayonetta 2“ für die Wii U erworben, gab der Hersteller bekannt. (hag)

Freie Videobearbeitung neu aufgelegt

Die Avidemux-Entwickler haben Version 2.6 ihres plattformübergreifenden Videobearbeitungprogramms veröffentlicht. Zu den Neuerungen zählen OpenGL-Filter unter Linux und Mac OS X; Windows-User sollten OpenGL abschalten, falls Avidemux beim Laden von Videos abstürzt.

Avidemux 2.6 kann mit variablen Frameraten und mehreren Audiospuren umgehen. Außerdem unterstützt es das Hardware-gestützte De- und Encoding auf Nvidia-Grafikkarten über die VDPAU-Schnittstelle. (mid)

Universeller Internet-Standard für Audio

Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat den „Opus Interactive Audio Codec“ formal zum Internet-Standard erhoben und als RFC 6716 samt Quell-Code einer Referenzimplementierung veröffentlicht. Neben dem betagten G.711 ist das Opus als obligatorischer Codec für WebRTC vorgesehen, das Echtzeitkommunikation mit HTML5-Technik ermöglichen soll.

Opus tritt als universeller Sprach- und Musik-Codec an, der sich sowohl für Sprachübertragung bei geringen Bandbreiten (ab 6 kBit/s) und Latenzen (ab 5 ms) als auch für Stereomusik mit bis zu 510 kBit/s eignet. Um das zu erreichen, haben die Entwickler zwei Algorithmen miteinander gekoppelt: Der für Sprachanwendungen gedachte „Linear-Prediction-Layer“ von Opus setzt auf dem Skype-Sprachcodec SILK auf, der musiktaugliche auf „Constrained-Energy Lapped Transform“ (CELT).

Die Referenz-Implementierung des En- und Decoders steht unter der sehr liberalen BSD-Lizenz, dennoch ist Opus nicht frei von Patenten, die Xiph.Org, Broadcom und Microsoft gehören. Alle drei räumen den Nutzern jedoch unwiderruflich die kostenfreie Nutzung des Codecs ein.

Firefox, Opera, VLC media player, foobar2000, FFmpeg, GStreamer und die LAV Filters unterstützen Opus bereits oder wollen das Format in Kürze integrieren.

Opus will nicht nur ein breites Anwendungsspektrum abdecken, sondern verspricht auch besonders gute Qualität. Bei einem ersten Hörtest klangen die vom veröffentlichten Referenz-Encoder produzierten Dateien bei 64 kBit/s deutlich schlechter als HE-AAC und Ogg Vorbis. Erst bei Verwendung einer um ein psychoakustisches Modell erweiterten experimentellen Version (siehe c’t-Link) war Opus mindestens gleichauf oder tendenziell den gängigen Musik-Codecs überlegen. Einen Vergleich mit dem vom Fraunhofer IIS entwickelten Telefonie-Codec „Full-HD Voice“ (Enhanced Low Delay AAC, ELD-AAC) konnten wir noch nicht vornehmen. (vza )

4K-Videoschnitt für Heimanwender

Mit Ultra-HD-Auflösung (4K) und Multi-GPU-Unterstützung geht der PowerDirector 11 ins Rennen. CyberLink hat den Funktionsumfang seiner Videoschnitt-Software deutlich erweitert und die Korrekturmöglichkeiten für Video, Audio und Fotos ausgebaut. Dabei spielt die Inhaltsanalyse eine wichtige Rolle; sie beobachtet nach Herstellerangaben Szenen mit Gesichtern, Bewegungen, Zoom-Aktionen oder Schwenks, um Unregelmäßigkeiten bei der Belichtung oder Verwackelungen zu korrigieren. Die Zeitleiste des Video-Editors verarbeitet nun maximal 100 Spuren, was auch für aufwendige Projekte reichen dürfte. Dank Ripple-Bearbeitung kann man Videoclips auf der Zeitleiste einfügen oder entfernen, ohne dass sich die Anordnung der anderen Objekte ändert. Mittels umschaltbarer, individuell einstellbarer Hotkeys soll die Bedienung per Tastatur noch schneller von der Hand gehen. Das Vorschaufenster lässt sich nun auf einen zweiten Monitor auslagern, um eine Full-HD-Ansicht zu ermöglichen.

Je nach erworbenem Paket stehen dem Video-Editor diverse Erweiterungen zur Seite, die sich nahtlos in das Bedienkonzept einfügen sollen. Zur Farbkorrektur – auch regional begrenzt – eignet sich ColorDirector, das auch eine Bewegungsverfolgung (Tracking) ermöglichen soll. Um automatisch störenden Lärm auszublenden, bietet sich AudioDirector an; auch exakt synchrone Soundeffekte lassen sich damit erzeugen. Zur Bearbeitung von Fotos und Pixelgrafik dient PhotoDirector, das in Version 4 in der „Director Suite“ mit im Paket liegt.

PowerDirector 11 läuft ab Windows XP (SP3) und erwartet mindestens einen Pentium Core 2 Duo E6400, für die Bearbeitung von Full-HD-Material einen Intel Core i7 oder AMD Phenom II X4. Das Programm ist online ab 19. 9. 2012 in unterschiedlichen Ausstattungsstufen zu Preisen zwischen 70 Euro (PowerDirector Deluxe ohne Erweiterungen) bis 300 Euro (Director Suite mit allen Zusatzprogrammen) erhältlich; im Handel wird das Paket ab Oktober zu haben sein. (uh)

Mediatheken auf HD+-Plattform

Die zur Mediengruppe RTL Deutschland gehörige RTL interactive GmbH und die SES-Tochter HD Plus GmbH wollen noch in diesem Jahr die Mediatheken RTL Now, Vox Now und Super RTL Now als Teil der kommenden HD+-Plattform „HD+ Replay“ anbieten. Damit lassen sich Sendungen nach dem Ausstrahlungstermin über den TV-Bildschirm abrufen. Technisch wird das Angebot über den programmbegleitenden Online-Dienst HbbTV realisiert. Voraussetzung dafür ist ein „HD+ Smart TV“-Receiver; eine Freischaltung des bestehenden linearen HD+-Angebotes ist nicht erforderlich. „HD+ Smart TV“ ist praktisch das Online-Portal von HD+; nähere Informationen zum Angebot bekommt man aktuell über einen Demokanal, der über Astras Hauptorbitalposition 19,2 Grad Ost ausgestrahlt wird.

„HD+ Smart TV“ ist kostenlos, „HD+ Replay“ soll dagegen kostenpflichtig sein. Wie hoch das „Zugangsentgelt“ sein wird, will der Anbieter noch mitteilen. Bis Weihnachten soll es zudem auch Empfangsgeräte geben, mit denen sich „HD+ Replay“ nutzen lässt. (nij)

Audio/Video-Notizen

Das Video-on-Demand-Angebot des Media Markt lässt sich nun auch auf dem aktuellen Streaming-Player WDTV Live nutzen. Voraussetzung dafür sind neben einem Breitband-Internetzugang ein Kundenkonto bei der Media-Markt-Online-Videothek und ein Firmware-Update.

Knapp ein Jahr nach dem Start in den USA bietet Yahoo sein Videoportal Screen nun auch in Deutschland an. Das Angebot umfasst laut Unternehmen zunächst rund 1000 kostenlose Programmstunden an Eigenproduktionen und Lizenz-Formaten, die auf einer Portalseite zusammengefasst werden.

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