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Anonymer Browser

Der kostenlose JonDoBrowser soll unbeobachtetes Surfen erlauben. Er wehrt dazu Spionage durch Cookies und TLS-Session-Ids ab und schützt vor Cache-Angriffen, verräterischen Plug-ins und gefälschten SSL-Zertifikaten. Die Lesezeichenleiste enthält Links, über die man auch andere Internet-Dienste wie Mail anonym nutzen kann.

Der JonDoBrowser soll die bisherige Lösung JonDoFox ablösen, die den Standard-Firefox konfigurierte und erweiterte. Das sei notwendig geworden, da im Firefox-Code immer mehr „datenschutzschädliche Funktionen“ auftauchten, schreibt der Hersteller JonDos. Die Entwicklung erfolgte in Kooperation mit dem Tor-Projekt. Die Beta-Version ist für Windows Mac OS X und Linux erhältlich.

Der Browser ist portabel und belegt rund 60 MByte. Er nutzt standardmäßig die Proxy-Kaskade von JonDos, die die IP-Adresse verschleiert. Der lokale Java-Proxy dafür muss getrennt installiert werden. Der Dienst ist mit beschränkter Geschwindigkeit kostenlos, ungedrosselt kostet er zwischen 5 Euro für 650 MByte und 100 Euro für 6 Monate mit je 5 GByte. (ad)

VDSL von Congstar

Die Telekom-Tochter Congstar bietet nun auch VDSL-Anschlüsse mit bis zu 50 MBit/s in Empfangs- und 10 MBit/s in Senderichtung an. Sie kosten inklusive Flatrate für Daten und VoIP-Telefonie ins deutsche Festnetz 35 Euro im Monat. Teuer sind allerdings VoIP-Gespräche in Mobilfunknetze mit 22 Cent pro Minute; lediglich Congstar-Handys erreicht man günstig für 9 Cent.

Der Tarif wird auch ohne die Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren angeboten. Dann kostet die Bereitstellung einmalig 60 statt 40 Euro und der Router 70 statt 30 Euro. Congstar-Mobilfunkkunden, die in diesem Jahr einen VDSL-Vertrag abschließen, erhalten einen UMTS-Stick und drei Monate mobile Internet-Nutzung kostenlos (Drosselung nach 1 GByte/Monat). (ad)

Online-Werbung wächst zweistellig

Die Online-Werbebranche erwartet für das Jahr 2012 ein deutliches Wachstum. So rechnet sie mit einem Bruttoinvestitionsvolumen von 6,44 Milliarden Euro – ein Plus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus dem „OVK Online-Report 2012/02“ hervor, der im Rahmen der Online-Werbemesse dmexco vorgestellt wurde (siehe c’t-Link). Besonders stark, um etwa 70 Prozent, soll der Studie zufolge der Bereich der mobilen Werbung wachsen. Das starke Wachstum zeigte sich auf der dmexco selbst: 578 Aussteller präsentieren ihre Produkte auf der Messe – ein Plus von mehr als dreißig Prozent zum Vorjahr.

Einige Anbieter zeigten neue Werbeformen für Smart-TVs. So kann eine Lösung des US-Anbieters Rovi Werbung in den Menüs einblenden, vom simplen Werbebanner über Videoinhalte bis hin zu Reklame für bestimmte Angebote in den App-Stores der Hersteller. Der Werbevermarkter der RTL-Gruppe IP Deutschland experimentiert derweil mit Anwendungen für HbbTV. Der Standard blendet programmbezogene Internet-Inhalte ein und ermöglicht es, Apps einzubinden. (jo)

Internet-Notizen

Mobilfunknetzbetreiber beschweren sich über die Bundesnetzagentur, die Anträge für Richtfunkstrecken zu langsam genehmige und dadurch den LTE-Ausbau behindere. Über 10 000 Anträge sollen in der Warteschleife stehen, sodass fertig installierte LTE-Basisstationen nicht mit Daten versorgt werden können.

Googles Webdienste wie Mail oder Kalender werden den Internet Explorer 8 nicht mehr unterstützen. Da Microsoft den IE 9 nicht unter Windows XP anbietet, müssen die Nutzer von Google-Diensten dort auf andere Browser ausweichen.

Amazon eröffnet einen Marktplatz für reservierte EC2-Instanzen. Anwender, die vorab günstige Pauschalbeträge bezahlt haben, können hier künftig mit nicht benötigten oder ungeeigneten Cloud-Ressourcen handeln.

Google Maps kennt nun die Fahrpläne der Deutschen Bahn und kann deren Verbindungen in Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln einbeziehen. Dazu gehören auch S-Bahnnetze in größeren Städten; aktuelle Informationen wie Verspätungen werden nicht berücksichtigt.

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