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Mit LVM-Support

Die Parted-Magic-Entwickler haben die Version 2012_09_12 des Live-Linux zur Festplattenpartitionierung und Datenrettung veröffentlicht. GParted liegt nun in Version 0.13.1 bei und unterstützt von Haus aus LVM. Damit lassen sich auch neue Volumes anlegen und vorhandene prüfen, verschieben, löschen und in ihrer Größe verändern.

Weiterhin haben die Entwickler den Kernel auf Version 3.5.3 aktualisiert und verschiedene Anwendungen und Systemprogramme auf den neuesten Stand gebracht – so gehört zum Beispiel Firefox 15.0.1 zum Lieferumfang. Das Live-Linux steht als ISO-Image bei SourceForge zum Download (siehe c’t-Link). (lmd)

Erste Beta von Ubuntu 12.10

Canonical hat die erste Beta-Version von Ubuntu 12.10 veröffentlicht. Neu ist, dass es für die Desktop-Variante nur noch ein einziges, etwa 800 MByte großes ISO-Image gibt, das sich entweder auf eine DVD brennen oder auf einen USB-Stick übertragen lässt – Installations-CDs gibt es künftig nur noch für die Server-Varianten. Auch die Ubuntu-Ableger Kubuntu, Edubuntu und Lubuntu haben mit der Entwicklung Schritt gehalten und erste Beta-Versionen ihrer Linux-Distributionen veröffentlicht. Die Entwickler des Ubuntu Gnome Remix hingegen wollen ihre erste Beta-Version erst veröffentlichen, wenn auch die Beta 2 von Ubuntu 12.10 erscheint.

Der Standard-Desktop ist weiterhin Unity. Die Entwickler haben den Desktop in der ersten Beta von Ubuntu 12.10 lediglich auf Version 6.4 aktualisiert, mit der Datei-Vorschauen im Dash möglich sind und bei der die neue Coverflow-Ansicht bereits implementiert wurde, mit der man eine Reihe Icons per Maus durchblättern kann. Beim Kernel setzt Canonical auf Linux 3.5.3, die in der Beta-Version enthaltenen Open-Source-3D-Treiber sollen schon den Grafikkern von AMDs Trinity-Prozessoren und einige andere in den letzten Monaten vorgestellte Grafikchips unterstützen.

Die zweite Beta-Version von Ubuntu 12.10 Quantal Quetzal soll am 27. September erscheinen, der Release Candidate zwei Wochen später. Die offizielle Vorstellung des neuen Ubuntu ist für den 18. Oktober geplant. (mid)

Kostenlose CrossOver-Lizenzen von CodeWeavers

Anlässlich der US-Präsidentschaftswahlen hat CodeWeavers erneut kostenlose Lizenzen für den kommerziellen Windows-Emulator CrossOver in Aussicht gestellt: Sollten bis zu den Wahlen am 6. November 2012 insgesamt 100 000 Personen versprechen, zur Wahl zu gehen, will CodeWeavers im Rahmen seiner „Flock the Vote“-Aktion 24 Stunden lang kostenlos Lizenzen von CrossOver für Mac und Linux weltweit an jedermann verteilen.

Die Lizenzen sind den herkömmlichen kommerziellen Lizenzen, die im CodeWeavers-Online-Shop für 51 Euro angeboten werden, gleichgestellt und umfassen 12 Monate Support. Pro Person gibt es aber nur eine Lizenz. Das „Flock the Vote“-Programm sollte eigentlich die Wahlbeteiligung steigern. Seit Mitte September hat CodeWeavers die Registrierung (siehe c’t-Link) weltweit für jeden freigegeben – wohl wissend, dass viele den nächsten US-Präsidenten gar nicht wählen dürfen. (mid)

Erster Release Candidate von Samba 4

Die Samba-Entwickler haben den ersten Release Candidate fertiggestellt. Die wichtigste Neuerung von Samba 4 ist ein zu Microsofts Active Directory kompatibler Verzeichnisdienst. Beim ersten Release Candidate wird nun erstmals standardmäßig der interne DNS-Server verwendet, den Kai Blin implementiert hat – bislang hat diese Aufgabe eine Bind-Instanz übernommen. Der interne DNS-Server unterstützt auch schon signierte DNS-Updates.

Ansonsten gibt es viele Detailveränderungen. So sind die verschiedenen Skripte zur Server-Konfiguration jetzt Bestandteil des zentralen Konfigurationswerkzeugs samba-tool. Von einem produktiven Einsatz raten die Samba-Entwickler weiterhin ab, hoffen aber, dass einige interessierte Nutzer den Release Candidate testen. Einen offiziellen Release-Termin für Samba 4 gab es bei Redaktionsschluss noch nicht. (ps)

OpenStreetMap-Lizenzwechsel ist abgeschlossen

Mitte September hat das OpenStreetMap-Projekt den lange geplanten Wechsel der Datenbank-Verbreitungslizenz von Creative Commons (CC-BY-SA 2.0) auf die neue Open Database License (ODbL) abgeschlossen. Der Wechsel war notwendig, da sich die Creative-Commons-Lizenz nach vorherrschender Meinung nur unzureichend auf Datensätze in Datenbanken anwenden lässt.

Für Nutzer der OpenStreetMap-Karten ändert sich fast nichts: Sämtliches Kartenmaterial, das auf Basis der OpenStreetMap-Daten erzeugt wird, steht weiterhin unter der Creative-Commons-Lizenz zur Verfügung. Lediglich die OSM-Geodaten werden künftig nur noch unter der neuen Lizenz veröffentlicht.

Allerdings haben einige Kartografen dem Lizenzwechsel nicht zugestimmt, sodass ihre Geodaten mit dem Wechsel automatisch aus der Datenbank entfernt wurden. Die Auswirkung auf die OpenStreetMap-Karten sind jedoch gering, es gibt lediglich vereinzelte Beschwerden, dass zum Beispiel in Norddeutschland bei manchen Stromtrassen die Masten fehlen, die beim Erfassen des Trassenverlaufs noch vorhanden waren. (rek)

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