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Nokia und HTC mit Windows Phone 8

Anfang November dürften die ersten Smartphones mit Windows Phone 8 auf den Markt kommen – Nokia und HTC haben schon Details verraten.

So bekommt das Nokia Lumia 920 ein sehr helles und mit Handschuhen bedienbares 4,5-Zoll-Display mit 1280 × 768 Punkten, einen Zweikern-Prozessor mit 1,5 GHz, 1 GByte RAM und 32 GByte Speicher. Es hat ein wertiges Metallgehäuse in Rot, Gelb, Schwarz oder Weiß, ist allerdings recht schwer: 185 Gramm. Die Kamera soll einen besonders rauscharmen Sensor und – ein Novum in Smartphones – einen mechanischen Bildstabilisator haben, sie schießt 8-Megapixel-Fotos und FullHD-Videos. Etwas ungeschickt bezeichnet Nokia die Kamera als PureView, obwohl die Käufer damit eher die hervorragende 41-MP-Kamera im Symbian-Smartphone PureView 808 verbinden dürften. Peinlich: Nokia musste einräumen, dass die in Werbespots angeblich mit dem Lumia 920 aufgenommenen Videosequenzen in Wirklichkeit von einer Profi-Kamera stammen.

Außer schnellem UMTS (HSPA bis 42,2 MBit/s) ist LTE an Bord, und zwar ein Modul mit fünf Bändern: die drei auch in Deutschland verwendeten mit 800, 1800 und 2600 MHz sowie zusätzlich 900 und 2100 MHz. So kann das 920 also LTE bei Vodafone, O2 und der Telekom nutzen, das beispielsweise in den USA verbreitete 700-MHz-Band fehlt. Eingebaut sind zudem ein NFC-Chip und eine Möglichkeit, das Telefon (per Qi-Standard) drahtlos zu laden; drei passende Ladestationen beispielsweise für den Nachttisch oder das Büro hat Nokia im Programm. JBL bietet einen Lautsprecher an, der automatisch Musik abspielt und das Handy lädt, sobald man es darauf legt.

Das günstigere Lumia 820 hat ebenfalls Fünfband-LTE, ist kleiner und leichter (160 Gramm) sowie zusätzlich in Türkis, Lila und Grau erhältlich. Sein 4,3-Zoll-Display zeigt wie die bisherigen Windows-Smartphones 800 × 480 Pixel. Die Funktion zum kabellosen Laden lässt sich per Wechselcover nachrüsten. Preise nannte Nokia nicht.

Das HTC Windows Phone 8X wiegt mit 130 Gramm deutlich weniger als das Lumia 920, hat aber ein fast genauso großes Display: 4,3 Zoll mit ebenfalls 1280 × 768 Punkten. Passend zur Oberklasse hat es NFC, 11n-WLAN mit Dualband, 1 GByte Speicher, 8-MP-Kamera, die wie auch die Frontkamera FullHD-Videos dreht, und einen 1,5-GHz-Zweikerner – aber nur 16 GByte Flash, und von einem MicroSD-Slot ist keine Rede. Per UMTS erreicht es 42 MBit/s, LTE ist nicht vorgesehen. Das Gehäuse ist aus einem Stück Polycarbonat (Unibody) gefertigt und in Blau, Grau und Rot erhältlich. Der Kopfhörerausgang bekommt HTCs Audioverbesserung Beats Audio und einen Verstärker, der für ein besonders lautes Ausgangssignal sorgen soll. Für 550 Euro soll das 8X in den Handel kommen.

Nur 300 Euro soll das HTC Windows Phone 8S kosten, und mit 113 Gramm ist es eines der leichtesten Smartphones am Markt. Von den aktuellen Windows-Phones hebt es sich hauptsächlich mit seinem Zweikern-Prozessor ab, doch die anderen Eigenschaften ähneln: 4-Zoll-Display mit 800 × 480 Punkten, 21-MBit-HSPA, 5-MP-Kamera, keine Frontkamera, 512 MByte RAM, 4 GByte Flash – aber dann doch ein MicroSD-Schacht. Das Polykarbonat-Gehäuse hat unter dem Display eine farbig abgesetzte Klappe und ist in Schwarz mit weißer Klappe, Grau mit Neongelb, Orange mit Rot und ganz in Blau erhältlich.

Die Navigations-App von Nokia ist übrigens nicht an Bord, nur das Kartenmaterial. Microsoft hat die HTC-Handys als Referenzdesigns für Windows Phone 8 bezeichnet, ohne das näher zu erläutern.

Zusätzlich wird es das schon im vorigen Heft erwähnte Samsung Ativ S geben. Es ist mit 135 Gramm für sein 4,8-Zoll-Display (1280 × 768 Punkte) auffällig leicht. LTE hat es nicht, nur HSPA+. 550 Euro soll es kosten. (jow)

Android-Smartphone mit 2-GHz-Intel-Prozessor

Bislang ist auf dem deutschen Markt noch kein Android-Smartphone mit Intel-Prozessor erhältlich, doch das wird sich im Oktober ändern: Motorola bringt das Razr i, ein Android-4.0.4-Smartphone mit Intel Atom Z2480 alias Medfield. Der Prozessor läuft mit 2 GHz – höher als in allen anderen Smartphones und den ersten Netbooks. Durch Hyper-Threading werden die Funktionseinheiten besser ausgelastet als bei einem reinen Einkern-Prozessor, aber ein echter Zweikern-Prozessor ist Medfield nicht.

Das Display (4,3-Zoll-Super-AMOLED, 960 × 540) nimmt fast die gesamte Vorderseite ein, dadurch soll das Gerät trotz der Displaygröße noch einhändig bedienbar sein. Motorola verbaut 1 GByte RAM, 8 GByte Flash-Speicher (wovon dem Anwender 5 GByte zur Verfügung stehen), MicroSD-Slot, 8-Megapixel-Kamera mit Video-Aufzeichnung in Full-HD und Dualband-WLAN. Dazu kommen die üblichen Sensoren wie NFC, aGPS und Glonass sowie Bluetooth (2.1+EDR). LTE fehlt, das Razr i beherrscht lediglich GSM und UMTS mit HSPA. Ein Update auf 4.1 ist wahrscheinlich.

Die Geschwindigkeit des Prozessors nutzt Motorola unter anderem zur Beschleunigung der Kamera, die nach einer Sekunde startbereit sein soll und bis zu 10 Bilder pro Sekunde knipsen kann. 20 Stunden Laufzeit in einem nicht näher spezifizierten Mischbetrieb verspricht Motorola, der Akku hat eine Kapazität von 2000 mAh. Das Smartphone soll im Oktober für 400 Euro erhältlich sein.

Zudem hat Motorola das Razr HD mit einem 4,7-Zoll-Super-AMOLED-Display (1280 × 720) vorgestellt. Laut Datenblatt wird es in allen in Europa üblichen LTE-Bändern sowie dem in den USA genutzten Band um 700 MHz funken – damit wäre es das erste LTE-Smartphone, das sich in Europa und den USA einsetzen ließe – sowie die üblichen GSM- und UMTS-Frequenzen unterstützen. Der 2500-mAh-Akku soll 16 Stunden halten, das Telefon ist dennoch nur 8,4 Millimeter dick. Als Prozessor nutzt Motorola einen Dual-Core-Snapdragon mit 1,5 GHz Taktfrequenz, die weitere Ausstattung entspricht dem Razr i. Zusätzliche Details zu den Modellen liefert die Handy-Galerie auf heise online (siehe Link). (ll)

Günstiger E-Ink-Reader

Die Medienhändler Weltbild und Hugendubel bieten mit ihrem eBook Reader 4 ein mit 60 Euro besonders günstiges Lesegerät mit E-Ink-Display an. Für den vergleichsweise niedrigen Preis muss der Nutzer aber einige Einschränkungen in Kauf nehmen. So fehlt beispielsweise WLAN, und der interne Speicher ist mit 2 GByte arg klein. Mit Inhalten befüllen kann man ihn per USB-Anschluss oder mittels einer maximal 32 GByte großen MicroSD-Karte. Eine Akkuladung soll bis zu einen Monat Betrieb erlauben.

Der 6-Zoll-Reader wiegt 216 Gramm und zeigt 800 × 600 Pixel in 16 Graustufen an. Die Medienhändler versprechen Unterstützung für viele gängige E-Book-Formate sowie den Kopierschutz Adobe DRM. In den E-Book-Shops von Weltbild und Hugendubel stehen nach Unternehmensangaben mehr als 280 000 Werke zur Auswahl. Diese müssen nach dem Kauf per PC heruntergeladen und über Adobe Digital Editions an den Reader übertragen werden. (mho)

Mobilfunk-Notizen

Apple hat in erster Instanz vor dem Landgericht München I ein Patentverfahren gegen Motorola gewonnen. Motorola nutzt bei seinen Android-Smartphones das sogenannte „Overscrolling“, eine Technik die beim Verschieben von Inhalten mit dem Finger einen Hintergrund anzeigt, wenn das Ende der Daten erreicht ist. Apple kann nun gegen Zahlung einer Kaution ein vorläufiges Verkaufsverbot für alle betroffenen Motorola-Geräte in Deutschland erwirken.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Rohstoff-Expedition gestartet. Schulen können eine Sammelbox für Althandys bestellen (siehe Link), die fleißigsten Sammler erhalten Preise im Wert von insgesamt 10 000 Euro.

Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard arbeitet nach der Pleite mit dem Smartphone-Betriebssystem WebOS wieder an der Entwicklung von Smartphones. Weitere Angaben machte CEO Meg Whitman im Gespräch mit US-Medien nicht; erste Benchmark-Ergebnisse eines Android-Gerätes namens HP Bender wurden jedoch schon im Netz gesichtet.

Mitte September waren nach Angaben von Google über 500 Millionen Android-Geräte aktiviert. Etwa 20 Prozent davon laufen unter der Version 4, nur magere 1,2 Prozent mit der aktuellen Version 4.1 (Jelly Bean).

Ein Facebook-Smartphone wird es nach Angaben von Facebook-CEO Mark Zuckerberg nicht geben, das sei „eine total falsche Strategie für uns“. Stattdessen will das Unternehmen mit seiner Software auf jedem Smartphone vertreten sein.

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