Test & Kaufberatung | Kurztest

PetWorld 3D

Mein Tierheim

Im Tierheim Sonnenblume ist es wie im richtigen Leben: Wer fleißig arbeitet, bekommt immer mehr Arbeit aufgebrummt. Anfangs ist das tägliche Pensum locker zu bewältigen, doch bald sind fast alle Boxen belegt und die Spieler müssen sich ordentlich ranhalten beim Füttern, Kraulen und Bürsten. Das war im PC-Spiel „Mein eigenes Tierheim“ von Tivola nicht anders. Inhaltlich lehnt sich die App eng daran an, wurde jedoch geschickt angepasst: Das Bedienkonzept ist schlüssig, das Streicheln der knuffigen Kaninchen, Katzen und Hunde mit dem Finger viel lustiger als mit der Maus.

Ins Inventar passen nur sechs Dinge gleichzeitig. Wasser wird stets benötigt, ebenso der Abfalleimer – da bleibt wenig Platz für Einstreu, Futter und Leckerlis. So wischen und zoomen die Spieler ständig über die gesamte Anlage, um vom Lager zum Hundezwinger und wieder zurück zum Lager zu eilen, wo sie Hundefutter und -bürste gegen die Meerschwein-Utensilien tauschen. Tier-Spielzeug kann nur in den Außenanlagen eingesetzt werden. Hat man die Türen durch Antippen geöffnet, kann es aber sein, dass sich Pascha oder Miezi noch ein wenig putzen, bevor sie sich ins Freie begeben. Nun erst kann der Spieler sie mit Ball oder Spielzeugmaus beschäftigen – wichtig, damit keine Langeweile aufkommt.

Der Tag im Spiel beginnt um 8 Uhr mit einer Meldung über neue Tiere. Alle Heimbewohner müssen nun routinemäßig versorgt, die Neuzugänge außerdem auf Krankheiten untersucht werden. Ab 9 Uhr 30 wird diese Fleißarbeit von Besuchern unterbrochen. Manche haben eindeutige Wünsche, etwa der kleine Junge, der endlich einen Hamster halten darf. Mehr Beratungsbedarf hat das ältere Ehepaar, das sich nicht einigen kann, ob ein Hund oder eine Katze besser zu ihm passt. Mitunter muss eine Anfrage abgelehnt werden, weil aktuell kein gesunder Hamster zur Hand ist. Passt ein Tier zum Kunden, nimmt dieser es mit, und der Spieler verdient ein Sternchen, mit dem er Dekoration fürs Tierheim kaufen kann. ...

Tivola

|

www.tivola.de

|

iPad mit iOS ab Version 4.3

|

3

|

ab ca. 8 Jahren

Lernen mit Pokémon

Tasten-Abenteuer

Zum Lieferumfang dieses Spiels gehört eine solide gearbeitete Funktastatur. Deren Gegenstück ist eine Bluetooth-Karte auf der Cartridge. Damit die Spielkonsole das Zubehör als Eingabegerät erkennt, genügt es, die Tastatur einzuschalten und eine beliebige Taste zu betätigen. Außerdem liegt eine Halterung bei, in der sich die Spielkonsole – im 180-Grad-Winkel aufgeklappt – hinter der Tastatur aufstellen lässt. Falls Kopfhörer eingestöpselt sind, ist deren Kabel dabei allerdings im Weg. Die mit zwei AA-Batterien betriebene Tastatur verwendet offenbar kein Standard-Bluetooth-Protokoll: Sie ließ sich im Test nicht mit anderen Bluetooth-Geräten koppeln und auch nicht durch eine andere Bluetooth-Tastatur ersetzen.

Die Rahmenhandlung des Spiels ist schnell erzählt: Zwischen T-Tundra, Y-Inseln und Leerschritt-Sektor treiben sich über 400 Pokémon herum. Der Spieler wird von dem Mädchen Lea Taste und dem Forscher Quentin Wertz als neues Mitglied im Team begrüßt. Der Traum des Wissenschaftlers: seltene Pokémon erforschen. Die Aufgaben, die dem Spieler dabei übertragen werden, ähneln sich in jedem Level. Zu Beginn soll er nur den Anfangsbuchstaben einer Pokémon-Art tippen, sobald ein Vertreter dieser Spezies in der Landschaft auf dem oberen Bildschirm auftaucht. Der untere Bildschirm zeigt gleichzeitig eine Minitastatur, in der die geforderten Tasten farbig markiert sind. Durch schnelles, möglichst fehlerfreies Tippen erringt der Spieler Medaillen und schaltet höhere Level frei. Hier gilt es dann, zwei, drei und mehr Buchstaben abzutippen bis schließlich alle Buchstaben in SERPIROYAL, DUSSELGURR oder KARADONIS geschrieben werden müssen.

Die Pokémon-Fantasiewesen geistern seit 1996 durch viele Nintendo-Spiele und haben eine große Fangemeinde. Als Zeitvertreib für überzeugte Pokémon-Fans mag das Spiel nebenbei auch einen gewissen Trainingseffekt haben. Wer die Pokémon nicht kennt, wird mit der flauen Rahmenhandlung jedoch wenig anfangen können. Zum gezielten Tipptraining taugt das Spiel kaum: Anders als ein systematischer Tippkurs fordert es sehr bald die Eingabe aller Zeichen und unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Bezeichnungen wie WIE-SHU sind ungeeignet, das Tippen typischer Kombinationen wie „sch“ einzuüben. Außerdem mahnen gesprochene und schriftliche Kommentare am Ende vieler Übungen, das Tempo zu erhöhen – wer sicher Tippen lernen möchte, sollte aber zunächst an der Präzision arbeiten. (dwi) ...

Nintendo

|

www.pokemon.de

|

www.nintendo.de

|

Nintendo DS/3DS

|

55

|

ab ca. 8 Jahren

|

EAN 045496471804

Sie möchten wissen, wie es weitergeht?

Als c't-Plus-Abonnent gratis lesen

Anmelden als c't-Plus-Abonnent

Anzeige
Anzeige