Flache Vielfalt

Ultrabooks mit 11- bis 15-Zoll-Bildschirmen

Test & Kaufberatung | Test

Große Vielfalt bei Subnotebooks: Asus verwendet matte Displays mit sehr hoher Auflösung, Toshiba einen Bildschirm im neuen 21:9-Format. Acer hat ein Ultrabook mit Thunderbolt im Angebot, Fujitsu eines mit Dockingstation – und bei Samsung kommt ein AMD-Prozessor statt Intel zum Einsatz. Zudem gibt es in der flachen Bauweise nicht mehr nur 11- und 13-Zöller, sondern auch größere Geräte mit 14- und 15-Zoll-Bildschirmen und Platz für optische Laufwerke und 3D-Grafikchips.

Seit rund einem Jahr wirbt Intel kräftig für Ultrabooks und hat damit den Markt der Subnotebooks ordentlich aufgemischt. Waren flache und leichte Notebooks mit langer Laufzeit früher häufig auch besonders teuer, so beginnen die Preise mittlerweile bei unter 700 Euro. Das liegt an mehreren Faktoren: Zuschüsse, höheren Absatzzahlen und feinerer Marktsegmentierung.

Halten sich die Notebook-Hersteller an einige Intel-Vorgaben, so gewährt Intel Werbe- und Marketingzuschüsse, die den Gerätepreis drücken – wie hoch diese ausfallen, ist aber unbekannt. Zu den Logo-Anforderungen gehört – außer dem obligatorischen Intel-Prozessor – eine Gehäusedicke von maximal 18 Millimetern bei 11- und 13-Zoll-Ultrabooks beziehungsweise 21 Millimetern ab 14 Zoll. Auch müssen die Geräte mindestens fünf, besser acht Stunden ohne Netzteil auskommen – erstrebenswerte Eigenschaften, die maßgeblich den Reiz von Ultrabooks ausmachen.

Weil der Entwicklungsaufwand, ein Notebook besonders flach zu bauen, in der zweiten Gerätegeneration nicht mehr so hoch ist wie noch am Anfang, werden die Geräte billiger. Den gleichen Effekt haben größere Stückzahlen – wenngleich die von Intel ursprünglich anvisierten 40 Prozent Marktanteil keinesfalls erreicht wurden. Überdies haben die Notebook-Hersteller anfangs noch versucht, Apples MacBook Air nachzueifern, wobei die wertigen Metallgehäuse ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor sind. Inzwischen fahren einige Hersteller zweigleisig: Sie haben eine Modellreihe mit edlen Gehäusen und vielen Features jenseits der 1000-Euro-Marke und eine darunter. Deren Gehäuse sind auch robust und ordentlich verarbeitet, aber eben aus anderen Materialen; statt teuren, großen SSDs kommen Festplatten in Verbindung mit kleinen SSD-Caches zum Einsatz. Ganz ohne Cache geht es nicht, weil sich Intels Zeitvorgaben für das Aufwachen aus dem Standby mit Festplatten allein nicht einhalten lassen.

Zum Test haben sich fünfzehn flache Notebooks im c’t-Labor eingefunden: von Acer das Aspire Timeline Ultra M5-581TG (15,6 Zoll) und das Aspire S5-391 (13,3 Zoll), von Apple die beiden MacBook Air mit 11,6- und 13,3-Zoll-Bildschirm. Diese Bildschirmdiagonalen haben auch die beiden ZenBook Prime UX21A und UX31A von Asus. Dell hat frisch das XPS 14 (14 Zoll) im Angebot, Fujitsu seine Ultrabook-Erstlinge Lifebook U772 (14 Zoll) und UH572 (13,3 Zoll). HP und Lenovo waren mit jeweils einem Gerät vertreten, nämlich dem Envy Spectre XT (13,3 Zoll) respektive dem ThinkPad X1 Carbon (14 Zoll). Schließlich haben wir von Samsung die Modelle Serie 5 535U4C (14 Zoll) und Serie 9 900X3C (13,3 Zoll) sowie Toshibas Satellite U840W (14,4 Zoll) und Z930 (13,3 Zoll) ausgewählt.

Diversifizierung

Haben sich die Ultrabook-Hersteller anfangs noch auf 11- und 13-Zoll-Geräte beschränkt [1], so sind inzwischen auch etliche 14- und 15-Zöller erhältlich. Deren Grundfläche ist etwas größer, doch vor allem die von Intel erlaubten Dickenzuwachs um drei Millimeter eröffnen neue Möglichkeiten: Da passt dann zusätzlich ein 3D-Grafikchip oder ein optisches Laufwerk hinein. In Dells XPS 14 und Samsungs 535U4C arbeiten Einstiegsgrafikchips, in Acers Aspire M5 eine flotte Mittelklasse-GPU. Acer und Samsung statten die beiden genannten Notebooks zudem mit DVD-Laufwerken aus. Fujitsu hingegen macht seinen 14-Zöller Lifebook U772 nicht dicker als 13-Zöller, baut im Boden aber einen Anschluss für die optionale Dockingstation ein.

Von 11,6-Zöllern halten die meisten Hersteller offensichtlich wenig: Samsung hat keinen Nachfolger für sein 900X1A vorgestellt, sodass es aktuell nur Apples MacBook Air 11 sowie das ZenBook UX21A von Asus mit dieser Bildschirmdiagonale gibt. Asus spendiert dem ZenBook ein hochauflösendes Full-HD-Display (1920 × 1080) – noch dazu in blickwinkelunabhängiger IPS-Technik und mit matter Oberfläche. Die hohe Auflösung sorgt für eine sehr feine Pixeldichte von 190 dpi – da muss man schon die Windows-Zoomlevel benutzen, um vernünftig arbeiten zu können [2].

Ein mattes Full-HD-IPS-Panel schmückt auch den 13,3-Zoll-Bruder UX31A. Seine Pixeldichte von 166 dpi ist für Personen mit guten Augen lesbar, alle anderen dürften den Windows-Zoom auf 125 Prozent angenehmer finden – die Vorinstallation ist sinnvollerweise bereits so eingestellt.

Bei den Bildschirmen der anderen Geräte muss man sich mit weniger zufriedengeben. Apple nutzt im MacBook Air 13 ein 16:10-Panel mit 1440 × 900 Punkten. Wegen der gleichen Anzahl an Bildzeilen merkt man hier keinen Unterschied zu den 16:10-Displays mit 1600 × 900 Pixeln, die Dell, Lenovo und Samsung (nur 900X3C) ihren Notebooks mit auf den Weg geben.

Toshiba setzt hingegen auf noch mehr Querformat: Das Satellite U840W ist das erste Notebook mit 21:9-Bildschirm. Das Panel zeigt 1792 × 768 Punkte, weshalb man also auch nicht mehr Bildhöhe bekommt als bei den 1366er-Displays des restlichen Testfelds – vom MacBook Air 11 bis hinauf zum 15,6-Zöller Aspire M5.

Acer, Apple, Dell, HP und Toshiba bauen in ihre Ultrabooks Spiegeldisplays ein, die des Acer Aspire M5 und des HP Spectre XT sind zudem ausgesprochen dunkel – da stören Reflexionen umso mehr. Die anderen Kandidaten haben matte Panels, auf denen man auf dem Balkon oder im Café den Bildinhalt sieht und nicht hauptsächlich Spiegelungen. Besonders farbkräftige Panels, an denen sich Fotografen erfreuen würden, waren im Testfeld nicht vertreten – im Gegenteil: In den Notebooks von Fujitsu, aber auch in Samsungs 535U4C und Toshibas Satellite Z930 stecken flaue Displays.

Rechenleistung

Samsungs 535U4C hat im Testfeld eine Sonderstellung inne, denn der dünne 14-Zöller ist kein Intel-Ultrabook, sondern hat eine AMD-CPU – im AMD-Jargon heißt so ein Subnotebook Ultrathin. Der Doppelkernprozessor A6-4455M stammt aus der aktuellen Trinity-Generation [3] und verheizt maximal 17 Watt – so wenig Leistungsaufnahme haben auch Intels ULV-Modelle der Core-i-3000-Schiene [4]. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf liegt ebenfalls auf Intel-Niveau, weshalb – die gleiche Akkukapazität vorausgesetzt – ähnlich lange Laufzeiten möglich sind.

Der A6-4455M läuft mit 2,1 GHz, mittels Turbo dreht er auf bis zu 2,6 GHz auf. Das klingt nach einer höheren CPU-Leistung, als sie etwa das verbreitete Intel-Gegenstück Core i5-3317U (1,7 GHz, mit Turbo 2,6 GHz) liefert, doch das Gegenteil ist der Fall: Die Bulldozer-Architektur des A6 benötigt viele Taktschritte pro Instruktion und schafft bei Single-Thread-Anwendungen nur halb so viel wie der Core i5. Bei Auslastung aller Kerne sieht es noch düsterer aus, denn da ist der Core i5 gleich dreimal so schnell – und AMDs Atom-Konkurrent E-450 nur rund 20 Prozent langsamer. Für Büroarbeiten und Surfen mag das ausreichen, doch über die eine oder andere Gedenkminute darf man sich nicht wundern – und der Unterschied zu Intel fällt in der Praxis auf. Letzteres gilt unabhängig davon, welches ULV-Modell man zum Vergleich heranzieht, denn Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen i5- und i7-Varianten sind mess-, aber nicht spürbar.

Das Dekodieren von Videos übernehmen bei AMD wie Intel spezialisierte Beschleunigungseinheiten für alle gängigen Videoformate. Das Enkodieren von Videomaterial erledigt bei AMD neuerdings eine in Silizium gegossene Spezialeinheit namens VCE; Intels Gegenstück QuickSync arbeitet allerdings um den Faktor 6 schneller. Manche Funktionen hat wiederum AMDs Grafikeinheit der von Intel voraus: Hardwareunterstützung für das automatische Entwackeln von Handy-Videos etwa oder die Korrektur von Hauttönen will Intel erst seiner 2013 anstehenden CPU-Generation Haswell beziehungsweise deren integrierter Grafik beibringen [5].

Grafisches

AMD wirbt damit, dass die Trinity-Grafikeinheit in Spielen schneller als Intels HD 4000 ist, doch das gilt nur für das Trinity-Topmodell A10. Bei A8-, vor allem aber bei A6-Modellen ist die GPU deutlich abgespeckt. Bei den Stromspar-CPUs in den getesteten Notebooks arbeiten die Grafikeinheiten zudem mit verminderten Taktfrequenzen, was die 3D-Rechenleistung spürbar weiter reduziert. Für rudimentäre Anforderungen wie Google Earth reicht die Performance, viele aktuelle Spiele laufen aber allenfalls mit minimalen Details.

Stehen Spiele mit 3D-Welten auf der Anforderungsliste, so muss ein zusätzlicher 3D-Chip an Bord sein. Samsung baut ins 535U4C den Radeon HD 7550M ein, der mit der integrierten Radeon-GPU zusammenarbeitet. Allerdings muss man bei jedem Spiel und jeder Anwendung erst einmal manuell im Treiber festlegen, dass der Zusatzchip auch genutzt wird (Modus „Höchstleistung“) – ab Werk fühlt sich nämlich nur die integrierte Einheit zuständig („Energiesparen“). Auch dann eignet sich das Ultrathin-Notebook nur bedingt zum Spielen, weil die geringe CPU-Leistung einen Flaschenhals bei der Berechnung der Spielmechanik oder der künstlichen Intelligenz darstellt.

Besser machen es Dell und Acer: Im XPS 14 arbeitet der Einstiegs-Chip GeForce GT 630M, im Aspire M5 die Mittelklasse-GPU GeForce GT 640M – Letztere entlockt sogar grafiklastigen 3D-Shootern spielbare Frameraten. Die Detailregler darf man dabei bestenfalls auf mittlere Stellung bringen, denn bei maximaler Detailfülle stoßen selbst dieHigh-End-Grafikchips der klobigen Gaming-Notebooks an ihr Limit. In beiden Ultrabooks schalten sich die Nvidia-GPUs nur dann zu, wenn eine Anwendung 3D-Leistung benötigt – was der Optimus-Treiber nutzerfreundlich automatisch anhand von Profilen entscheidet.

Weil die 3D-Chips beim Arbeiten und Internet-Surfen keinen Strom fressen, kommen solche Hybrid-Notebooks grundsätzlich auf ähnlich lange Laufzeiten wie Modelle ohne Zusatz-Grafikchip. In Testfeld spielen die beiden Ultrabooks mit Nvidia-Chip sogar ganz vorne mit: Acers Aspire M5 schafft satte neuneinhalb Stunden ohne Netzteil, besser ist nur Apples MacBook Air 13. Dells XPS 14 liegt – wie auch das ZenBook UX31A – bei neun Stunden. Samsungs 900X3C hält wie Toshibas Satellite U840W achteinhalb Stunden durch, dessen Bruder Satellite Z930 immer noch hervorragende acht Stunden. Ein Ausreißer nach unten ist Fujitsus Lifebook UH572, das gerade so die von Intel vorgeschriebene Fünf-Stunden-Marke erreicht. Das restliche Testfeld schafft zwischen sechseinhalb und siebeneinhalb Stunden, was immer noch ausreicht, um das Netzteil mal bei einem Tagestrip zu Hause zu lassen.

Für unterwegs

Bei Lenovos ThinkPad X1 und den beiden Fujitsu-Geräten sind die Akkus besonders schnell wieder voll, bei Dell dauerte es am längsten. Asus, Apple, Samsung und Toshiba brauchen lange zum Laden, wenn gleichzeitig der Prozessor ausgelastet ist: Ihnen liegen schlappe Netzteile bei, die bei eingeschaltetem oder gar ausgelastetem Notebook den maximal möglichen Akkuladestrom nicht liefern können. Bei ausgeschaltetem Notebook ist der Akku deutlich schneller wieder voll.

Ein entscheidendes Kriterium von Notebooks taucht in Intels Ultrabook-Vorgaben übrigens nicht auf: das Gewicht. Hier triumphiert Toshibas 13,3-Zöller Satellite Z930 mit knapp 1,1 Kilogramm – sogar die beiden 11,6-Zöller von Apple und Asus wiegen mehr. Am anderen Ende der Skala befindet sich Dell XPS 14, das über zwei Kilo wiegt, Acers Aspire M5 bringt kaum weniger auf die Waage. Das restliche Testfeld tummelt sich zwischen 1,3 und 1,8 Kilogramm.

UMTS und LTE

Ob der generellen Ausrichtung der Ultrabooks auf Mobilität ist es erstaunlich, dass nur wenige Hersteller ihre Geräte mit Mobilfunkmodems ausstatten. Unser Testgerät des Fujitsu Lifebook U772 hatte zwar ein LTE-Modem (siehe auch Artikelstrecke ab Seite 84), doch verkauft wird es derzeit nur mit UMTS-Modem – und wir konnten auch keine Verbindung in ein LTE-Netz aufbauen. Das Testgerät des Lifebook UH572 hatte wiederum ein UMTS-Modem, wird so aber nur an Großkunden im Projektgeschäft vertrieben – allen Konfigurationen im freien Handel fehlt UMTS. Wer als Privatmann ein Ultrabook mit UMTS wünscht, kann sich alternativ noch Lenovos ThinkPad X1 näher ansehen oder Toshibas Portégé Z930, den fast baugleichen Business-Ableger des hier getesteten Satellite Z930.

Schnittstellen

Weil die Hersteller dünne Notebooks durch abgeschrägte Kanten noch flacher erscheinen lassen, bleibt an den Seiten kaum Platz für Schnittstellen: Mehr als drei USB-Buchsen hat keines der getesteten Notebooks, etliche sogar nur zwei. Mindestens eine davon spricht bei allen Kandidaten USB 3.0 – das ist übrigens eine weitere Intel-Vorgabe. Erweiterungsschächte im CardBus- oder ExpressCard-Format bietet kein Proband (und auch sonst kaum noch ein aktuell erhältliches Notebook). Nur bei den 11,6-Zöllern von Apple und Asus muss man auf einen Kartenleser verzichten; nicht alle Probanden mit Kartenschacht schaffen es, aktuelle SDXC-Karten mit maximaler Geschwindigkeit auszulesen.

Einen VGA-Ausgang, etwa zum Anschluss älterer Büro-Beamer, haben Asus, Samsung und Toshiba (nur Z930). Ein HDMI-Ausgang ist bei allen außer Apple an Bord. Apple und Acer im Aspire S5 bauen eine Thunderbolt-Buchse ein, die wahlweise als schnelle Erweiterungsschnittstelle oder „nur“ als DisplayPort-Ausgang funktioniert. Dell und Lenovo haben normale DisplayPort-Ausgänge; anders als HDMI kann DisplayPort auch externe Monitore mit mehr als Full-HD-Auflösung ansteuern. Fujitsus Lifebook U772 lässt sich als derzeit einziges Ultrabook mittels eines optionalen Portreplikators um einige zusätzliche Schnittstellen erweitern, darunter eSATA.

Die Thunderbolt-Ports bei Apple und Acers Aspire S5 empfehlen sich unter anderem zum Nachrüsten von Gigabit-LAN, denn eine Netzwerkbuchse fehlt allen dreien – und auch etlichen anderen Testkandidaten. Bei Samsungs 900X3C und Fujitsus Lifebook U772 lässt sich der Netzwerkanschluss ausschließlich über die beigelegten proprietären Adapter verwenden. Asus legt seinen LAN-losen ZenBooks USB-Netzwerkadapter bei; auch beim Lifebook UH572 gehört ein solcher zum Lieferumfang.

Acer Aspire Timeline Ultra M5-581TG

Acers Aspire Timeline Ultra M5-581TG gehört mit seinem 15,6-Zoll-Bildschirm zu den größten Ultrabooks. Selbst diese Diagonale ist noch selten, zu den wenigen anderen Geräten gehört Samsungs Serie 9 900X4C [6]. Abgesehen von der Fläche ist beim Acer-Display aber nicht viel zu holen: Die Acrylglasscheibe vor dem Panel spiegelt, die Auflösung ist grob, die Hintergrundbeleuchtung reicht mit bestenfalls 160 cd/m2 nicht für den Betrieb im Freien aus, und bei Blick von der Seite erscheint der Bildschirminhalt farbverfälscht und sichtbar dunkler als bei senkrechter Draufsicht.

Acer nutzt das breite Gehäuse für eine beleuchtete, normalgroße Tastatur plus Ziffernblock mit schmalen Tasten. Das große Touchpad erkennt Gesten mit bis zu vier Fingern; zum mechanischen Klicken muss man die gesamte Sensorfläche herunterdrücken.

Die drei USB-Ports sowie HDMI-Ausgang und LAN-Buchse sitzen hinten und sind somit nur bei zugeklapptem Deckel gut zu erreichen. Ungewöhnlich ist auch die Platzierung des Einschaltknopfs: Er befindet sich an der Vorderkante neben den Status-LEDs.

Der Lüfter dreht schon bei kurzer Rechenlast hörbar auf und fällt danach wieder in den unhörbaren Bereich zurück – das nervt, auch wenn er bei anhaltender Systemlast vergleichsweise leise bleibt.

Hatte sich Acer bei den ersten Timeline-Geräten der CULV-Ära anno 2009 noch auf die Fahnen geschrieben, dass solche Notebooks mindestens acht Stunden ohne Steckdose auskommen sollen, so sah der Hersteller dies bei den folgenden Generationen nicht mehr so eng. Das Aspire Timeline Ultra M5-581TG kehrt zu den Wurzeln zurück: Mit rund neuneinhalb Stunden nimmt es trotz potentem 3D-Chip eine Spitzenposition im Testfeld ein. Länger hält nur Apples MacBook Air 13 durch.

Das Notebook ist in drei Ausstattungen erhältlich. Wir haben das mittlere Modell für 900 Euro getestet, das den Core i5-3317U und einer 128-GByte-SSD enthält; für 100 Euro weniger sind eine 500-GByte-Platte plus 20 GByte SSD-Cache eingebaut. Das 1200-Euro-Topmodell bietet 256 GByte SSD-Speicherplatz und den Core i7-3517U. Der Mittelklasse-Grafikchip GeForce GT 640M gehört zu allen Ausstattungsvarianten; mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher oder ein Blu-ray-Laufwerk bietet Acer nicht an.

Acer Aspire S5-391

Beim Aspire S5-391 hat Acer die meisten Anschlüsse versteckt: Erst auf Knopfdruck fahren die Schnittstellen am hinteren Ende motorisiert nach unten aus; das Notebook wird dadurch etwa einen halben Zentimeter aufgebockt. Schaltet man das Gerät ab oder fährt es in den Standby, so klappt das Ultrabook die Ports auch wieder automatisch ein, um sie vor Staub zu schützen – sinnvollerweise allerdings nur, wenn keine Kabel eingesteckt sind. Auch der Lüfter und der Luftauslass sitzen im beweglichen Teil: Wird es dem Prozessor unter Rechenlast zu warm, fährt die Klappe ebenfalls aus. Die Klappe unseres Testgeräts war stabil verbaut, jedes Aus- oder Einfahren wurde allerdings von lautstarken Motorgeräuschen begleitet.

Maximal wird der Lüfter bis zu 1,9 Sone laut. Bei leichter Systemlast wechselt er häufig zwischen lautlos und hörbar – das nervt. Der Lüfter unseres Testgeräts sirrte nach dem Auspacken unerträglich; nach einiger Zeit verschwand das schlagende Geräusch aber von selbst.

Zu den ausfahrbaren Buchsen zählen zwei USB-3.0-Ports, ein HDMI-Ausgang und – als Novum bei Windows-Notebooks – eine Thunderbolt-Buchse. Letztere steuert wahlweise als Mini-DP-Ausgang externe Monitore an oder eignet sich zum Nachrüsten von Peripherie. Im Test funktionierten sowohl ein externes Thunderbolt-RAID-System von Western Digital als auch Apples jeweils 29 Euro teure Adapter auf FireWire 800 beziehungsweise Gigabit-Ethernet – beide Anschlüsse findet man am Notebook selbst nicht. Während man RAID-System und FireWire-Adapter einfach im Betrieb anstecken und loslegen kann, sind beim LAN-Adapter Kniffe erforderlich: Man muss den Adapter bereits vor dem Booten von Windows angesteckt haben, und mangels Windows-eigenem Treiber muss man die Netextreme-Desktop-Treiber von Broadcoms Webseite herunterladen und installieren.

Einen VGA-Ausgang, etwa für ältere Büro-Beamer, sucht man am Aspire S5 vergebens, Acer legt allerdings einen HDMI-auf-VGA-Dongle mit in den Karton. Dort findet man außerdem eine Bluetooth-Maus; ein Hilfsprogramm kümmert sich bei der Ersteinrichtung des Notebooks um das erstmalige Koppeln der Maus. Das kleine, flache Netzteil lässt sich einfach in Taschen verstauen; zum vollständigen Laden des Akkus benötigt es aber sehr lange. Das versucht Acer zu vertuschen: Wenn die Ladestandsanzeige auf 100 Prozent springt und der Ladevorgang laut Windows abgeschlossen ist, fließen immer noch rund 20 Watt in den Akku – tatsächlich vollständig geladen ist er erst eine gute Stunde später. Dann hält das Aspire S5 bis zu sieben Stunden durch.

Acer verkauft es in zwei Konfigurationen: mit Core i5-3317U und 128-GByte-SSD für 1200 Euro und mit Core i7-3517U und doppelt so viel Speicherplatz für 1500 Euro. Die restliche Ausstattung inklusive hellem, aber spiegelndem Bildschirm (1366 × 768 Punkte) ist identisch. Die SSDs sind rasend schnell, handelt es sich doch um RAID-0-Verbünde aus zwei SSDs halber Kapazität.

Angesichts des hohen Preises ist es verwunderlich, dass Acer nur ein mittelmäßiges Spiegeldisplay einbaut und dem Kunden keine beleuchtete Tastatur gönnt, denn bei vielen anderen Ultrabooks dieser Preisklasse – darunter auch einigen günstigeren – gehört sie zum guten Ton. Am Tippgefühl gibt es nichts auszusetzen, wohl aber an den Cursor-Tasten: Mit 11 Millimeter auf 7 Millimeter sind sie geradezu winzig. Das Touchpad nimmt Gesten mit bis zu vier Fingern entgegen.

Apple MacBook Air 11

Apples MacBook Air 11 ist ein schickes, aber auch teures Subnotebook: Die Einstiegskonfiguration für 1050 Euro enthält den Core i5-3317U und 4 GByte RAM, die SSD ist mit nur 64 GByte aber arg knapp bemessen. Zum Vergleich: Beim gleich großen und schweren Asus-Gegenstück UX21A bekommt man für 50 Euro weniger bei sonst identischer Hardware bereits eine 128er-SSD – und einen matten Bildschirm.

Einen solchen bietet Apple nicht mal als Option im Webshop, wohl aber SSDs mit 128, 256 oder gar 512 GByte. Gönnt man dem MacBook dann noch 8 GByte Arbeitsspeicher (plus 100 Euro) – ein nachträgliches Aufrüsten ist nicht möglich – und den Core i7-3667U, landet man im Vollausbau weit jenseits der 2000-Euro-Marke.

Die Tastatur ist etwas kleiner als üblich, was bei den Buchstabentasten nach einer Trainingsphase nicht mehr stört. An die nur fünf Millimeter schmalen Funktionstastenreihe gewöhnt man sich dagegen kaum, zumal diese Tasten nach vorne oder hinten wegkippen, wenn man sie nicht perfekt mittig trifft.

Mit einem Mitte September erschienenen Firmware-Update hat Apple den Fehler behoben, dass man die Turbo-Boost-Funktion des Prozessors nur unter Mac OS X nutzen konnte – nun funktioniert sie auch unter einem mittels Boot Camp aufgespielten Windows. Trotz vollständiger Treiberunterstützung klappt das Arbeiten unter Windows nur dann so reibungslos wie unter Mac OS, wenn man Hilfsprogramme für das Touchpad nachinstalliert [7] – ohne Mehrfingergesten macht das große Touchpad keinen Spaß.

Wer auf eine maximale Akkulaufzeit aus ist, für den führt kein Weg an Mac OS vorbei: Das MacBook Air 11 läuft mit Apples Betriebssystem über siebeneinhalb Stunden; unter Windows ist zwei Stunden früher Schluss. Beim Lüfter gab es keine spürbaren Unterschiede: Er bleibt leise, wenn der Prozessor wenig zu tun hat, dreht aber unter Rechenlast hier wie da auf 1,7 Sone auf. Im Akkubetrieb leuchtet der Bildschirm mit maximal 230 cd/m 2 .

Apple MacBook Air 13

Das MacBook Air 13 ist ein wahrer Langläufer: Mit einer Akkuladung hielt es satte 10 Stunden durch – das restliche Testfeld macht bestenfalls eine halbe Stunde früher schlapp. Der Rekord gilt allerdings nur beim Betrieb unter Mac OS X: Installiert man mittels Boot Camp Windows 7, so muss das Notebook bereits nach siebeneinhalb Stunden wieder an eine Steckdose. Wie beim kleinen Bruder gibt es beim Lüfterlärm keine Unterschiede zwischen den Betriebssystemen; der maximale Pegel von 2,2 Sone ist allerdings unangemessen laut. Ein Firmware-Update liefert wie beim 11,6-Zöller Turbo Boost unter Windows nach, und die Drittanbieter-Treiber für das Touchpad funktionieren auch hier.

Der Bildschirm hat das inzwischen bei Notebooks nur noch von Apple verwendete 16:10-Format und zeigt 1440 × 900 Pixel – man bekommt also genauso viele Bildzeilen zu Gesicht wie bei 1600er-Displays im 16:9-Format. Anders als einige MacBook Pro kann man das MacBook Air 13 nicht mit mattem Panel bestellen, auch glänzt seine Oberfläche stärker als die des Retina-MacBooks [6]. Im Akkubetrieb sind 210, sonst 290 cd/m 2 möglich.

Unser Testgerät mit Core i5-3427U und 128-GByte-SSD entspricht der Einstiegskonfiguration zu 1250 Euro. Mit 256er-SSD werden 1550 Euro fällig; nur in diesem Modell stehen eine 512-GByte-SSD und ein schnellerer Prozessor zur Wahl. 8 statt 4 GByte fest aufgelöteter Arbeitsspeicher kosten bei beiden Modellen 100 Euro Aufpreis.

Auf der normalgroßen, beleuchteten Tastatur fühlen sich auch die Hände von Vielschreibern wohl. Umsteiger von Windows-PCs müssen sich allerdings an die fehlende Entf-Taste gewöhnen, wenngleich man ihre Funktion mittel Fn-Backspace erreicht. Das große Touchpad erkennt Gesten mit bis zu vier Fingern.

Asus ZenBook Prime UX21A

Asus verkauft sein ZenBook Prime UX21A mit einem matten IPS-Panel, das 1920 × 1080 Punkte darstellt. Bei 11,6 Zoll Bilddiagonale entspricht das der hohen Punktauflösung von 190 dpi. Asus hat die Vorinstallation von Windows 7 auf einen Zoomlevel von 125 Prozent eingestellt [4], was für Personen mit Adleraugen praxistauglich ist: Schriften erscheinen angenehm scharf und fein. Wer es dagegen lieber etwas gröber möchte, kann den Zoomlevel unter „Systemsteuerung/Anzeige/Benutzerdefinierte Textgröße (DPI) festlegen“ auch auf 150 Prozent stellen. Die Icon-Größe entspricht dann etwa der von 1366er-Panels, doch Schriften erscheinen schärfer und Bilder zeigen mehr Details. Von der maximalen Helligkeit von 330 cd/m2 bleiben im Akkubetrieb nur 230 cd/m2 übrig.

Das 1920er-Panel ist nicht bei allen Modellen des UX21A an Bord: Die 1000 Euro teure Einstiegskonfiguration ZenBook UX21A (ohne Prime im Namen, Core i5-3317U, 128-GByte-SSD) hat einen Bildschirm mit 1366 × 768 Bildpunkten. Das Panel ist zwar ebenfalls matt, IPS-typisch weite Blickwinkel ohne Farbverfälschungen oder Invertierungen gibt es aber nur in den Prime getauften Full-HD-Modellen mit Core i7-3517U, die für 1200 Euro (128-GByte-SSD) oder 1350 Euro (256-GByte-SSD) über die Ladentheke gehen.

Alle Konfigurationen haben 4 GByte DDR3-RAM, Modelle mit mehr Arbeitsspeicher sind derzeit nicht geplant. Das ist schade, weil die Speicherchips fest aufgelötet sind und man darum nicht selbst nachrüsten kann. Künftig seien laut Asus Ausstattungsvarianten mit einer 512er-SSD denkbar; spruchreif ist das aber wie auch eine auf Messen gezeigte Variante mit Touchscreen noch nicht.

Bei den verwendeten SSDs muss Asus in Webforen viel Kritik einstecken, denn es gibt die ZenBooks unter derselben Modellbezeichnung sowohl mit AData- als auch mit etwas leistungsschwächeren SanDisk-Modulen – man erfährt das erst anhand der Aufkleber auf dem jeweiligen Karton. Asus teilte auf Anfrage mit, dass man bei zugekauften Bauteilen wie den SSDs im proprietären Blade-Format zwei Anbieter benötige, damit die Versorgung sichergestellt sei. Diese Second-Source-Strategie ist bei Festplatten, RAM-Modulen oder optischen Laufwerken branchenüblich. Unseren Tests nach – in unserem UX21A steckte eine SSD von SanDisk, im UX31A (siehe unten) das Gegenstück von AData – kann man die Leistungsunterschiede zwischen den beiden SSDs zwar messen, aber nicht spüren – und deutlich flotter als herkömmliche Festplatten sind beide allemal.

Asus legt dem UX21A sowohl eine Hülle für das Notebook bei als auch eine kleine Tasche, die den VGA-Adapter und einen Fast-Ethernet-USB-Adapter aufnimmt. Am dünnen Rumpf fanden beide Schnittstellen keinen Platz; auch auf einen Kartenleser muss man verzichten.

Die Tasten der beleuchteten Tastatur sind etwas kleiner als bei Desktop-Tastaturen, doch nach kurzer Eingewöhnungsphase tippt man zielsicher und flüssig. Die arg kleinen Cursor-Tasten stören dann aber immer noch. Das große Touchpad versteht Gesten mit bis zu drei Fingern, separate Maustasten fehlen. Der Lüfter bleibt selbst bei kurzen Lastphasen unhörbar leise, ohne dass das Metallgehäuse unter Rechenlast unangenehm warm wird. Das Notebook ist kopflastig und kippt bei leichter Berührung des aufgeklappten Bildschirms nach hinten über.

Asus ZenBook UX31A

Wenn man einem Ultrabook-Hersteller vorwerfen kann, er würde Apples MacBook Air nacheifern, dann ist es wohl Asus mit seinen ZenBooks: Hier wie da gibt es ein ausgesprochen schickes, keilförmiges Unibody-Gehäuse aus Aluminium, ein großes Touchpad sowie eine beleuchtete Tastatur – und hier wie da gehört ein kompaktes Steckernetzteil statt den üblichen schwarzen Klötzen zum Lieferumfang. In einigen anderen Aspekten setzt sich Asus allerdings sinnvoll vom Vorbild ab: Der matte Bildschirm zeigt wie beim kleinen Bruder UX21A Full-HD-Auflösung, was hier 166 dpi entspricht. Mit dem von Asus voreingestellten Zoomlevel von 125 Prozent lässt sich gut arbeiten – wer es feiner mag, kann sich sogar an die normale 100-Prozent-Darstellung wagen.

Asus verkauft das UX31A ausschließlich in Prime-Varianten, das Full-HD-Panel ist also immer an Bord. Die Preise beginnen bei 1100 Euro mit Core i5-3317U und 128-GByte-SSD. Für 100 Euro mehr bekommt man doppelt so viel Speicherplatz, für 200 Euro mehr den Core i7-3517U. Bei den vier Konfigurationen sind 4 GByte DDR3-Speicher und Windows 7 Home Premium an Bord. Die größte Hardware-Ausstattung gibt es wahlweise auch mit Windows 7 Professional für wiederum 100 Euro mehr. Ausstattungsvarianten mit mehr Arbeitsspeicher sind laut Asus nicht geplant, größere SSDs nur „angedacht“. Wie das UX21A gibt es das UX31A sowohl mit AData- als auch mit SanDisk-SSDs. Asus bietet Zubehör im gleichen Design wie die ZenBooks an: Der externe DVD-Brenner ZenDrive kostet rund 50 Euro, für die USB-3.0-Festplatte ZenDisk mit 500 GByte Speicherplatz werden 100 Euro fällig.

Trotz des vergleichsweise schwachen Akkus schafft das UX31A bis zu 9 Stunden Laufzeit, weil Asus den Energieverbrauch im Griff hat: Kaum mehr als 5 Watt im Idle ist ein Spitzenwert, der vor einigen Jahren noch den viel leistungsärmeren Netbooks vorbehalten war. Der Lüfter dreht nur bei anhaltender Rechenlast in den hörbaren Bereich, wird mit maximal 1,6 Sone aber nie störend laut. In der Vorinstallation nervt Asus’ Stromspar-Utility Power4Gear, denn unabhängig vom selbst gewählten Energiesparprofil ist nach einem Neustart oder dem Abziehen/Anstecken des Netzteils wieder ein Asus-Profil aktiv. Notwendig ist das nicht: Wir haben die angegebenen Laufzeiten wie bei allen anderen Notebooks im Windows-Profil „Ausbalanciert“ gemessen. Ohne Netzteil leuchtet der Bildschirm nur mit 200 statt 310 cd/m 2 .

Die normalgroße, beleuchtete Tastatur erfreut Vielschreiber mit ausreichend Hub und spürbarem Druckpunkt. Das große Touchpad versteht Gesten mit bis zu drei Fingern.

Dell XPS 14

Dells XPS 14 legt einen mächtigen Auftritt hin: Mit den senkrechten Metallflanken wirkt es massiv, und das Gewicht von über 2,1 Kilogramm zieht an den Armen – es ist das derzeit schwerste Ultrabook. Zusammen mit den matten Aluoberflächen beziehungsweise der angenehm gummierten Handballenablage und Unterseite erzeugt das Gewicht aber auch ein Gefühl von Wertigkeit und Stabilität.

Dafür muss man tief in die Taschen greifen: Die Einstiegskonfiguration mit Core i5-3317U und 4 GByte Arbeitsspeicher kostet bereits 1200 Euro. Im Testgerät für einen Hunderter mehr sind der etwas schnellere Core i7-3517U und doppelt so viel Arbeitsspeicher an Bord. Beide Modelle kombinieren eine 500-GByte-Platte mit 32 GByte SSD-Cache (Intel Smart Response Technology). Das Topmodell kostet 1800 Euro, für den Aufpreis zeichnet allein dessen 512-GByte-SSD verantwortlich. Der Low-End-Grafikchip GeForce GT 630M gehört zu allen Modellen.

Der Akku mit der ungewöhnlich hohen Kapazität von 69 Wh sorgt für Laufzeiten von bis zu neun Stunden bei auf 100 cd/m2 abgedunkeltem Bildschirm – Acer und Asus halten so lange allerdings mit kleineren Akkus durch. Das HD+-Panel (1600 × 900 Punkte) gehört mit einer maximalen Leuchtkraft von fast 400 cd/m2 zu den hellsten Notebookbildschirmen überhaupt. Im Freien stören Reflexionen auf der glatten Acrylglasscheibe vor dem Bildschirm allerdings besonders stark.

Obwohl rundherum viel Platz für Schnittstellen wäre, hat Dell sich für wenige entschieden, die sich allesamt am hinteren Ende der linken Seite tummeln: Neben zwei USB-3.0-Ports und einer LAN-Buchse stehen mit HDMI und Mini-DisplayPort gleich zwei digitale Monitorausgänge zur Verfügung. Der Lüfter befördert die Abwärme schon bei geringer Rechenlast mit hörbarem Rauschen ins Freie. Unter Last wird das XPS14 deutlich lauter als Acers leistungsstärkeres, flacheres Aspire M5: 2,9 Sone sind Negativrekord.

Fujitsu Lifebook U772

Unser Testgerät von Fujitsus Lifebook U772 hat matte Außenseiten in kräftigem Rot, was ohne Zweifel auffällig ist, aber nicht übertrieben knallig wirkt. Wer es dezenter wünscht, bekommt das Notebook ohne Preisunterschied auch in Silber.

Im günstigsten Modell für 1100 Euro steckt eine 500-GByte-Platte plus eine kleine SSD, wobei Letztere keine Zugriffe im Betrieb beschleunigt (Caching), sondern nur zum schnellen Aufwachen dient. Für 100 Euro mehr ist eine 128-GByte-SSD an Bord, aber kein UMTS-Modem, das alle anderen Ausstattungsvarianten haben. Für beides zusammen sind 1400 Euro fällig, dann ist auch der Core i7-3667U eingebaut. Für weitere 100 Euro gibt es das Topmodell mit 256-GByte-SSD. Die Konfiguration unseres Testgeräts gibt es derzeit nicht zu kaufen: Es stammt aus einem Sonderpool für Großkunden und enthält ein LTE-Modem (siehe auch S. 84). Bei Redaktionsschluss war unklar, ab wann das LTE-Modem auf dem freien Markt verfügbar sein wird.

An den Seiten des flachen Gehäuses finden HDMI-Monitore und drei USB-Geräte Anschluss, davon zwei mit USB-3.0-Geschwindigkeit. Die Gigabit-LAN-Schnittstelle lässt sich nur mittels des beiliegenden mechanischen Adapters auf RJ-45 nutzen. Fujitsu verkauft für 120 Euro einen Portreplikator, der am Dockinganschluss an der Unterseite angebunden wird. Er stellt vier weitere USB-3.0-Buchsen sowie eSATA und LAN bereit. Zu den zusätzlichen Monitorausgängen gehören VGA, DVI und DisplayPort, wobei die letzten beiden nicht gleichzeitig funktionieren. Dem Replikator liegt ein Zweitnetzteil bei, über das das Notebook geladen wird – das dort mitgelieferte Netzteil kann also in der Tasche bleiben.

Die Tastatur hat normalgroße Tasten inklusive großer Cursortasten. Dennoch stellt sich kein angenehmes Tippgefühl ein, weil der Tastenhub extrem gering ist. Das tastenlose Touchpad muss zum Klicken heruntergedrückt werden, verbiegt sich dabei aber zu stark: Wer an den Ecken drückt, kann die Sensorfläche bis zum Anschlag durchbiegen, ohne dass ein Klick ausgelöst wird. Ein zweites Testgerät hatte denselben Fehler.

Die Deckelscharniere federn lange nach; im Zug oder Flieger dürfte der Deckel deshalb kaum zur Ruhe kommen. Der Bildschirm hat wie bei Acer oder Dell eine Acrylglasscheibe vor dem eigentlichen Panel, doch Fujitsu überzieht diese mit einer matten Schicht, sodass keine Spiegelungen stören. Der Lüfter kennt nur an oder aus und reagiert dementsprechend nervös: Schon das Aufklappen des Startmenüs reicht bei warmgelaufenem Notebook aus, um ihn einzuschalten und schlagartig in den hörbaren Bereich zu bringen.

Fujitsu Lifebook UH572

Fujitsus Lifebook UH572 gehört zu den günstigeren Ultrabooks: Die getestete Konfiguration kostet 800 Euro. In ihr arbeitet eine 500-GByte-Festplatte, der eine kleine SSD zur Seite steht. Letztere dient nicht dazu, Festplattenzugriffe zu puffern, damit sich das System schneller anfühlt, sondern nur dazu, die in Intels Ultrabook-Spezifikation vorgeschriebenen Aufwachzeiten aus dem Standby einzuhalten. Im 1000-Euro-Modell steckt statt der Festplatte eine 128-GByte-SSD. Beide Ausstattungsvarianten gibt es wahlweise mit silbernen oder roten Außenseiten.

Einen anderen Prozessor als den Core i5-3317U bietet Fujitsu nicht an, auch sind beide Konfigurationen mit 4 GByte Arbeitsspeicher bestückt. Letzteren kann man aber selbst aufrüsten: Nach Abnahme der Torx-gesicherten Bodenplatte hat man das Innenleben samt eines freien RAM-Slots vor sich. Unser Testgerät hatte ein UMTS-Modem, doch solche Ausstattungen des UH572 verkauft Fujitsu derzeit nur an Großkunden.

Die Tasten sind etwas kleiner als beim Bruder U772, noch störender ist aber der geringe Tastenhub. Das Touchpad des UH572 biegt sich zwar ebenfalls durch, löst aber auch bei Druck in den äußersten Ecken zuverlässig Klicks aus.

Zum Lieferumfang gehört ein USB-LAN-Adapter, denn eine Netzwerkbuchse hatte am Notebook selbst keinen Platz. Fujitsu legt ein längliches Netzteil mit in den Karton, das sich besser in Taschen verstauen lässt als die sonst üblichen großen Klötze und den Akku sehr schnell befüllt. Letzterer hält selbst bei abgedunkeltem Bildschirm nur knapp fünf Stunden durch – das ist deutlich weniger als bei den anderen Kandidaten und erfüllt gerade noch so Intels Laufzeitvorgabe.

Bei der Ersteinrichtung hat man die Wahl, ob man eine große Partition oder zwei getrennte für System und Daten möchte.

HP Envy Spectre XT

Beim Design von HPs Envy Spectre XT scheiden sich die Geister in der Redaktion: Manche Kollegen fanden das aus gebürstetem Aluminium gefertigte Gehäuse mit glänzenden Rändern schick, andere fühlten sich bei geschlossenem Deckel des Notebooks wegen des gut sichtbaren Rands zwischen Deckel und Rumpf eher an eine Fleischerwaage erinnert. So oder so: An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen.

Zum Lieferumfang gehört nicht nur eine Transporthülle für das Notebook selbst, sondern auch eine kleine Tasche mit Reißverschluss, die das Netzteil aufnimmt – so kann es sich im Rucksack nicht an Bücherecken oder anderen Kabeln verheddern. Das Netzteil füllt die Tasche nicht komplett aus, Vielreisende können darin also auch noch ein kurzes Netzwerkkabel fürs Hotelzimmer oder eine Funkmaus mit verstauen.

Die beleuchtete Tastatur hat einen weichen, aber gut spürbaren Anschlag; bis auf die schmalen Cursortasten geht das Tastenlayout in Ordnung. Im BIOS-Setup lässt sich einstellen, ob die Funktionstasten die klassische Belegung haben oder Sonderfunktionen wie Lautstärkeregelung oder WLAN-Umschalten. Der Audio-Verschlimmbesserer Beats ist allerdings immer aktiv und sorgt für basslastige Klänge; ein linear-neutraler Frequenzgang lässt sich nicht einstellen. Während sich HP bei einem kürzlich getesteten Pavilion-Notebook noch die Mühe gemacht hat, die vorinstallierten Programme sinnvoll im Startmenü zu sortieren, tauchen sie hier wieder einzeln nach Hersteller getrennt auf – schade.

Von den zwei USB-Buchsen spricht nur die linke USB 3.0. Die Status-LEDs hat HP an den Geräteseiten angebracht, sodass man sie in normaler Arbeitshaltung nicht sieht. Der Lüfter ist bei warmgelaufenem Notebook dauernd hörbar und nervt mit hochfrequentem Pfeifen – das stört enorm, auch wenn die maximale Lautstärke leiser ist als bei vielen anderen Kandidaten.

HP verkauft das Gerät derzeit in zwei Konfigurationen: wie getestet als Spectre XT mit Windows 7 Home Premium (1000 Euro) und als Spectre XT Pro mit Windows 7 Professional (1070 Euro) – letztere Variante enthält einen fernwartbaren Chipsatz samt TPM. Die restliche Hardware ist identisch: Auch die für den Geschäftseinsatz gedachte Pro-Version hat das spiegelnde, vergleichsweise dunkle Display des Testgeräts. Ab Dezember soll es das Spectre XT mit Touchscreen und Windows 8 geben.

Lenovo ThinkPad X1 Carbon

Das ThinkPad X1 Carbon klingt nach einer Spielart des ThinkPad X1 [8], hat mit diesem aber außer dem Namen nichts gemein: Es ist nicht nur über einen Zentimeter flacher und ein halbes Kilogramm leichter, sondern hat auch einen 14- statt eines 13,3-Zoll-Bildschirm – eine sehr verwirrende Namensgebung seitens Lenovo.

Das X1 Carbon war bei Redaktionsschluss nur in der hier getesteten Ausstattungsvariante für satte 1750 Euro erhältlich. Sie enthält einen Core i5-3427U, 8 GByte Arbeitsspeicher, eine 256-GByte-SSD und ein UMTS-Modem. Künftig soll es auch ein Modell mit halb so viel Arbeits- und Festspeicher sowie ohne UMTS-Modem für rund 1450 Euro geben. Lenovo bietet das Ultrabook im eigenen Webshop augenscheinlich in vier Grundmodellen zur individuellen Konfiguration an, erlaubt aber jeweils kaum Änderungen: Das Online-Topmodell mit dem derzeit schnellsten Ultrabook-Prozessor Core i7-3667U lässt sich etwa weder mit 8 GByte DDR3-Speicher noch mit einer 256-GByte-SSD ausstatten. Das stört umso mehr, da der Arbeitsspeicher fest aufgelötet ist und somit nicht nachträglich erweitert werden kann.

Das Touchpad versteht Gesten mit bis zu vier Fingern und kann zum Klicken gedrückt werden. Alternativ stehen drei dedizierte Maustasten zwischen Tastatur und Touchpad zur Verfügung, die zum zusätzlich vorhandenen Trackpoint gehören: Mit ihm lässt sich der Mauszeiger steuern, ohne dass man die Hände von der Tastatur nehmen muss. Letztere erreicht zwar nicht die legendär gute Qualität größerer ThinkPads, überzeugt aber dennoch mit gut spürbarem Anschlag und gelungenem Layout samt fast normal großen Cursortasten.

Lenovo gibt dem Ultrabook ein 90-Watt-Netzteil mit, das einen eckigen Stecker in Größe und Form eines USB-Steckers hat – das birgt Verwechslungsgefahr, auch wenn er nicht in USB-Buchsen passt. Den Akku lädt das Netzteil rasend schnell: Er ist in deutlich weniger als einer Stunde randvoll – Rekord. Das ist etwa an Flughäfen zum schnellen Nachtanken vor dem Weiterflug unheimlich praktisch. Mit einer Akkuladung sind gut sieben Stunden ohne Netzteil möglich.

Der matte Bildschirm hat weite Einblickwinkel, stört aber durch Flimmern in Farbübergängen und Grautönen. Auch die Vorinstallation kann nicht überzeugen: Lenovo installiert viele Tools, die sich in der Taskleiste einnisten und die Icons geöffneter Anwendungen blockieren: Man sieht immer nur das Icon des aktiven Fensters, obwohl eigentlich noch viel Platz in der Taskleiste frei wäre.

Dem Lüfter gebührt hingegen Lob, bleibt er doch selbst unter anhaltender Rechenlast flüsterleise. Auch bei der Schnittstellenausstattung gibt es nichts zu meckern: Ein DisplayPort steuert externe Monitore mit mehr als Full-HD-Auflösung an, ein mechanischer Schalter deaktiviert alle Funkverbindungen auf einmal.

Samsung Serie 5 535U4C

Statt einer Intel-CPU hat Samsungs Serie 5 535U4C AMDs deutlich langsameren A6-4455M an Bord. Er reicht zwar für Büroarbeiten und das Websurfen aus, doch der Klassenunterschied ist spürbar: Während besonders die SSD-befeuerten Intel-Ultrabooks schnell auf Eingaben reagieren, muss man sich beim 535U4C wegen Prozessor und Festplatte häufig in Geduld üben. Mitunter wird es sogar unangemessen langwierig: Will man etwa das Funkmodul per Fn-F12-Tastenkombination deaktivieren, so dauert es etliche Sekunden, bis sich Samsungs Easy-Settings-Hilfsprogramm öffnet, in dem man das WLAN-Modul dann per Mausklick tatsächlich erst abschalten kann. Immerhin hat das 535U4C den Preisvorteil auf seiner Seite: Es gibt einzig die getestete Konfiguration für knapp 700 Euro. Das restliche Testfeld beginnt 100 Euro darüber und reicht bis weit jenseits der 1000 Euro.

Wenn einen ein etwas träges System nicht stört, kann man das 535U4C in die engere Wahl fassen, denn Samsung hat ein ordentliches Gerät samt DVD-Brenner um den AMD-Prozessor herumgebaut. Das Gehäuse ist stabil und sauber verarbeitet. Die Tastatur hat normalgroße Tasten und einen guten Anschlag, das große Touchpad versteht Drei-Finger-Gesten und bietet separate Maustasten. Das WLAN-Modul funkt in 2,4- und 5-GHz-Netzen – Letzteres kann so manches teurere Ultrabook nicht.

Der 14-Zoll-Bildschirm zeigt die in diesem Preisbereich typisch flauen Farben, vor denen man aber auch in teureren Geräten von Fujitsu und Toshiba nicht gefeit ist. Das Panel hat zudem eine matte Oberfläche und leuchtet mit sehr hellen 320 cd/m2, beim Blick von der Seite erscheint das Bild allerdings sichtbar dunkler. Die maximale Helligkeit ist auch im Akkubetrieb verfügbar.

Der Lüfter läuft immer leise mit. Lastet man A6-Prozessor sowie den zusätzlichen Radeon-Grafikchip aus, so werden höchstens 0,6 Sone erreicht – so leise bleibt kaum ein anderes Notebook im Test. Die Laufzeit von sechseinhalb Stunden liegt im Mittelfeld, Gleiches gilt für das Gewicht von 1,8 Kilogramm – Dells gleich großer XPS-Brocken ohne optisches Laufwerk bringt 300 Gramm mehr auf die Waage.

Samsung Serie 9 900X3C

Wie schon bei der ersten Serie-9-Generation ziert sich Samsung, das 900X3C als Ultrabook zu vermarkten, obwohl es sämtliche Intel-Vorgaben erfüllt. Das ist in gewisser Weise verständlich, spielt es doch auf einem sehr hohen Niveau mit: Das Gehäuse ist kaum 1,5 Zentimeter dünn, das geringe Gewicht von 1,2 Kilogramm wird nur von Toshibas Satellite Z930 unterboten. Anders als dieses hat das 900X3C aber ein helles, blickwinkelunabhängiges Display mit hoher Auflösung (1600 × 900 Punkte) – natürlich mit matter Oberfläche. Das Gehäusedesign, die verwendeten Materialien und die Verarbeitung strahlen Wertigkeit aus.

Hinzu kommen Schmankerl wie ein Helligkeitssensor, der Tastaturbeleuchtung sowie Bildschirmhelligkeit automatisch dem Umgebungslicht anpasst – das bietet sonst nur Apple. Trotz des flachen Gehäuses bleibt der Lüfter selbst unter Rechenlast leise, wenngleich er nicht mehr so flüsterleise wie der Vorgänger 900X3A arbeitet [1]. Das schicke, in Anthrazit eloxierte Aluminiumgehäuse wird bei Rechenlast spürbar warm, aber nicht unangenehm heiß.

Für all den Luxus und Komfort muss man tief in die Tasche greifen: Die hier getestete Ausstattungsvariante mit Core i7-3517U und 256-GByte-SSD schlägt mit 1550 Euro zu Buche; mit Windows 7 Professional statt Home Premium sind nochmals 100 Euro mehr fällig. Anders als noch beim Vorgänger 900X3A gibt es vom 900X3C aber auch eine etwas günstigere Variante: Die Konfiguration mit Core i5-3317U und 128er-SSD kostet 1200 Euro. Das hochauflösende Panel ist immer an Bord, mehr als 4 GByte fest aufgelöteten DDR3-Speicher gibt es nicht.

Samsung liefert ein taschenfreundliches, weil flaches Netzteil mit. Mit nur 40 Watt ist es aber das leistungsschwächste im Testfeld; das vollständige Laden des Akkus dauert recht lange. Ist der Akku voll, so sind bis zu achteinhalb Stunden Laufzeit drin, wenn man das Display auf 100 cd/m2 abdunkelt. Bei maximaler Helligkeit – satte 360 cd/m2 – ist nach gut fünf Stunden Schluss.

Von den beiden USB-Buchsen spricht nur die linke USB 3.0. Wer von einer der beiden Buchsen booten will, muss im BIOS den Fast-Boot-Modus deaktivieren – nur dann werden die Buchsen vor dem Windows-Start initialisiert. Ob der geringen Gehäusedicke hat Samsung viele Ausgänge miniaturisiert: Der HDMI-Ausgang hat das von Tablets bekannte µHDMI-Format, der Gigabit-LAN-Port lässt sich nur über den beiliegenden Adapter in Betrieb nehmen. Auch der VGA-Ausgang hat ein proprietäres Mini-Format, doch unverständlicherweise liegt dafür kein Adapter mit im Karton.

Toshiba Satellite U840W

Die Besonderheit von Toshibas Satellite U840W sieht man auf den ersten Blick: Es ist das erste Notebook überhaupt mit einem Bildschirm im extrem breiten 21:9-Format. Dieser ist weniger für Filme gedacht, sondern dafür, zwei Anwendungen nebeneinander zu betreiben: Jede hat dann eine nahezu quadratische Bildschirmhälfte für sich. Das „Halbiert-Maximieren“ gelingt bei aktivem Fenster einfach über die Tastenkombinationen Win+Links/Win+Rechts oder mittels Toshibas Bildschirmteiler-Hilfsprogramm, das sich mit eigenem Steuerelement neben den Standard-Fensterelementen Minimieren/Maximieren/Schließen einnistet. Das Toshiba-Programm teilt den Bildschirm alternativ im Verhältnis 2:1. Das sieht dann fast wie die Nebeneinander-Ansicht von Desktop und Metro-App aus, die Windows 8 mitbringt – hier werden aber zwei normale Desktop-Programme nebeneinander ausgeführt.

Dennoch bleiben Wünsche offen: Toshibas Bildschirmauflösung von 1792 × 768 ist in der Höhe etwas knapp. Besonders im Freien stört die spiegelnde Displayoberfläche – da hilft auch die maximale Helligkeit von 270 cd/m2 wenig.

Ob des ungewöhnlichen Formats wird man auf dem freien Markt so schnell keine passgenauen Tragetaschen oder Rucksäcke finden. Toshiba legt dem Satellite U840W deshalb eine passende Transporthülle bei, die Kratzern im hochwertigen Gehäuse vorbeugt. Deckel und Handballenablage bestehen teils aus gebürstetem Metall, teils aus strukturiertem, angenehm weichen Kunststoff.

Die Tastatur erfordert Training, denn die Tasten sind die üblichen 19 Millimeter breit, aber nur 16 Millimeter tief. Am Layout samt großen Cursor-Tasten und am gut spürbaren Anschlag gibt es nichts auszusetzen; im Dunkeln hilft eine Tastenbeleuchtung. Die Funktionstasten sind ab Werk mit Sonderfunktionen wie Mediensteuerung oder Helligkeitsregulierung belegt; wer lieber die klassischen Funktionen F1 bis F12 wünscht, kann die Belegung im BIOS-Setup umschalten.

Ist das U840W erst einmal warmgelaufen, so wechselt der Lüfter bei geringer Systemlast im Minutentakt zwischen flüsterleise und hörbar. Unter Last wird er mit bis zu 2,1 Sone unangenehm laut, es dauert zudem lange, bis er nach Lastphasen wieder die Drehzahl reduziert.

Im 1000 Euro teuren Testgerät kombiniert Toshiba eine 500-GByte-Festplatte mit 32 GByte SSD-Puffer. Von Letzterem sind 12 GByte zum schnellen Aufwachen reserviert, der restliche Platz puffert Zugriffe im Betrieb, sodass sich die Festplatte SSD-schnell anfühlt. Für 100 Euro mehr bekommt man das Satellite U840W wahlweise mit vollwertiger 128-GByte-SSD, die restliche Ausstattung ist identisch mit der Testkonfiguration.

Toshiba Satellite Z930

Das Satellite Z930 gleicht seinem Vorgänger Satellite Z830 von der Bodenplatte bis zur Webcam – kein Wunder, hat Toshiba doch lediglich das Innenleben von der zweiten auf die dritte Core-i-Generation umgestellt. Unsere Kritik ähnelt deshalb stark der des Z830 [1], im Guten wie im Schlechten. Die wabbeligen Display-Scharniere und die spitzen vorderen Gehäuseecken gibt es beispielsweise weiterhin, aber auch das extrem geringe Gewicht von nur rund einem Kilogramm und die lange Laufzeit: Toshibas 13,3-Zöller Z930 wiegt weniger als Asus’ 11,6-Zöller UX21A, hält aber eine Stunde länger durch.

An einem entscheidenden Punkt hat Toshiba allerdings nachgebessert: Im Leerlauf ist das Z930 flüsterleise und bleibt das auch bei kurzen Lastspitzen. Beim Z830 war das zum Testzeitpunkt noch anders, doch deren Besitzer dürfen sich freuen: Mit einem im Frühjahr veröffentlichten BIOS-Update hat Toshiba auch den Lüfter des Vorgängers gezähmt. Unter anhaltender Rechenlast wird das Notebook aber unverschämt laut: 2,7 Sone.

Wie beim U840W erfordern die schmalen Tasten der beleuchteten Tastatur Übung. Das Touchpad akzeptiert Gesten mit bis zu drei Fingern, bei Letzteren wird es wegen der kleinen Sensorfläche aber recht eng. Zum Klicken stehen – anders als beim U840W – separate Maustasten zur Verfügung. Die dunkelglänzenden Chromapplikationen rund um Touchpad und Display-Scharniere sind Geschmackssache.

Von den drei USB-Ports spricht nur der eine an der rechten Seite USB 3.0. Dass LAN-Buchse wie auch VGA-Ausgang ohne Adapter oder Klappvorrichtung auskommen, liegt an einer pfiffigen Idee der Entwickler: Beide stecken in den hinteren Standfüßen, die laut Intel-Vorgabe nicht zur Gehäusedicke zählen.

Das Satellite Z930 wird in drei Ausstattungsvarianten verkauft. Die hier getestete mittlere Konfiguration kostet 1200 Euro. Vom 200 Euro günstigeren Einstiegsmodell unterscheidet sie sich durch 256 statt 128 GByte SSD-Speicher, im 100 Euro teureren Toppgerät rechnet der Core i7-3667U statt des i5-3317U. Zusätzlich gibt es noch vier Konfigurationen der mit fernwartbaren Chipsätzen bestückten Businessvariante Portégé Z930 ab 1150 Euro. Alle Portégés haben ein UMTS-Modem an Bord, das 1700 Euro teure Topmodell zudem 8 GByte Arbeitsspeicher.

Fazit

Während die beiden MacBook Air in der aktuellen Auflage weiterhin gute Subnotebooks mit langer Laufzeit sind, gibt es unter den flachen Windows-Geräten der aktuellen Generation nun ein breit aufgestelltes Angebot von 11 bis 15 Zoll, teils mit 3D-Grafikchip, teils mit optischem Laufwerk – und vom günstigen Gerät ab 800 Euro bis hin zur teuren Edelmaschine. Tolle Bildschirme und edle Gehäuse bieten die beiden ZenBook Prime UX21A und UX31A von Asus und Samsungs 900X3C. Toshiba vereint im Satellite Z930 ein besonders geringes Gewicht mit einer langen Laufzeit von rund acht Stunden. Acers Aspire M5 vereint eine lange Laufzeit mit Spieleperformance, sein 15,6-Zoll-Bildschirm ist aber unterdurchschnittlich. Bei Lenovos ThinkPad X1 Carbon hakt’s ebenfalls am Display, bei Dells XPS 14 leidet die Mobilität unter dem hohen Gewicht.

In absehbarer Zeit werden etliche Touch-Ultrabooks mit Windows 8 erscheinen. Auf Notebooks ohne Touch-Bildschirmen wie den hier getesteten Geräten macht Windows 8 dagegen keinen Spaß. Das über WindowsUpgradeOffer.com vertriebene 15-Euro-Upgrade, welches Microsoft für alle Testkandidaten anbietet, ist also keinesfalls notwendig. Wer das Upgrade vornimmt, muss mit Inkompatibilitäten von Treibern und Hilfsprogrammen rechnen, falls die Hersteller bis zum Windows-8-Start Ende Oktober keine Updates liefern [9]. (mue)

Literatur
  1. [1] Florian Müssig, Schick, schlank, schnell, Ultrabooks: dünne Subnotebooks mit Power, c’t 3/12, S. 72
  2. [2] Jörg Wirtgen, Viel hilft viel, Hochauflösende Displays unter Mac OS und Windows, c’t 15/12, S. 84
  3. [3] Florian Müssig, Martin Fischer, Raupentechnik, AMDs Notebook-Prozessor „Trinity“ mit überarbeiteten Bulldozer-Kernen und flotter DirectX-11-Grafik, c’t 12/12, S. 90
  4. [4] Florian Müssig, Auf allen vieren, Intels Ivy-Bridge-Prozessoren und -Chipsätze für Notebooks, c’t 10/12, S. 94
  5. [5] Florian Müssig, Andreas Stiller, Von winzig bis riesig, Intel Developer Forum 2012, c’t 21/12, S. 18
  6. [6] Florian Müssig, Scharfmacher, Das MacBook Pro mit Retina-Display gegen Windows-Notebooks, c’t 15/12, S. 78
  7. [7] Florian Müssig, In fremden Gefilden, Apples MacBook Pro mit Retina-Display unter Windows 7 einsetzen, c’t 19/12, S. 152
  8. [8] Florian Müssig, Klein und vorlaut, Lenovos flaches 13,3-Zoll-Notebook ThinkPad X1, c’t 15/11, S. 62
  9. [9] Florian Müssig, Frischmachen mit Hürden, Notebook-Probleme beim Upgrade auf Windows 8, c’t 20/12, S. 82

Artikel kostenlos herunterladen

Kommentare

Kommentare lesen (39 Beiträge)

Infos zum Artikel

Kapitel
  1. Diversifizierung
  2. Rechenleistung
  3. Grafisches
  4. Für unterwegs
  5. UMTS und LTE
  6. Schnittstellen
  7. Acer Aspire Timeline Ultra M5-581TG
  8. Acer Aspire S5-391
  9. Apple MacBook Air 11
  10. Apple MacBook Air 13
  11. Asus ZenBook Prime UX21A
  12. Asus ZenBook UX31A
  13. Dell XPS 14
  14. Fujitsu Lifebook U772
  15. Fujitsu Lifebook UH572
  16. HP Envy Spectre XT
  17. Lenovo ThinkPad X1 Carbon
  18. Samsung Serie 5 535U4C
  19. Samsung Serie 9 900X3C
  20. Toshiba Satellite U840W
  21. Toshiba Satellite Z930
  22. Fazit
39Kommentare
Kommentare lesen (39 Beiträge)
  1. Avatar
  2. Avatar
  3. Avatar
Anzeige
Artikel zum Thema
Anzeige