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Touch-freundliche Bildbearbeitung

Adobe veröffentlicht die Bildbearbeitung Photoshop Elements 11 und das Videoschnittprogramm Premiere Elements 11 mit heller und deutlich überarbeiteter Bedienoberfläche. Augenfällig sind besonders große Schaltflächen in der gemeinsamen Medienverwaltung, die den Blick aufs Wesentliche lenken und die Bedienung per Touch nahelegen. Der Organizer vergibt Geotags über eingebundene Google Maps. Fotos und Videos kann der Anwender via E-Mail, Flickr, Facebook, YouTube und Vimeo weitergeben oder mit Hilfe des CeWe-Fotoservice ausbelichten lassen.

Photoshop Elements besitzt auch im Schnell-Modus große Schaltflächen für die Korrektur von Belichtung, Tonwerten, Farbe und Schärfe. Die beiliegende vereinfachte Variante des Import-Plug-ins Camera Raw 7 verarbeitet Rohdaten nun auf Lightroom-4-Niveau und damit in deutlich besserer Qualität als der Vorgänger. Fotos lassen sich mit den Stilen Comic, Graphic Novel und Pen & Ink in Illustrationen umsetzen. Die Schnellauswahl bietet nun den aus Photoshop bekannten Dialog „Kante verbessern“, mit dem sich die Auswahl verfeinern lässt. Auch das Einsteiger-Videoschnittprogramm Premiere Elements 11 hat Adobe neu aufgelegt, mehr dazu auf Seite 30.

Beide Programme sind ab sofort für Windows und Mac OS X im Adobe Store erhältlich. Das Bundle kostet 149 Euro; die Einzelprodukte gibt es für je 99 Euro. (akr)

Fotoverwaltung und -entwicklung

Die Fotoverwaltung ACDSee Pro 6 läuft als 64-Bit-Anwendung auf Geräten mit mehr als 3 GByte Arbeitsspeicher deutlich schneller als der 32-Bit-Vorgänger. IPTC-Stichwörter, die ACDSee bisher als Kategorien importierte, haben zum schnelleren Zugriff ein eigenes Panel bekommen. Das Modul Entwickeln soll eine verbesserte Engine zur Rauschminderung erhalten haben. Neu ist außerdem eine Funktion zur Simulation von Cross-Entwicklung. Belichtung, Sättigung, Fülllicht, Kontrast und Klarheit lassen sich nun per Pinsel selektiv ins Bild malen. Maske und Einstellungen kann man jederzeit nachbearbeiten, da das Entwickeln-Modul alle Einstellungen als nichtdestruktives Anweisungsset speichert.

Für Web-Galerie- und Backup-Zwecke gibt der Hersteller 10 GByte Online-Speicherplatz dazu statt wie vormals nur zwei. ACDSee Pro 6 steht in englischer Sprache für Windows XP bis 8 zum Download bereit und kostet im Online-Verkauf knapp 75 Euro. Eine deutsche Version soll ab Oktober von Globell vertrieben werden. (akr)

Buchhaltung im Browser

Die webgestützte Auftragsbearbeitung lexoffice hilft Freiberuflern und Kleinbetrieben für monatlich knapp 6 Euro beim Schreiben von Angeboten, Auftragsbestätigungen und Rechnungen, die man per E-Mail verschicken oder ausdrucken und mit der Post versenden kann.

Die Dokumente werden in einem deutschen Rechenzentrum gespeichert. Demnächst sollen sie sich ebenso wie hochgeladene Scans von Eingangsdokumenten automatisch klassifizieren und für die Unternehmenssteuerung auswerten lassen. Auch die Verwaltung von Kunden- und Lieferantenkontakten, die Überwachung von Bankkonten und den online-Zahlungsverkehr kann lexoffice übernehmen. (hps)

Fotos und Videos retten

Die Datenrettungssoftware Stellar Phoenix Photo Recovery stellt in Version 5 erstmals Foto-, Musik- und Video-Dateien wieder her. Das Programm erkennt dabei auch Raw-Formate und HD-Videos vieler Spiegelreflexkameras. Die Bedienung in den drei Schritten Scan, Vorschau und Wiederherstellung soll auch unerfahrene Nutzer zur Datenrettung befähigen.

Phoenix Photo Recovery 5 zeigt während des Scans eine Vorschau zu rettender Dateien. Es kann Daten von Festplatten mit mehr als 2 TByte Speicherplatz und von optischen Datenträgern wiederherstellen. Beim Software-Vertrieb Avanquest ist das Programm für 40 Euro erhältlich. (akr)

Neue Acrobat-Familie

Das PDF-Werkzeug Acrobat XI kümmert sich verstärkt um das Bearbeiten und Wiederverwenden von Inhalten: Längere Passagen lassen sich nun unter Beibehaltung des Textflusses ändern. PDF-Dokumente exportiert Acrobat außer nach Word und Excel nun auch nach PowerPoint. Dabei versucht die Software, aus den verwendeten Hintergründen Vorlagen und Farbschemata abzuleiten.

Für die Langzeitarchivierung unterstützt das Programm den ISO-Standard PDF/A. Nicht konforme Objekte wandelt es in PostScript oder Pixelbilder um. Für den Export ins barrierefreie PDF gemäß ISO-Standard PDF/UA liefert Adobe ein verbessertes Word-Add-on und eine neue Acrobat-Funktion, die auf Konformität prüft und bei der Fehlerkorrektur hilft. Käufern von Acrobat XI Pro soll das bislang nur online verfügbare FormsCentral beim Gestalten und Auswerten von AcroForms- und HTML-Formularen helfen. Im Adobe Reader XI lassen sich ausgefüllte AcroForms-Formulare speichern.

Acrobat XI Pro soll Mitte Oktober für 560 Euro erscheinen (Upgrade: 240 Euro); die Standard-Version kostet 350 Euro (165 Euro). Abos für FormsCentral, den Signaturdienst EchoSign und Acrobat.com sind jeweils für knapp 15 Euro pro Monat zu haben. (atr)

Mind-Mapping im Team

Das Programmpaket MindManager heißt seit seiner jüngsten Ausgabe Mindjet 11 und soll nach den Plänen der Entwickler weit mehr leisten als nur Ideen per Mind-Map zu sortieren. Schon zusammen mit der vorherigen Programmversion hatte der Hersteller die Web-Plattform Connect geschaffen, über die mehrere Mitarbeiter per Browser, Mobil-App oder Desktop-Programm gemeinsam an einer Mind-Map arbeiten können.

Jetzt verschmelzen die Lizenzen für Programmpaket, Apps und Web-Dienst; außerdem ist ein Social-Task-Management-Tool hinzugekommen, mit dem man in einer Mind-Map Aufgaben an Mitarbeiter delegieren kann. Ebenfalls neu ist die Funktion, in Zweigen Berechnungen durchzuführen, sodass Knoten und Blätter zu kleinen Tabellenblättern mutieren.

Anlässlich der neuen Produktgliederung stellt Mindjet den Vertrieb seiner bisherigen Kauflizenzen auf ein Mietmodell um, das pro Anwender monatlich mit 35,70 Euro zu Buche schlägt. Kauflizenzen für das Desktop-Programm soll es nur noch über Fachhandelspartner geben, solange der Vorrat reicht. (hps)

Digital Publishing mit InDesign

Adobe erweitert sein Mietangebot für Creative-Suite-Anwendungen, die Creative Cloud, um die Single Edition der Digital Publishing Suite. Mit ihr lassen sich DTP-Inhalte aus InDesign als Apps für iOS und Android aufbereiten. Die Werkzeuge der Digital Publishing Suite stehen als Updates für InDesign CS6 zur Verfügung und lassen sich über den Adobe Application Manager laden. Auf dem iPad kann man die Designs kontrollieren, bevor man sie an den App Store übergibt.

Apps, die sich über In-App-Kauf mit mehreren Ausgaben bestücken lassen, erzeugen nur die Professional- und die Enterprise-Version; diese lässt auch das Anpassen der Reader-App an das Design der eigenen Publikation zu. Die Mitgliedschaft in der Creative Cloud kostet im Rahmen eines Jahresabonnements knapp 60 Euro im Monat. Mit monatlichem Kündigungsrecht werden monatlich knapp 90 Euro fällig. (akr)

Raw-Bearbeitung

Cyberlink veröffentlicht den PhotoDirector 4 für Windows und erstmals auch für Mac OS X. Das Programm bearbeitet Raw-Dateien nichtdestruktiv, erhält also die Originaldateien. Das Bibliotheksmodul versteht sich nun auf Gesichtserkennung. Fotos lassen sich mit einem HDR-Effekt versehen. Mit dem Figurenformer kann man Personen per Gitterverzerrung verschlanken und in die gewünschte Form bringen. Außerdem retuschiert das Programm Falten und hellt Augen sowie Zähne auf. Ein inhaltssensitives Retuschewerkzeug soll unliebsame Bildelemente wie Stromkabel nach Markierung per Pinsel durch den Hintergrund ersetzen. Auch chromatische Aberrationen korrigiert das Programm auf Wunsch. Die Fotos lassen sich ausdrucken oder als animierte Diashow gestalten.

PhotoDirector steht als Bestandteil einer Director Suite zur Verfügung, die außerdem das Videoproduktionswerkzeug PowerDirector11, das Farbkorrektur-Tool für Videos ColorDirector und den Mehrspur-Recorder AudioDirector enthält. Das Bundle kostet knapp 300 Euro, der PhotoDirector allein 100 Euro. (akr)

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