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Adobes Einsteigerschnittsoftware überarbeitet

Mehr Videoamateure für den Schnitt zu begeistern – das scheint eines der Ziele zu sein, die bei der Überarbeitung von Adobe Premiere Elements 11 im Vordergrund standen. Die Programmoberfläche sieht nun wieder heller aus; sie soll mit einem neuen Schnellmodus den Einstieg in den Videoschnitt leichter machen. Außerdem legt Adobe mehr Vorlagen bei, was die ersten Gehversuche beim Schnitt erleichtern soll.

Der Organizer, der auch bei Photoshop Elements startet, bindet Videodateien ein; die Wiedergabe funktioniert nun im Archivierungswerkzeug besser als zuvor. Außerdem wurden grundlegende Funktionen zur Fotokorrektur eingebaut; schließlich stehen direkte Upload-Funktionen auf Web-Portale bereit, neben YouTube auch für Vimeo und Facebook. Das Storyboard wird jetzt durch eine einsteigeroptimierte Schnellansicht ersetzt. Darin sieht man die Cliplängen – wie in einer Zeitleiste. Den Inhalt des Clips kann man anhand der kleinen Thumbnails eher schlechter erkennen als in der Vorversion. Die „Instant-Movie-Vorlagen“ lassen sich jetzt einzeln herunterladen.

Beim Schnell-Editor für Effekte hat Adobe sich bei Photoshop Elements bedient. Premiere Elements 11 zeigt anhand kleiner Vorschaubildchen, wie sich Modifikationen an Farbwerten oder Schärfe auswirken; auch künstlerische Effekte lassen sich im Voraus beurteilen und können mit einem Klick aufgerufen werden. Beim Zeitlupen-Effekt zeigt das Programm nun sogenannte Zeitzonen an, welche die Bedienung erleichtern sollen. Interessant ist die Steuerbarkeit der Überblendeffekte. Damit kann man – wie bei Photoshop – einstellen, wie die Bilder ineinander geblendet werden, wahlweise via Multiplizieren, Auflösen, Differenzen oder als weiches Licht.

Angesichts der Einsteigerausrichtung stand das Thema 64-Bit-Unterstützung offenbar vergleichsweise weit hinten: Die Software läuft zwar auf 64-Bit-Betriebssystemen, ist aber im Kern 32-bittig. Auch die GPU-Effektberechnung, die bei der Konkurrenz nahezu durchgehend angeboten wird, ließ Adobe außen vor; die technischen Anforderungen seien für den breiten Massenmarkt zu speziell, hieß es. Immerhin verspricht Adobe eine schnellere Videoberechnung als zuvor. Premiere Elements soll eine flüssige Vorschau auch auf kleinen, leistungsschwächeren Rechnern bieten.

Auf der Pressekonferenz waren noch keine 50p-Vorlagen verfügbar; allerdings kann der Anwender mit eigenen Parametereinstellungen solche Vorlagen generieren. Aus dem Internet geladen kostet Premiere Elements 11 nun 99 Euro; zusammen mit Photoshop Elements 11 sind es 149 Euro. Beide Programme sind sowohl für PC als auch für Mac erhältlich. Ein Premiere-Elements-Upgrade bietet Adobe für 81 Euro an, beim Paket mit Photoshop Elements sind 123 Euro zu zahlen. (Joachim Sauer/uh)

Neil Young plant Musikdienst für Audiophile

Seit geraumer Zeit wirbt Neil Young für bessere Klangqualität und will auch Steve Jobs kurz vor dessen Tod schon fast überzeugt gehabt haben, bei iTunes Inhalte in besserer Qualität anzubieten. Doch Apple verkauft nach wie vor verlustbehaftet mit AAC-kodierte Musik bei 256 kBit/s. Einzig das „Mastered for iTunes“-Programm deutet bisher auf eine Initiative für bessere Musikkonserven bei Apple hin.

Wie das Musikmagazin Rolling Stone berichtet, sind Youngs Worte jedoch inzwischen auf fruchtbaren Boden gefallen. In der „Late Show“ von David Letterman zeigte der Musiker einen Prototyp des „Pono“-Players (Hawaiianisch für „Gerechtigkeit“), der „Master Files“, aber auch alle gängigen anderen Audioformate abspielen soll. Pono solle die höchstmögliche digitale Audioqualität liefern – vermutlich mit 24 Bit/96 kHz oder gar 24 Bit/192 kHz abgetastetes, verlustfrei kodiertes Material – und sich vorrangig an Audiophile richten, denen die Qualität von MP3 & Co. nicht ausreiche. Welches Dateiformat genau eingesetzt wird, sagte Young nicht, es sei jedoch nicht neu.

Nach eigenen Angaben hat der Musiker einen Vertrag mit der Warner Music Group abgeschlossen und verhandelt unter anderem mit Sony. Der Player und der zugehörige Online-Shop für HD-Musik sollen im kommenden Jahr an den Start gehen. Tatsächlich ist Youngs Ansatz nicht neu: Bisher fristen Shops für High-Res- oder HQ-Audio wie HDtracks und Highresaudio.com allerdings ein Schattendasein.

(vza)

Profi-Schnittsoftware in zwei Varianten

Bei der Aktualisierung seiner Profi-Videoschnittsoftware Vegas Pro 12 hat Sony besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit Programmen Dritter gelegt, etwa Adobe Premiere CS6 und Final Cut Pro X von Apple. Zudem kann Vegas 12 Projektdaten an Avid Pro Tools weitergeben. Mit Ausnahme von Final-Cut-X-Daten importiert Vegas Pro auch die Projekte anderer Schnittsoftware. Farbkorrekturen erfolgen nun auf Wunsch im Lab-Farbraum; per Plug-in lassen sich die Farbeigenschaften eines Clips auf einen anderen übertragen. Um Bereiche im Bild auszublenden oder zu maskieren, dient ein spezielles Werkzeug, mit dem man beispielsweise Gesichter oder Schriften im Video unkenntlich machen kann. Damit die Software auch auf älteren oder weniger leistungsstarken Rechnern einsetzbar ist, baute Sony eine Smart-Proxy-Funktion ein; dann arbeitet Vegas 12 mit niedriger aufgelösten Dateien. Um sich im Medienvorrat besser zurechtzufinden, erlaubt das Programm, die Projektdaten mit speziellen Tags zu versehen. Schließlich soll die Software Panasonics P2-Medien unterstützen.

Das Komplettpaket Vegas 12 – inklusive Dolby Digital Professional Encoder und DVD Architect 5.2 – wird etwa 650 Euro kosten, als Upgrade 180 Euro. Eine preisreduzierte Variante ohne Dolby-Encoder und DVD-Authoring-Software will Sony für etwa 330 Euro anbieten. (uh)

Spielgeschehen als Live-Stream

Roxio hat sein Paket zum Mitschneiden von PC- und Konsolenspielen „Game Capture“ um eine „HD Pro“-Variante erweitert, die eine neue Capture-Box mit HDMI-Eingang mitbringt. Game Capture HD Pro soll Inhalte von Xbox 360, Kinect, Playstation, Wii und PCs über HDMI oder Komponenteneingang in 720p, 1080/60i oder 1080/30p aufzeichnen. Die beiliegende Software umfasst einen Video-Editor und kümmert sich auf Wunsch um die Weitergabe der Aufnahmen als Live-Stream: Wahlweise Justin TV oder die Videospiel-Community Twitch streamen die Video-Aufnahmen ins Netz. Die Autoren können ihren Stream live kommentieren und so mit Zuschauern in Verbindung treten.

Beim Nachbearbeiten hat man unter anderem die Wahl zwischen 90 Übergängen und kann dank Bild-in-Bild-Funktion den (separat aufgezeichneten) Spieler oder Kommentator einblenden. Das Material lässt sich direkt auf Facebook und YouTube exportieren. Game Capture HD Pro läuft ab Windows XP und kostet 140 Euro. Konsolenspezifische HDMI- und Komponenten-AV-Kabel sind nicht im Lieferumfang enthalten. (akr)

A/V-Notizen

Auf TechniSats Digital-TV-Receivern Digit Isio und DigiCorder Isio lief der Musik-Streaming-Dienst Napster bereits, nun hat der Hersteller auch seine Smart-TVs der Serien MultyVision Isio, TechniLine Isio und TechniVision Isio fit gemacht. Besitzer der Geräte können den Dienst eine Woche lang kostenlos ausprobieren, danach muss man ein Abo abschließen.

Ab Dezember will der TV-Sender Anixe HD Zuschauern mit einem Internet-Fernseher über den programmbegleitenden Online-Dienst HbbTV Zugriff auf eine Mediathek mit weit über 1000 Stunden Programm bieten.

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