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Dual-SIM-Smartphone mit Android

Mit Samsungs Dual-SIM-Smartphone Galaxy S Duos soll man auch während eines Telefongesprächs unter der zweiten Rufnummer erreichbar sein – anders als bei vielen anderen Telefonen mit zwei SIM-Schächten. Auch eine Datenverbindung soll nicht durch einen Anruf auf der anderen Leitung unterbrochen werden.

Die weiteren technischen Daten ordnen das Gerät in die Mittelklasse ein: Das 4-Zoll-Display zeigt 800 × 480 Pixel, der Einkernprozessor läuft mit 1 GHz, das 11n-WLAN beherrscht nur das 2,4-GHz-Band. An Bord sind Bluetooth 3.0 sowie HSDPA mit 7,2 MBit/s. Vom 4 GByte großen internen Speicher stehen dem Anwender knapp 1,8 GByte zur Verfügung; ein MicroSD-Slot ist vorhanden. Die rückseitige Kamera hat eine Auflösung von 5 Megapixel, die Frontkamera nimmt Videos im VGA-Format auf. Der Akku hat eine Kapazität von 1500 mAh, zu den Laufzeiten schweigt sich Samsung noch aus.

Ausgeliefert wird das Galaxy S Duos mit Android 4.0.4, Samsung verspricht ein Update auf 4.1 (Jelly Bean). Das Gerät soll noch im Oktober für 350 Euro auf den Markt kommen, einige Preisvergleicher listen es bereits für rund 250 Euro. (ll)

BlackBerry 10 im Zeitplan

RIM hat die dritte Beta von BlackBerry 10 samt neuem Entwickler-Smartphone „BlackBerry 10 Dev Alpha B“ vorgestellt. Das Gehäuse wirkt wie ein Erlkönig: Bildschirm und Bedienelemente sind eingelassen, eine dicke, kantige Kiste verbirgt die Elektronik. Gemunkelt wird, das sei schon das fertige Gerät, nur in einem klobigen Äußeren. Das Display solle besser sein als das des iPhone 5, das Browsen schneller als auf anderen Smartphones, sagte RIM-Chef Thorsten Heins bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen.

Auf dem Alpha-Gerät lief „Beta 3 SDK“, das zu großen Teilen die künftige Oberfläche von BlackBerry 10 mit vollem Multitasking zeigt; aktive Anwendungen sind dabei in verkleinerter Ansicht zu sehen. Der hereinwischbare BlackBerry Hub zeigt eine Übersicht aktueller Mails, BlackBerry-Messenger-Nachrichten und Meldungen aus Twitter, Facebook & Co. Später sollen sich dort auch andere Anwendungen einnisten. Anfang Oktober will RIM Tests mit Netzbetreibern starten, die Geräte sollen dann Anfang 2013 lieferbar sein – „voll im Zeitplan“ laut einem RIM-Sprecher.

Zudem konnte RIM einen neuen Rekord vermelden: 80 Millionen Kunden habe das Unternehmen nun, der Zuwachs von zwei Millionen in den letzten drei Monaten sei insbesondere auf Verkäufe von Geräten mit BlackBerry-OS 7 in Südostasien zurückzuführen. (jow)

HTC beschleunigt Android-Flaggschiff

HTCs Android-Flaggschiff One X ist nicht einmal ein halbes Jahr auf dem Markt, da präsentieren die Taiwaner schon den Nachfolger: Im One X+ arbeitet erneut der Vierkernprozessor Nvidia Tegra 3, allerdings nun mit 1,7 GHz Takt. Der Hauptspeicher – weiterhin 1 GByte – ist etwas schneller angebunden. Der nicht erweiterbare interne Speicher ist nun 32 oder 64 GByte groß statt bisher 16 oder 32 GByte. Installiert ist die aktuelle Android-Version 4.1, darauf setzt HTC seine Bedienoberfläche Sense in der Version 4+.

Das Display zeigt weiterhin 1280 × 720 Punkte auf 4,7 Zoll und ist von (verbessertem) Gorillaglas geschützt. Die Positionsbestimmung dürfte durch den zusätzlichen Glonass-Empfänger genauer sein. Der USB-Port unterstützt den Anschluss von Tastaturen und Mäusen. Die rückseitige Kamera nimmt weiterhin Bilder mit 8 Megapixeln und Videos in Full-HD auf, die Frontkamera mit nun 1,6 Megapixeln dreht 720p-Videos. Beide haben einen BSI-Sensor, der in dunkler Umgebung bessere Resultate erzielen soll; die rückseitige Kamera knipst während eines Videodrehs Bilder mit 6 Megapixeln. Eine Serienbildfunktion nimmt bis zu 99 Bilder in Folge auf, die Blitz-LED soll ihre Helligkeit automatisch der Entfernung zum Objekt anpassen. Zur Klangverbesserung setzt HTC erneut auf Beats Audio, der Lautsprecher soll durch einen eigenen Verstärker um bis zu 12 dB lauter sein. Videos gelangen per DLNA oder MHL-Anschluss auf geeignete Fernseher.

Zur Verbindung mit dem Netz stehen HSPA (21,6/5,7 MBit/s) sowie WLAN-n (2,4 und 5 GHz) zur Verfügung, Bluetooth ist in der Version 4.0 dabei. Angaben zu den Laufzeiten machte HTC noch nicht, der nicht wechselbare Akku ist auf 2100 mAh gewachsen; er sorgt damit für ein um 5 Gramm höheres Gewicht. Das Smartphone soll noch im Oktober für 650 Euro auf den Markt kommen. (ll)

Windows-8-Tablets mit Atom-Prozessor

Intel hat den Atom Z2760 vorgestellt, einen Zweikernprozessor für Tablets mit Windows 8. Der unter dem Codenamen Clover Trail schon häufiger in Vorserienmodellen aufgetauchte Prozessor ist ein Abkömmling des Smartphone-SoC Medfield (System on Chip) und soll besonders leichte und dünne Tablets ermöglichen: 8,5 Millimeter Dicke bei 660 Gramm Gewicht verspricht Intel. Viele Modelle waren auf der IFA zu sehen, dort wurden auch erste Preise bekannt, die eine Einordnung der Atom-Tablets zwischen den schnelleren und teureren mit Core-i-Prozessor und den leichteren, aber x86-unfähigen ARM-Tablets mit Windows RT erlauben.

Die beiden Kerne von Clover Trail haben je 512 KByte L2-Cache, laufen mit 1,8 GHz – etwas weniger als die Medfield-Variante, die Motorola kürzlich im Razr i vorgestellt hatte (siehe Seite 70) – und unterstützen Hyper-Threading. Das Zweikanal-Speicher-Interface spricht LPDDR2-Chips mit 800 MT/s an, die per Package on Package auf die CPU gesetzt werden können. Maximal lassen sich allerdings nur magere 2 GByte RAM ansprechen. Der Grafikkern ist ein PowerVR SGX 545 mit bis zu 533 MHz. Der Chip ist 196 mm2 (14 mm × 14 mm) groß und wird wie alle Atoms in einem 32-nm-Prozess gefertigt. Die speziellen Standby-Modi für Microsofts Connected Standby sowie Secure Boot sind eingebaut.

Intel führt sieben Tablets mit Z2760 auf, von denen viele schon auf der IFA oder früher zu sehen waren. Drei davon haben ein 11,6-Zoll-Display: Asus Vivo Tab TF810 (Stifteingabe), HP Envy x2 (ab 900 Euro, erst im November) und Samsung Smart PC (Stifteingabe). Die anderen vier sind 10-Zöller: Acer Iconia W510 (optional UMTS), Lenovo Thinkpad 2 (Stifteingabe, Docking-Station), Dell Latitude 10 (für Business-Kunden, Windows 8 Professional, Docking-Station) und ZTE V98 (700 Gramm, 8,9 mm Dicke). Für die meisten ist eine ansteckbare Tastatur lieferbar. Sie alle sind frühestens zum Start von Windows 8 am 25. Oktober erhältlich. (jow)

Mobil-Notizen

Nokia bringt seine neuen Windows-Phone-8-Smartphones Lumia 820 und 920 im November nach Deutschland. 650 Euro soll das Spitzenmodell Lumia 920 kosten, 500 Euro das 820.

Die Amazon-Tablets Kindle Fire HD (ab 200 Euro) und Kindle Fire (160 Euro) sowie der Reader Kindle (80 Euro) sind ab 25. Oktober auch in den Filialen von Gravis erhältlich. Damit bietet der eher als Apple-Reseller bekannte Händler erstmals einen direkten Konkurrenten zum iPad an.

Samsung nennt Preise für das Galaxy Note II: Die 16-GByte-Version soll 700 Euro kosten, die mit 32 GByte 800 und die mit 64 GByte 900 Euro. Händler listen die 16-GByte-Variante für rund 600 Euro mit Lieferbarkeit zu Mitte Oktober.

Der US-Flugzeugbauer Boeing will seine Flugzeuge 747-8 und 777 ab Ende 2013 mit Femtozellen ausliefern. Damit können die Passagiere während des Flugs telefonieren und im Internet surfen, sofern keine gesetzlichen Verbote bestehen.

Laut einer GFK-Studie haben die Deutschen im ersten Halbjahr 2012 E-Books für 44 Millionen Euro gekauft. Damit verdoppelte sich der Umsatzanteil von E-Books am Gesamtumsatz von heruntergeladenen Unterhaltungsmedien auf 11 Prozent.

Samsung stellt für sein Android-Spitzenmodell Galaxy S3 ein Update auf Jelly Bean (Android 4.1.1) zur Verfügung. Es soll zunächst in Polen ausgeliefert werden, ein Termin für Deutschland steht noch nicht fest.

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