Test & Kaufberatung | Kurztest

Skylander Giants

Der Vorgänger-Titel (c’t 26/11, Seite 204) brachte saftige Action für Kinder ab zehn Jahren. Die Spielfiguren zum Anfassen sprachen dabei den Sammeltrieb dieser Zielgruppe an. Nun kehren die Skylanders zurück, in Form von „Skylander Giants“ – doppelt so großen Gestalten, die sich gegen erheblich größere Feinde zur Wehr setzen müssen. Durch geschickten Einsatz der Figuren müssen die Spieler verhindern, dass der Finsterling Kaos die Macht wiedererlangt.

Dazu suchen die Kinder nach Schlüsseln, lösen Rätsel und wechseln je nach Situation ihre Figur, um deren jeweilige Stärke zu nutzen. Denn jeder Skylander gehört zu einem der acht Elemente Luft, Wasser, Berg, Geister, Feuer, Magie, Natur und Technik. Zu bestimmten Bereichen im Spiel hat nur eine Figur mit passendem Elementarzeichen Zutritt. Der Wechsel der Figuren erfolgt über das Portal – einem per Funk mit der Spielkonsole verbundenen Zubehör, das wie ein Brunnen aussieht. Zum Launch des Spiels kommen acht neue, beeindruckende Figuren heraus. Einige von ihnen leuchten, sobald sie auf das Portal gesetzt werden: Der Roboter Bouncer etwa rollt auf einem Rad durch die Level und setzt seinen roten Laserstrahlblick ein. Tree Rex ist ein grummelnd vor sich hinstampfender Baum, Jet-Vac eine Art schwebender Kampfstaubsauger und Swarm ein Kampfinsekt, das sich in einen gemeinen Wespenschwarm verwandeln kann.

Bei allen Figuren sitzt der Speicher für den Levelstand im Fuß der realen Spielfigur. So lässt sich damit plattformübergreifend spielen, beispielweise daheim an der Xbox und anschließend bei Freunden an einer Wii oder PS3. Figuren aus dem ersten Skylander-Titel kehren mit neuen Eigenschaften zurück. Sie können ihr Fähigkeiten-Level, das bisher auf 10 begrenzt war, im neuen Spiel auf 15 steigern; andersherum funktionieren die Giants jedoch nicht im Vorgänger-Spiel. ...

Activision

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www.skylanders.com/de

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Xbox 360

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auch erhältlich für: Nintendo Wii, 3DS, PS3

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Starter-Pack mit Portal/Figuren: 70 (Wii, 3DS)/75 (Xbox, PS3) Booster-Pack mit zusätzlichen Figuren: 55 (Wii/3DS)/ 60 (Xbox, PS3)

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ab ca. 10 Jahren (USK: ab 6)

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EAN: 503091711t5523

Villa Cäcilia

Ein Haus der Musik für kleine und große Kinder

Der Berliner Verlag Ridili hat sich auf das Erzählen von interaktiven Kindergeschichten spezialisiert, wobei es sich stets um eigens für iOS geschriebene und illustrierte Geschichten handelt, vertont mit exzellenten Sprechern. Mit der Musik-App „Villa Cäcilia“ betritt Ridili Neuland: Es handelt sich um ein interaktives Musik-Sachbuch für iPad oder iPhone; der Schwerpunkt liegt auf der Klassik. In der dreisprachigen App besuchen die Kinder Alex und Katja mit ihren Eltern die Villa Cäcilia, in deren Räumen sie durch Zuhören und Ausprobieren nach und nach herausfinden, was Musik eigentlich ist. Dabei ermutigt die App dazu, selbst aktiv zu werden – sei es mit einem richtigen Instrument, mit der eigenen Stimme oder mit zu Rhythmusinstrumenten umfunktionierten Alltagsgegenständen.

Leider kann sich die App nichts merken. Jedesmal, wenn das Kind einen bereits bekannten Raum erneut betritt, fängt der Einführungstext wieder von vorne an. Ein Überspringen ist zwar möglich, aber dazu müssen die Jungen und Mädchen wissen, dass das missverständliche Symbol mit der Sprechblase nicht „Ton aus“ bedeutet, sondern die Sprachausgabe abbricht und zurück in den Eingabemodus wechselt, der während der Textausgaben jedesmal deaktiviert wird. Außerdem sind manche Textpassagen viel zu lang. Bis die Kinder selbst aktiv werden dürfen, vergehen dann schon mal einige Minuten des Zuhörens – das erweckt den Eindruck von Schulmeisterei. Insgesamt nutzt die App die Vorteile eines interaktiven Mediums nicht optimal.

Dennoch ist „Villa Cäcilia“ mit Sicherheit die bislang beste Lern-App zu Klassischer Musik. Einen Höhepunkt stellen die in Zusammenarbeit mit dem Berliner Rundfunk-Sinfonie-Orchester und dem Berliner Domchor eingespielten Hörbeispiele dar. Anhand der insgesamt 90 Minuten Musik lernen Kinder, warum ein Instrument gestimmt werden muss, was den Rhythmus bestimmt oder wie Musik Stimmungen transportiert. Auch hier kann reichlich selbst ausprobiert werden: So dirigieren die Mädchen und Jungen einen Chor, erraten einen bestimmten Ton und probieren Percussion aus. Im Tonarchiv finden die Spieler CDs mit Chorgesängen, Instrumentals oder gar Jazz. Beim Abschlusskonzert gibt es sogar ausgezeichnete Videos mit Stücken bekannter Komponisten, darunter Mozart, Brahms, Schubert und Wagner. (Thomas Feibel/dwi) ...

Ridili

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www.ridili.de

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iPad mit iOS ab 4.0

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5,49

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ab ca. 6 Jahren

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