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3D und Videoeffekte gratis

Das Open-Source-Paket Blender eignet sich gleichermaßen für die 3D-Modellierung und Animation wie fürs Rendern und Bearbeiten von Videos. Version 2.64 bringt diese verschiedenen Aspekte dichter zusammen, denn die Entwickler haben sich dafür auf Werkzeuge und Arbeitsgänge konzentriert, die Blender zum Erzeugen von visuellen Effekten nach der Filmaufnahme (VFX) bislang fehlten. Motion Tracking fürs Übertragen von Bewegungsmustern von Schauspielern auf 3D-gerenderte Charaktere beherrschte Blender zwar schon früher, jetzt sind die verschiedenen Tracker aber zu einem zentral steuerbaren System zusammengefasst.

Der planare Tracker wurde komplett neu implementiert. Masken beschränken den Einfluss von Filtern auf bestimmte Bildteile, blenden Objekte ganz aus oder sperren Partien im Modelliermodus gegen ungewollte Verformung. Man legt Masken in einem eigenen Editor an, wobei sich die Kante von Kontrollpunkt zu Kontrollpunkt unterschiedlich weich ausblendend definieren lässt. Für die Montage von Bildelementen bietet Blender einen eigenen Modus des Node Editor, bei dem sich der gewünschte Effekt als Graph aus Aktions- und Filterknoten sowie Input- und Output-Kanälen zusammenklicken lässt. Weitere Verbesserungen betreffen das Farbmanagement, den eingebauten Cycles-Renderer sowie Schatten- und Physikeffekte in der 3D-Echtzeit-Engine für Spiele. Blender läuft unter Windows ab XP, Mac OS X, Linux und FreeBSD. (pek)

Business-Grafik halbautomatisch

SmartDraw ist ein Zeichenprogramm, das auf schematische Darstellungen, Diagramme und Visualisierungen aus der Geschäftswelt spezialisiert ist. Es erzeugt Grafiken halbautomatisch und nimmt dem Anwender mit Assistenten und Vorlagen Arbeit ab. Mit Version 2013 können Anwender die erzeugten Grafiken über den Cloud-Dienst des Herstellers für Teams freigeben. Hierfür bietet der Hersteller zusätzlich ein Browser-Frontend sowie eine App für iOS – eine eigene SmartDraw-Lizenz sollen die Mitarbeiter nicht benötigen. Projektstrukturpläne lassen sich automatisch in eine Zeitleisten-Darstellung verwandeln, Aufgaben kann man einzelnen Mitarbeitern zuweisen und ihnen Termine setzen. SmartDraw setzt Grafiken als neue Folien in PowerPoint-Präsentationen ein und animiert sie automatisch. Alternativ sollen sich Vorträge aus dem Zeichenprogramm heraus mit Folien unterlegen lassen – für die Präsentation reiche ein Smartphone, verspricht der Hersteller.

Das Programm läuft unter Windows ab 2000 und kostet in der Standard-Version 297 US-Dollar; Integration von PowerPoint und SharePoint bietet die Business-Variante für 397 Dollar. Die Enterprise-Version kostet 497 Dollar, importiert zusätzlich Visio-Dateien und verzahnt sich mit Microsoft Project. (pek)

Wiederzusammenführung

Vier Generationen lang waren Michael und Victoria die meistgenutzten Zusatzmodelle für den Figuren-Renderer Poser von Smith Micro. Als Victoria-Hersteller Digital Art Zone (DAZ) vor einem knappen Jahr die fünfte Generation seiner Erfolgspuppen veröffentlichte, war diese allerdings nur zu deren eigenen Produkt DAZ Studio kompatibel – Poser-Anwender gingen leer aus.

Nachdem Smith Micro mit dem Service Pack 3 für Poser Pro 2012 und Poser 9 die Plug-in-Architektur wesentlich erweiterte, zieht DAZ jetzt mit dem Poser-Plug-in „DSON Importer for Poser“ nach. Es macht das DAZ-eigene Format für Poser verständlich und bringt damit Victoria und Michael  zu Poser zurück. In der Einführungsphase ist das später 25 US-Dollar teure Plug-in kostenlos.

Das über drei Setup-Programme verstreute DSON-Plug-in ist ein knapp 500 MByte großer Brocken und klinkt sich nach der Installation in die Poser-Menüleiste ein. Michael 5 und Victoria 5 muss man separat kaufen. Zudem passt Zubehör für die Luxuspuppen nur teilweise: Poser-Anwender müssen beim Kauf von Kleidung, Texturen und Posen darauf achten, ob das Gewünschte auch DSON-kompatibel ist.

Derweil hat Smith Micro ein Service Pack 3.1 für Poser 9 und Poser Pro 2012 veröffentlicht. Es korrigiert diverse Mängel, darunter Renderfehler. Für Poser Pro wurde zusätzlich die Anbindung an ZBrush und 3ds Max 2013 aktualisiert (Download siehe c’t-Link). (ghi)

Raw-Bearbeitung

Der Raw-Entwickler Lightroom 4.2 und das Photoshop-Import-Plug-in Camera Raw 7.2 stehen auf der Adobe-Webseite zum Download bereit. Die Updates unterstützen Rohdatenformate für 21 neue Kameramodelle, darunter die Canon EOS 650D, Fujifilm XF1, Fuji FinePix F800EXR, Leica S, D-LUX 6 und V-LUX 4, Nikon Coolpix P7700, Nikon 1 J2, Panasonic DMC-G5, DMC-LX7 und DMC-FZ200 sowie Sony Alpha NEX-5R, NEX-6 und SLT-A99V. Auch für Tethered Capture unterstützt Lightroom 11 neue Kameramodelle von Nikon und Canon.

Eine vollständige Liste unterstützter Kameramodelle, weiterer Profile für die Objektivkorrektur und aller Bugfixes findet sich im Lightroom Journal (siehe c’t-Link). Für Nutzer von Lightroom 4 beziehungsweise Photoshop CS6 ist das Update kostenlos. Beide Programme sind für Mac OS X und Windows erhältlich. (akr)

Erweiterung für quelloffenes Raw

Die Spezifikation 1.4 für Adobes quelloffenes digitales Negativformat DNG unterstützt 32 Bit Farbtiefe pro Kanal, etwa für in der Kamera errechnete HDR-Bilder. Dank Transparenz lassen sich zusammengesetzte Panoramen nun ohne vorherigen Beschnitt speichern – die Randbereiche bleiben durchsichtig. Kameras, die Fotos in verschiedenen Seitenverhältnissen schießen, können mit DNG den Bildausschnitt als Maske speichern und dabei die gesamte Sensor-Information im Raw ablegen. Mit Lightroom lässt sie sich zurückholen.

Fürs Archiv lassen sich DNG-Dateien nun verlustbehaftet komprimieren. Schließlich ermöglicht DNG 1.4 Stellvertreter in geringer Auflösung, um etwa auf einem schwachbrüstigen Laptop Farbwerte unterwegs zu bearbeiten und die Einstellungen zu Hause auf die Originalfotos anzuwenden. (akr)

Anwendungs-Notizen

Der Software-Hersteller Maxon stellt den 3D-Renderer Cinema 4D R14 für Schüler und Vollzeitstudenten kostenlos zur Verfügung. Die mit der Studentenversion erstellten Daten lassen sich mit der kommerziellen Vollversion weiterbearbeiten. Nutzer müssen sich online registrieren und erhalten dann einen 18 Monate gültigen Lizenzschlüssel.

Version 7.5.5 der Foto-Workflow-Software DxO Optics Pro unterstützt die Raw-Formate der Canon EOS-1DX, der Nikon D600 sowie der Panasonic Lumix DMC-G5 und DMC-LX7.

Adobe hat auf seinen Labor-Seiten die zweite Preview seiner Farbinterpolations-Erweiterung für Photoshop CS6 bereitgestellt. Ein Filter füllt die transparenten Bereiche einer Ebene, indem er die Farben aus den Randbereichen weich ineinander überblendet. Der andere gleicht die Farben im Randbereich einer Ebene denen der darunterliegenden Ebene an.

Der Buchhaltungs-Webdienst Scopevisio kann ab sofort Elster-Daten für Anmeldesteuern authentifiziert ans Finanzamt schicken, so wie es ab 2013 Vorschrift sein wird.

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