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Microsofts Musikdienst

Microsoft hat im Oktober seinen Musikdienst „Xbox Musik“ gestartet, der einen klassischen Download-Store mit einem Streaming-Angebot und personalisierten „Sendern“ kombiniert. Der Dienst kam zuerst mit einem System-Update für die Spielkonsole Xbox 360. Darüber hinaus soll das Musikportal fester Bestandteil von Windows 8, Windows RT und Windows Phone 8 sein. Im kommenden Jahr sollen andere mobile Plattformen folgen. Der Principal Program Manager Scott Porter stellte in Aussicht, es werde „möglicherweise sogar Apps für iOS und Android geben“, Windows Phone 7 bleibt jedoch außen vor.

Die kostenlose Variante von Xbox Musik ist ein werbefinanzierter Streaming-Dienst nach dem Vorbild des bekannten Konkurrenten Spotify. Das Angebot umfasst laut Microsoft 30 Millionen Titel, die in voller Länge abgespielt werden können. Nach sechs Monaten schränkt Microsoft die Nutzungsdauer auf monatlich zehn Stunden ein. Ein „Xbox Music Pass“ für 10 Euro/Monat öffnet Abonnenten unbegrenztes Streaming auf allen Plattformen sowie einen Offline-Modus. Darüber hinaus können sie auf 70 000 Musikvideos zugreifen.

Über den Smart DJ können Anwender personalisierte Radiostationen nach dem Vorbild von Pandora und Last.fm zusammenstellen. Im kommenden Jahr will Microsoft darüber hinaus eine „Scan and Match“-Funktion integrieren, die sich an iTunes Match und Amazons Cloud Player Premium orientiert. Wie bei der Konkurrenz soll man auch hier Musikstücke in einen Cloud-Speicher hochladen können, wobei bereits zentral vorhandene Stücke die eigenen Dateien ersetzen. Im Xbox Music Store kann man auch MP3-Dateien kaufen: Ein Windows-8-Rechner führte Preise zwischen 1,30 und 2 Euro pro Titel und 10 Euro pro Album auf.

Music Pass gibt es vorerst in 22 Ländern, die kostenlose Streaming-Variante in 15 Ländern, darunter auch Deutschland. (sha)

60-köpfiges Orchester im Rechner

Native Instruments hat „Action Strings“ veröffentlicht, ein Instrument für den Sampler Kontakt 5 und den kostenlosen Kontakt-5-Player. Das phrasenbasierende Instrument entstand aus Aufnahmen eines 60-köpfiges Streichorchesters. Dem Entwickler Dynamedion (Halo Legends, Call of Duty 4, The Bourne Ultimatum) zufolge empfiehlt sich das Instrument für Film- und Computerspiel-Soundtracks sowie Rock-, Pop- und Urban-Produktionen. Insgesamt enthält das rund 300 Euro teure Paket 14 GByte an musikalischen Phrasen, allesamt eingespielt vom FilmHarmonic Orchestra Prag. Das Orchester besteht aus einem hochstimmigen Ensemble mit 22 Violinen, acht Violas und sechs Violoncelli sowie einem tiefstimmigen Ensemble mit zehn Violas, acht Violoncelli und sechs Bässen. Die Phrasen erstrecken sich laut NI von einfachen Patterns bis hin zu verschachtelten Melodien, die alle in jeder Tonart und in zwei Dynamikstufen live eingespielt wurden.

Den Entwicklern zufolge lag der Fokus auf leichter Bedienung. So soll es etwa möglich sein, über das Modwheel zwischen unterschiedlichen Dynamikstufen zu überblenden. Jede der über 150 Phrasen ist in eine fünfteilige Gruppe gegliedert, in der jeweils fünf weitere Slots belegbar sind. Neben einer freien Wahl der Tonart für jede Phrase lassen sich mit dem Phrase-Browser alle Slots einzeln belegen oder ändern. Jede Phrase ist zudem via Keyswitch auswählbar und kann im Trigger-Modus gespielt oder mit dem Tempo des Host-Sequenzers synchronisiert werden. Dank Time-Machine-Pro-Algorithmus lässt sich das Tempo der Phrasen in Echtzeit verändern. (nij)

Beleuchtete Bluetooth-Tastatur

Logitech bewirbt das Bluetooth Illuminated Keyboard K810 als drahtlose Tastatur für iOS, Android und Windows. Das „und“ ist wörtlich gemeint: Die Tastatur paart sich mit bis zu drei Geräten; eine Tastenkombination schaltet die Zuordnung um.

Mit seiner abgerundeten Form, kompakten Größe und Aluminiumunterseite zielt das K810 deutlich auf Tablet-Benutzer aller Couleur. Hauptpublikum sollen aber Windows-8-Anwender sein: Zwischen Strg und Alt liegt eine Taste mit Windows-Logo; mit der FN-Taste wechselt man zwischen Apps.

Logitech verspricht, dass die Hintergrundbeleuchtung der K810 nur die Tastenbeschriftung beleuchtet und nicht an den Tastenrändern herausstrahlt. Die Beleuchtung soll sich automatisch an die Umgebungshelligkeit anpassen und geht aus, wenn der Anwender die Hände von der Tastatur nimmt. Die Tasten sind leicht konkav und per Scherentechnik gepuffert.

Das Bluetooth Illuminated Keyboard K810 besitzt einen fest integrierten Akku, der über ein mitgeliefertes USB-Kabel aufgeladen wird. Bei einer täglich zweistündigen Nutzung mit maximaler Helligkeit soll eine Vollladung zehn Tage durchhalten. Die Preisempfehlung des Herstellers beträgt 100 Euro. (ghi)

DJ-Software geht pro

Anfang November will Spezialist Serato die Vollversion seiner DJ-Software „Serato DJ“ veröffentlichen. Die Software ist der Nachfolger von Serato Itch und der große Bruder von „DJ Intro“, das mit diversen DJ-Controllern für den Hobby-Sektor ausgeliefert wird.

Serato DJ soll bis zu vier virtuelle Plattenteller steuern, die direkte Ansteuerung von bis zu acht Cue-Points oder Loops ermöglichen und hochwertige Effekte mitbringen. Zusätzlich bindet das Programm sekundäre MIDI-Controller ein und kann über das Zusatzprogramm Serato Video auch für A/V-Mixe eingesetzt werden.

Zu Anfang wird Serato DJ ausschließlich mit Pioneers Luxus-Controller DDJ-SX ausgeliefert, der 1000 Euro kosten soll. Ab Dezember sollen Nutzer von DJ Intro für 200 US-Dollar auf das große Produkt umsteigen können. Zuerst sollen die Controller Denon DJ MC2000, Numark Mixtrack Pro und Pioneer DDJ Ergo unterstützt werden; im Laufe des Winters dann weitere neun Controller von Numark, Reloop und Vestax. Besitzer von Itch-Controllern sollen im Frühjahr 2013 kostenlose Upgrades auf Serato DJ erhalten. (ghi)

Großer iPad-Flügel

IK Multimedia hat mit „iGrand Piano“ eine Sammlung virtueller Flügel und Stehklaviere veröffentlicht, die sich über das iPad spielen lassen. Die kostenlose Ausführung der App enthält zwei Pianos mit jeweils 49 Tasten: ein Flügel und ein Jazz-Stehklavier; Letzteres bedarf einer Registrierung. Für rund 16 Euro erhält man ein Paket mit acht virtuellen Instrumenten mit vollem Tonumfang, darunter Klassik-, Rock- und Jazz-Ausführungen. Auch hier gibt es nach der Registrierung ein weiteres Exemplar. Über einen In-App-Kauf kann man für 8 Euro neun weitere Modelle erwerben.

Laut Entwickler wurden alle Instrumente in Stereo mit mehreren Anschlagstärken in „Konzertqualität“ gesamplet und lassen sich direkt über eine virtuelle Tastatur auf dem Tablet oder über ein angeschlossenes MIDI-Keyboard spielen. In der App lässt sich unter anderem die Öffnung des virtuellen Deckels bestimmen und die Stimmung des Pianos verändern. Ein Metronom und ein Recorder sind integriert, Aufnahmen lassen sich als WAV- und M4A-Dateien exportieren. (nij)

Audio/Video- Notizen

Die Privatsendergruppe ProSiebenSat.1 will im kommenden Jahr zwei neue Free-TV-Kanäle starten. Aktuell tragen diese den Namen „Sat.1 Gold“ und den Arbeitstitel „ProSieben Maxx“. Beide richten sich an einkommensstarke „Best Ager“. Dabei wird ProSieben Maxx eher auf ein männliches Publikum zugeschnitten sein, wohingegen sich Sat.1 Gold an Frauen wendet.

Microsoft hat das Herbst-Update für die Xbox 360 veröffentlicht, das unter anderem den Internet Explorer auf die Spielkonsole bringt, die Sprachsuche verbessert und den Musikdienst Xbox Musik (siehe oben) integriert.

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