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Großer Name, kleines Handy

Mit seinem Namensverwandten, dem High-End-Smartphone Galaxy S3 hat das Samsung Galaxy S3 Mini nur wenig gemeinsam: Die Erwartungen auf einen Vierkernprozessor oder HD-Auflösung im iPhone-Format erfüllt Samsung nicht. Zu mindestens bekommt das S3 Mini ein farbstarkes AMOLED-Display verpasst.

Zwar übernimmt das Galaxy S3 Mini den Gehäuse-Look des großen Bruders, siedelt sich ansonsten aber mit einem Dual-Core-Prozessor und 4-Zoll-Display eher in der Smartphone-Mittelklasse an (siehe Tabelle). Der interne Speicher ist je nach Modell 8 oder 16 GByte groß, ein MicroSD-Slot ist vorhanden. Wie groß der Preisunterschied zwischen den Speichervarianten sein wird, verriet Samsung noch nicht. Als Farben stehen Blau und Weiß zur Auswahl. An der Front wird man wie beim großen Galaxy S3 einen mechanischen Home-Button und zwei Sensorflächen finden.

Samsung hat mit dem Galaxy Music außerdem ein besonders kompaktes Smartphone vorgestellt. Bisher selten ist die Kombination aus nur drei Zoll großem Display und halbwegs aktuellem Android 4.0.4, vergleichbare Geräte laufen meist mit Version 2.3 oder früher. Android 4.1 will Samsung angeblich per Update nachliefern, ein Termin steht nicht fest. Seinen Beinamen verdankt das Galaxy Music unter anderem den Stereo-Lautsprechern an der Front, UKW-Radio und einer Gehäusetaste, die den Musikplayer startet.

Nicht nur bei der Größe des Displays übt sich Samsung allerdings in Bescheidenheit: Der Prozessor hat einen einzelnen langsamen Kern und das Display ist der Auflösung nach zu urteilen arg pixelig. Der Akku ist mit 1300 mAh vergleichsweise klein. Den bis vor kurzem in den Spezifikationen aufgeführten Projektor hat Samsung inzwischen dementiert. Unter der Bezeichnung Galaxy Music Duos soll es laut Samsung auch eine Version mit Dual-SIM-Unterstützung geben.

Zu Preisen und Verfügbarkeit beider Geräte machte Samsung bisher keine Angaben. Laut der Webseite Futurezone soll das S3 Mini in Österreich ab November für 400 Euro zu kaufen sein. Angesichts der Ausstattung dürfte sich der Preis für das Galaxy Music aber deutlich unter 200 Euro bewegen. (asp)

Matroschka

Das Asus Padfone 2 ist wie sein Vorgänger eine exotische Kombination aus Tablet und Smartphone. Das Tablet ist nicht viel mehr als ein 10,1-Zoll-Touchbildschirm mit Akku und Docking-Halterung für das LTE-fähige Smartphone, ohne das es nicht funktioniert. Erst wenn das Handy hinten in das Tablet geschoben wird, nutzt es dessen größeren Bildschirm und lädt sich über den Tablet-Akku auf. So sollen Laufzeiten von bis zu drei Tagen möglich sein.

Anders als beim Vorgänger wird das Smartphone nicht durch eine Klappe abgedeckt, sondern liegt auf einer Seite frei, sodass man weiterhin die Kamera mit 13 Megapixeln benutzen kann. Trotz fehlender Verriegelung soll das Smartphone so sicher in der Halterung sitzen, dass man die Geräte-Kombo auch auf den Kopf drehen kann, ohne dass das Smartphone herausrutscht. Die Kamera soll laut Gerüchten von Sony stammen und die gleiche sein wie im Smartphone Sony Xperia T. Ebenfalls anders als beim Padfone-Vorgänger wird Asus kein kontraststarkes AMOLED-Display mehr im Handy verbauen, sondern einen hochwertigen IPS-Bildschirm, der laut Hersteller mit maximal 550 cd/m2 strahlt. Diese Technik ist für Blickwinkelunabhängigkeit bekannt, zeigt aber weniger brillante Farben.

Das Telefon ohne Tablet soll 135 Gramm wiegen, also leicht über dem Smartphone-Durchschnitt. Im Verbund kosten die Geräte 800 (32 GByte) und 900 Euro (64 GByte) und bringen 649 Gramm auf die Waage. Der Einzelpreis für das Smartphone ist noch unbekannt, ob man es überhaupt ohne Tablet kaufen kann ebenfalls. Bei den Geräte-Rückseiten hat man die Wahl zwischen Schwarz und Weiß, die Vorderseiten sind immer schwarz. (hcz)

Verfügung gegen Samsung aufgehoben

Ein US-Bundesberufungsgericht hat am 11. Oktober die von Apple erwirkte einstweilige Verfügung gegen das Galaxy Nexus aufgehoben. Das Samsung-Smartphone soll ein Apple-Patent verletzen, das eine Oberfläche für den Informationsabruf aus verschiedenen Datenbanken schützt und ein Bestandteil der Sprachassistentin Siri ist.

Das Berufungsgericht begründete die Aufhebung damit, dass „Apple keine Belege dafür vorlegen konnte, dass die beanstandete Funktion Kunden maßgeblich zum Kauf des Galaxy Nexus verleite.“ Richterin Lucy Koh hatte das Smartphone demgegenüber Ende Juni mit der Begründung vom US-Markt verbannt, Apple erleide durch den weiteren Verkauf einen „irreparablen Schaden“. Das Berufungsgericht sah in der Begründung aber einen Missbrauch des der Richterin zustehenden Ermessensspielraums. Die einstweilige Verfügung gegen das Galaxy Nexus war bereits Anfang Juli ausgesetzt worden und damit faktisch nur wenige Tage in Kraft.

Die Entscheidung im Hauptverfahren, von dem auch weitere Samsung-Geräte wie das Galaxy S3 betroffen sind, wird erst im Frühjahr 2014 erwartet. Zuletzt befanden Geschworene – ebenfalls in einem Verfahren vor Richterin Koh –, dass Samsung an Apple 1,05 Milliarden Dollar Schadenersatz zu zahlen habe. Die endgültige Entscheidung hierüber steht ebenfalls noch aus. (lbe)

Motorola bietet nur noch zwei Smartphones an

Auf der deutschen Webseite von Motorola herrscht Leere. Bis auf die beiden Android-Smartphones RAZR i und RAZR HD sind alle Telefone und auch das Tablet Xoom 2 verschwunden. Das bisherige Spitzenmodell RAZR ist genauso verschwunden wie die Mittelklassemodelle der Defy-Serie. Motorola begründete die Aktion damit, dass man sich nun auf wenige ausgesuchte Modelle konzentrieren wolle. Die entfernten Modelle will der Hersteller nicht wieder in Deutschland anbieten.

In Blogs kursieren währenddessen Gerüchte, dass Motorola die Geräte wegen der aktuellen Patentstreitigkeiten unter anderem mit Microsoft und Apple nicht mehr verkauft. Es liegt die Vermutung nahe, dass Software-Patente verletzt wurden. In diesem Jahr verlor Motorola bereits drei deutsche Gerichtsverfahren gegen Apple und drei gegen Microsoft. Welche Patente in diesem Fall problematisch sein könnten, ist unklar.

Noch gibt es alle von der Webseite entfernten Geräte bei Online-Händlern zu kaufen. (hcz)

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