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Schlanke IPS-Monitore

Acer und Viewsonic folgen dem Trend zu „rahmenlosen“ Monitoren: Bei Acers S275HL und den Viewsonic-Monitoren VX2370Smh und VX2770Smh erstrecken sich die Displays nahezu bis an den Gehäuserand. Die Bezeichnung rahmenlos passt allerdings nicht ganz: Die sichtbare Bildfläche ist von einem etwa ein Zentimeter breiten Rand eingefasst – unter den geschwärzten Rändern der Displayoberfläche verbirgt sich die Panelansteuerung.

Die blickwinkelstabilen IPS-Panels der drei Neulinge zeigen 1920 × 1080 Bildpunkte und nutzen LEDs für die Hintergrundbeleuchtung. Acer setzt beim 27"-Monitor wieder auf den asymmetrischen Standfuß mit 1,5-Watt-Lautsprechern und zwei HDMI-Eingängen. Viewsonics 23- und 27-Zöller haben eine HDMI-Buchse und einen DVI-Eingang. Acers S275HL ist ab November für 330 Euro erhältlich, der VX2370Smh und der VX2770Smh kommen Ende Oktober für 190 beziehungsweise 320 Euro auf den Markt. (spo)

Schick und kontraststark

BenQs VW-Serie fällt durch ein schickes Design in Weiß, nebst asymmetrischem Standfuß und abgerundeten Ecken ins Auge. Eine Vertiefung links im Fuß soll als Ablage für Kleinkram wie Büroklammern dienen. Alternativ passt dort das „Docking-Accessoire“ rein, zwischen dessen Haltenasen sich Visitenkarten oder Handys klemmen lassen. Das Design des VW2230H und des VW2430H erinnert an die 2009 vorgestellte V-Eco-Serie – bei ihr wurde die Mulde im Fuß noch als Blumenschale genutzt.

Dem Trend zum IPS-Panel schließt sich BenQ derzeit nicht an. Stattdessen stecken sowohl im 22"- als auch im 24"-Modell VA-Panels mit 1920 × 1080 Bildpunkten. In puncto Winkelabhängigkeit dürften die VA-Schirme mit der günstigen IPS-Konkurrenz mithalten können. Beim Kontrast stecken sie andere LCD-Techniken dank ihrer satten Schwarzanzeige dagegen meist locker in die Tasche. So verspricht BenQ bei beiden Schirmen einen statischen Kontrast von 5000:1.

Das LED-Backlight sorgt für 250 cd/m2 und eine geringe Leistungsaufnahme, weshalb sich beide Geräte mit dem Energy-Star-Logo in der Version 5.1 schmücken dürfen. Kurze Grauschaltzeiten von vier Millisekunden deuten auf eine Overdrive-Funktion hin und machen die Displays auch für Liebhaber schneller Spiele interessant. Mit HDMI- und DVI-Buchsen haben sie zudem zwei Digitaleingänge. Beide Monitore kommen laut BenQ Anfang November in den Handel, der VW2230H für 170 Euro, der VW2430H für 220 Euro. (spo)

23"-Monitor mit Mobilgeräteanschluss

Eine der beiden HDMI-Eingänge von Philips 237E4QHAD akzeptiert außer PC-Signalen auch solche per MHL (Mobile High Definition Link): Verbindet man den 23-Zöller über ein MHL-Kabel mit der Micro-USB-Buchse moderner Android-Smartphones oder -Tablets, zeigt er deren Bildinhalt auf seiner größeren Schirmfläche an. Damit der Akku des Mobilgeräts während der Wiedergabe nicht schlapp macht, werden die Mobilgeräte über das MHL-Kabel zugleich aufgeladen. Die HDMI-MHL-Verbindung überträgt auch Ton, den der 237E4QHAD über seine 2-Watt-Lautsprecher ausgibt.

Das IPS-Panel mit 1920 × 1080 Bildpunkten verspricht eine geringe Winkelabhängigkeit und dank LED-Backlight auch eine niedrige Leistungsaufnahme. Die Reaktionszeit von sieben Millisekunden (grey-to-grey) lässt auf eine Overdrive-Funktion schließen, womit der Schirm auch zum Spielen flott genug sein dürfte. Der 237E4QHAD ist ab sofort für 230 Euro erhältlich. (spo)

Porto-Plug-in für Open-Office

Die Post hat ein Plug-in für OpenOffice veröffentlicht, mit dem sich Writer-Dokumente direkt aus der Anwendung frankieren lassen. Wie bei dem Word-Plug-in (c’t 22/12, S. 150) ist für die Online-Frankierung eine Internet-Verbindung und fürs Bezahlen eine virtuelle Portokasse bei der Post erforderlich, für die man sich mit Zahlungsmöglichkeiten (PayPal, Giropay, Lastschrift) anmelden kann.

Das Plug-in funktioniert mit den Versionen 3.3 und 3.4 der freien Office-Suite sowohl unter Windows als auch auf Intel-Macs und unter Linux. Damit können nun auch Anwender von Windows-Alternativen Office-Dokumente direkt frankieren. Für Microsoft Word unterstützt die Post bislang nur die Versionen 2003, 2007 und 2010, ein Plug-in für die Mac-Version Word 2011 fehlt bislang. (tig)

Blickwinkelstabile Mobildisplays

Der taiwanische LCD-Hersteller AU Optronics hat mit E Ink und dessen Tochterunternehmen Hydis Technologies ein Patentabkommen geschlossen: Innerhalb der kommenden 10 Jahre können die Unternehmen demnach jeweils Patente des anderen Partners lizenzfrei nutzen. Für AUO dürften vor allem die Nutzungsrechte an der Fringe-Field-Switching-Technik (FFS) von Hydis interessant sein: FFS hat ähnlich gute Blickwinkel-Eigenschaften wie die Paneltechnik IPS (In Plane Switching). Die Bewegung der FFS-Flüssigkristalle im elektrischen Feld gilt sogar als etwas reaktionsschneller, was den Display-Schaltzeiten zu Gute kommt.

Sowohl FFS als auch IPS und das Samsung-eigene Derivat PLS (Plane in Line Switching) werden aktuell für Mobilgeräte genutzt – unter anderem von Apple für sämtliche iOS-Displays. Für größere Displays, etwa bei großen Fernsehgeräten, kommt die IPS-Technik bisher seltener zum Einsatz. Zu den wenigen Panellieferant zählen hier LG Displays und Panasonic.

Im Monitorbereich hat sich die Situation seit dem letzten Jahr zu Gunsten der IPS- und PLS-Panels verbessert: Die günstigen IPS- und PLS-Monitore sind zwar nicht ganz so blickwinkelunabhängig, farbstabil und kontraststark wie High-End-Monitore, aber meist deutlich besser als Geräte mit herkömmlichen TN-Displays.

Um als Panellieferant bei Apple ins Spiel zu kommen, müssen Hersteller mit ziemlicher Sicherheit eine der genannten blickwinkelstabilen LCD-Techniken – IPS, FFS oder PLS – beherrschen. Deshalb hatte auch Sharp vor einiger Zeit ein Patentabkommen mit E Ink respektive Hydis geschlossen und darf seither die FFS-Technik lizenzfrei nutzen. Im Gegenzug kann E Ink auf grundlegende Patente von Sharp im Bereich der Flüssigkristalle und der TFT-Technik frei zugreifen. Sowohl Sharp als auch AU Optronics nutzen für größere Panels die VA-Technik (Vertical Alignment) in den Derivaten ASV (Advanced Super View; Sharp) und MVA (Multi Domain Vertical Alignment; AUO). (uk)

Mehr OLEDs, Plasma stark rückläufig, LCDS dominieren

Nach 2011 geht es mit der krisengeschüttelten Displayindustrie offenbar wieder aufwärts: Für das Jahr 2012 hat DisplaySearch einen Gesamtumsatz von 120 Millionen US-Dollar und damit ein Gesamtwachstum von 8 Prozent vorausgesagt. Interessant ist der Anteil, den die einzelnen Displaytechniken an diesem globalen Wachstum haben.

So können die OLEDs mit Aktiv-Matrix-Ansteuerung (AMOLEDs) als einzige Technik ein zweistelliges Plus – stolze 84 Prozent – verzeichnen. Allerdings ist der mit AMOLEDs voraussichtlich erzielte Jahresumsatz mit 6,5 Millionen US-Dollar im Vergleich zur LCD-Technik (knapp 108 Millionen Dollar) noch überschaubar. Die mit Pixeltransistoren gesteuerten TFT-LCDs liegen mit einem Plus von 8 Prozent genau im Mittel, haben allerdings auch die Verluste des Vorjahres (–6  %) wieder gut zu machen. LCDs mit Passiv-Matrix verlieren dagegen auch in diesem Jahr mit –32 Prozent wieder deutlich an Boden. Grund hierfür dürften die aktuell niedrigen Einstiegskosten für TFT-LCDs respektive OLEDs sein. Den passiven (PM-)OLEDs ergeht es tendenziell nicht besser als den passiven LCDs: Auch sie werden 2012 voraussichtlich 2 Prozent weniger Umsatz erbringen.

Mit einem zweistelligen Minus haben seit zwei Jahren die Plasmadisplays zu kämpfen. Die Plasmatechnik steckt inzwischen nur noch in knapp 7 Prozent aller Flachbildfernseher. Immerhin erzielen die Hersteller mit den PDP-TVs 2012 weltweit voraussichtlich noch etwa 3,4 Millionen US-Dollar. Die Röhrentechnik ist dagegen auch in Entwicklungsländern so gut wie vom Markt verschwunden: Der globale Jahresumsatz wird hier nur noch bei etwa 0,4 Millionen US-Dollar liegen – ein erneutes Minus von 38 Prozent.

Noch signifikanter fallen die erwarteten Verluste bei den Displays mit der energieeffizienten Elektrophorese-Technik aus: Die E-Paper-Displays werden nach Einschätzung von DisplaySearch in diesem Jahr fast 60 Prozent weniger Umsatz generieren. Und dass, nachdem sie im vergangenen Jahr um 43 Prozent zulegen konnten. Schuld dürfte die immer noch eingeschränkte Nutzungsmöglichkeit des elektronischen Papiers sein – und die mit E-Readern konkurrierenden Tablets. In diesen steckt üblicherweise die farbstarke und videotaugliche LCD-Technik an Stelle der sparsamen elektronischen Tinte.

Das erneute Wachstum der LCoS-Technik könnte an Mobilgeräte, genauer gesagt an Mobilprojektoren geknüpft sein: Während in Präsentations- oder Heimkino-Projektoren üblicherweise LCD- und DLP-Technik steckt, nutzen Winzbeamer oft die flinke reflektive LCoS-Technik. Möglicherweise gehen die Marktbeobachter davon aus, dass noch in diesem Jahr einige Mobilgeräte mit der LCoS-Projektionstechnik ausgestattet werden. (uk)

Gegen den Burn-out bei OLEDs

Die Firma Ignis hat ein Verfahren vorgestellt, das Einbrenner bei OLED-Displays beseitigen soll. Hintergrund: Die Pixel eines organischen Displays verlieren an Leuchtkraft, wenn sie über lange Zeit konstant angesteuert werden. Der Effekt ähnelt dem bei Plasmadisplays: Dort, wo beispielsweise ein Logo sehr lange an derselben Stelle auf dem Schirm steht, ist es später als eine Art Schatten zu sehen, da die Pixel an dieser Stelle ihre Leuchtkraft etwas eingebüßt haben.

Nach welcher Zeit sich dieser „Burn-out“ bei OLEDs einstellt, ist uns bisher nicht bekannt; dass er irgendwann auftritt, scheint dagegen sicher. Bei Plasmadisplays steuern die Hersteller üblicherweise mit einem Ausbrennen sämtlicher Pixel dagegen: Eine Art Scheibenwischer schaltet das gesamte Display hell und reduziert damit die Leuchtkraft aller Bildpunkte. Bei den OLEDs will Ignis offenbar den umgekehrten Weg beschreiten: Die Pixel mit reduzierter Leuchtkraft werden von einem höheren Strom durchflossen, wodurch sie wieder heller leuchten. Für die MaxLife-Technik benötigt Ignis sowohl in den Pixeln als auch in den Treiberstufen eigene Schaltkreise, um Helligkeit und Temperatur zu ermitteln. Ein Controller vergleicht die Messergebnisse in einer Look-up-Tabelle mit den Sollwerten und steuert gegebenenfalls nach. Das Unternehmen hat das Verfahren auf der CEATEC an einem 20-zölligen OLED-Prototypen demonstriert. Das vordringliche Problem bei den OLEDs sei nicht die reduzierte Helligkeit, sondern die dadurch entstehende inhomogene Schirmausleuchtung, erklärte Ignis dazu.

An einigen älteren Smartphones mit OLED-Display kann man das Burn-out-Phänomen selbst beobachten: Die vormals einwandfreie Darstellung von weißen Flächen gerät den über längere Zeit gebrauchten Smartphones teilweise etwas bunt – es fehlt das Blau zur neutralen Farbmischung. Blau hat die geringste Lebensdauer beziehungsweise per se die geringste Leuchtkraft, weshalb die blauen Subpixel beispielsweise in Samsungs sogenannter Pentile-Matrix deutlich größer sind als die roten und grünen Subpixel.

Während der mögliche Farbstich bei den kleinen Smartphone-Displays nicht gar so tragisch ist – zumal die meisten Handys ohnehin nach wenigen Jahren ausgetauscht werden –, ist er für teure OLED-Fernseher ein absolutes No-Go. Wohl auch deshalb hatte Samsung schon vor geraumer Zeit auf der DisplayWeek Kompensationsschaltungen präsentiert, die direkt in den OLED-Displays saßen: Kleine Sensoren auf der Pixelebene ermittelten die Leuchtkraft der sie umgebenden Pixel und griffen korrigierend ein, indem sie an den entsprechenden Stellen den Stromfluss erhöhten. Ob Samsung und LG solche Maßnahmen in ihren kommenden OLED-Fernseher nutzen, ist uns bisher nicht bekannt. (uk)

Ultrahochauflösendes Mobil-LCD

Bei Sharp ist die Produktion von fünfzölligen Displays mit Full-HD-Auflösung und 500 cd/m2 Leuchtdichte angelaufen. Die 1920 × 1080 Pixel auf 12,7 Zentimetern Diagonale bedeuten eine Pixeldichte von 443 ppi (Pixel pro Zoll) – weit mehr als bisher übliche Auflösungen im Mobilbereich. So erzielt Sonys Xperia S mit 341 ppi ganze 100 ppi weniger, das iPhone 5 bringt es „nur“ auf 326 ppi.

Die hochauflösenden Mobildisplays fertigt Sharp aus 730 × 920 mm großen Glassubstraten. Während das Unternehmen für größere hochauflösende Displays auf Transistoren in der sogenannten IGZO-Technik (Indium Gallium Zink Oxid) setzt, kommt bei dem 440-ppi-LCD interessanterweise die hauseigene CGS-Technik (Continous Grain Silicon) zum Zuge.

Die dem Polysilizium ähnliche Kristallstruktur hat eine besonders gute Elektronenbeweglichkeit – laut Sharp 600-mal so gut wie herkömmliches amorphes Silizium (a-Si) und bis zu 6-mal besser als Low Temperature Polysilizium (LTPS) – und damit besonders leitfähige Transistoren. Außerdem sind die CGS-TFTs kleiner und bedecken dadurch weniger Fläche im Pixel. Das erhöht die Lichtdurchlässigkeit des Panels und trägt zur geringeren Leistungsaufnahme des Mobildisplays bei. Da die Steuerelektronik mit auf dem Panel integriert wird, kann die Einfassung von CGS-Panels zudem sehr schmal ausfallen. (uk)

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