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Neue Macs: 13"-Retina-MacBook, dünner iMac, Mini mit USB 3.0

Auf der iPad-Mini-Veranstaltung stellte Apple auch neue Macs vor, die allesamt dank Ivy-Bridge-Architektur mit USB 3.0 ausgestattet sind. Zu einem ganz neuen Gerätetyp zählt das MacBook Pro 13-Zoll mit Retina-Display, dessen Bildschirm viermal so viele Pixel wie der des normalen MacBook Pro 13" aufweist, nämlich 2560 × 1600. Damit sei es das Notebook mit den zweitmeisten Bildpunkten weltweit – nach dem 15-Zoll-Retina-Book. Außerdem soll das IPS-Panel um 75 Prozent besser entspiegelt sein. Das Gehäuse ist mit 1,9 Zentimetern 5 Millimeter dünner geworden, das Gewicht sank von 2,06 auf 1,62 Kilogramm.

Wie beim MacBook Pro 15" Retina gibt es kein DVD-Laufwerk und keine herkömmliche Festplatte mehr, sondern steckbare SSD-Module mit 128 oder 256 GByte Kapazität. Der Hauptspeicher ist aufgelötet und fasst 8 GByte. Der Core-Prozessor vom Typ i5 hat nur zwei Kerne und ist mit 2,5 GHz getaktet. Mit Turbo Boost erreicht er 3,1 GHz. Einen dedizierten Grafikchip wie beim 15-Zöller gibt es nicht, Intels integrierte HD-4000-Grafik muss die Arbeit allein verrichten. Statt FireWire und Gigabit-Ethernet wartet das Notebook mit je zwei Thunderbolt- und USB-3.0-Ports auf, daneben mit HDMI, MagSafe 2, Audio-Out und einem SD-Card-Slot. Zur Ausstattung zählen außerdem Bluetooth 4.0, 802.11n-WLAN (3 Antennen), Stereo-Lautsprecher, zwei Mikrofone, ein großes Glas-Trackpad für Gestenerkennung, eine beleuchtete Tastatur und eine 720p-Videokamera. Der nur in Teilen verklebte Akku hält laut Apple bis zu sieben Stunden. Das Notebook beherrscht auch die Power-Nap-Funktion, bei der es im Ruhezustand Updates und Nachrichten lädt.

Das Basis-Modell mit 128 GByte Flash-Speicher kostet 1750 Euro, für 2050 Euro bekommt man das mit 256 GByte. Den 2,9-GHz-Core-i7 gibts gegen 200 Euro Aufpreis. Wer 768 statt 256 GByte Flash-Speicher haben möchte, zahlt 1000 Euro mehr.

iMacs

Die iMacs hat Apple deutlich verschlankt, zumindest an den Seiten sind Alu-Gehäuse und Glas zusammen nur 5 Millimeter dick. Dieser Diät ist der DVD-Brenner zum Opfer gefallen, während der SD-Card-Slot nach hinten gewandert ist. Die Frontscheibe der neuen iMacs reicht immer noch an drei Seiten bis an den Rand, ist aber auf das Panel auflaminiert und soll laut Apple um 75 Prozent weniger spiegeln. Es bleibt bei den Display-Diagonalen von 21,5 und 27 Zoll und den Auflösungen von 1920 × 1080 respektive 2560 × 1440 Punkten. Im Inneren arbeiten i5-Ivy-Bridge-Prozessoren mit vier Kernen. Neu beim iMac sind außerdem die USB-3.0-Ports und die Mobil-Grafikchips der Serien GeForce GT und GTX von Nvidia.

Optional erhältlich ist das neue „Fusion Drive“, das aus 128 GByte Flash und einer magnetischen Festplatte mit 1 oder 3 TByte ein gemeinsames Volume bildet. Darauf werden automatisch oft benutzte Daten in den Flash-Teil geschoben, ohne dass der Anwender dies steuern müsste oder könnte. Es soll fast so schnell sein wie eine reine SSD. Alle vier Basis-Konfigurationen sind mit 8 GByte RAM und einer 1-TByte-Platte ausgestattet, in den 21,5-Zöllern dreht sie mit 5400 statt 7200 U/min. FireWire-Buchsen gibt es nicht mehr, aber durchgängig zwei Thunderbolt-Ports. Bluetooth-Tastatur und Magic Mouse bleiben im Lieferumfang.

Der günstigste iMac mit 21,5-Zoll-Bildschirm, 2,7-GHz-Core-i5 (Turbo 3,2 GHz) und GeForce GT 640M kostet 1350 Euro. Mit GeForce GT 650M und 2,9 GHz (Turbo 3,6 GHz) werden 1550 Euro fällig. Das 27-Zoll-Modell mit gleichem Prozessor und GeForce-GTX-660M-Grafik schlägt mit 1880 Euro zu Buche. Für das Flaggschiff mit 3,2 GHz (Turbo Boost auch 3,6 GHz), und Nvidia GeForce GTX 675MX, die 1024 statt 512 MByte Bildspeicher zur Verfügung hat, verlangt Apple 2050 Euro. Die Vorgänger waren noch 100 bis 200 Euro günstiger. Hyper Threading beherrschen nur die optionalen i7-Quadcores. Die Preise für die Sonderausstattungen waren bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Die 21,5-Zoll-iMacs sollen noch im November ausgeliefert werden, die 27-Zöller erst im Dezember.

Mac mini

Dem zuletzt im Juli 2011 aufgefrischten Mac mini spendierte Apple nun auch USB 3.0 und schnellere Prozessoren mit der integrierten Grafik Intel HD 4000 statt HD 3000. Außerdem entzog sie der teureren Version den dedizierten Grafikchip und setzt nun dort eine Quadcore-CPU ein. Der günstigste Mac mini kostet jetzt 630 Euro. Er bringt einen Core-i5-Zweikernprozessor (2,5 GHz, Turbo Boost 3,1 GHz), 4 GByte RAM, Intels HD 4000 Graphics und eine 500er-Festplatte mit. Das Modell für 830 Euro besitzt einen Vierkern-i7-Prozessor mit 2,3 GHz Taktrate (Turbo 3,3 GHz) und eine Festplatte mit 1000 GByte Kapazität. Für das größere Modell gibt es gegen 100 Euro Aufpreis den Core-i7-Prozessor mit 2,6 GHz sowie eine 256-GByte-SSD statt der Festplatte für 300 Euro. Das mit den iMacs vorgestellte Fusion-Drive mit 1-TByte-Festplatte schlägt mit 250 Euro zu Buche.

Ebenfalls überarbeitet wurde der Mac mini Server mit Quad-Core-CPU: Neu sind 2,3 statt 2,0 GHz Taktrate und zwei 2,5-Zoll-Festplatten mit je 1 TByte Fassungsvermögen (vorher je 500 GByte). Alle Minis kosten 30 Euro mehr als die Vorgänger und sind bereits lieferbar. (jes)

Scrollende Bücher

In der neuen iOS-Reader-App iBooks 3 kann man durch Buchseiten nicht nur blättern, sondern nun alternativ von oben nach unten scrollen. Zitate, Anmerkungen und eine Buchempfehlung lassen sich unter anderem auf Twitter oder Facebook teilen. Alle im iBooks-Store gekauften Bücher listet die App dank iCloud nun auf allen Geräten desselben Accounts auf.

iBooks Author 2 für das Layout von Schul- und Multimediabücher beherrscht jetzt mathematische Formeln, die in LaTex oder MathML-Notation verfasst wurden. Fonts lassen sich für ein individuelles Schriftbild wie im PDF einbetten, zusätzliche Widgets sorgen für mehr Interaktivität. Außerdem hat Apple iBooks Author weitere Designvorlagen spendiert. Die Software ist kostenlos im Mac App Store zu haben. (thk)

Enttäuschte Erwartungen nach guten Zahlen

Vermutlich, weil viele Konsumenten auf neue Produkte warteten, fiel Apples Gewinn niedriger aus, als von den Anlegern erhofft. Zwar stieg der Umsatz mit 36 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 7,7 Mrd. US-Dollar und auch der Gewinn legte nach 6,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 8,2 Milliarden Dollar zu, verfehlte aber die Erwartungen der Wall Street knapp. Was dann auch mit Aktienverkäufen quittiert wurde.

Gut 17 Milliarden US-Dollar steuerte die iPhone-Sparte zum Konzernumsatz bei. Vom iPhone 5 gingen fünf Millionen Geräte allein am ersten Verkaufswochenende Mitte September über die Ladentheke. So setzte Apple insgesamt 26,9 Millionen iPhones ab, im Unterschied zu 17,1 Millionen im Vorjahresquartal.

Auch die Gerüchte um neue iPads ließen viele Kunden offenbar abwarten. Mit 14 Millionen Tablets verkaufte Apple zwar 26 Prozent mehr als im Vorjahr, aber 18 Prozent weniger als im dritten Geschäftsquartal. Analysten hatten zwei Millionen iPads mehr erwartet. Der Umsatz mit Laptops stieg um 9  Prozent auf 3,9 Millionen Stück. Der Absatz von Desktop-Rechnern brach hingegen um 24 Prozent auf unter 1 Million Geräte ein. Auch die iPod-Verkaufszahlen gingen weiter zurück. Im vierten Quartal konnte Apple 5,3 Millionen Musikplayer absetzen, im Vierteljahr zuvor waren es noch 6,8 Millionen. Apple wird für das Quartal am 15. November eine Bardividende von 2,65 US-Dollar pro Stammaktie ausschütten. (jra)

Neue iPads: ein renoviertes und ein kleines

Am 23. Oktober hat Apple in San José zwei neue iPads vorgestellt. Das iPad mini ist mit einer Höhe von 20 cm, einer Breite von 13,5 cm und einer Dicke von 7,2 mm etwa so groß wie ein Taschenbuch und deutlich kleiner als die bisherigen Modelle. Es wiegt mit 308 bis 312 Gramm weniger als die Hälfte eines iPad 3 (650 Gramm). Auch Nexus 7 (340 Gramm) und Kindle Fire HD (395 Gramm) sind schwerer. Die Mini-Ausgabe des iPads besitzt ein 7,9 Zoll großes Display mit derselben Auflösung (1024 × 786) wie das iPad 2. Durch den kleineren Bildschirm steigt die Pixeldichte von 132 auf 163 ppi an. Das kommt allerdings nicht an den Wert von 326 ppi beim iPhone (5/4S/4) oder von 264 ppi beim iPad mit Retina Display heran. Auch die Konkurrenzprodukte Nexus 7 und Kindle Fire HD zeigen mit je 216 ppi bei 1280 × 800 Bildpunkten auf einem 7 Zoll großen Display eine höhere Pixeldichte.

Als Prozessor setzt Apple beim Mini wie beim iPad 2 auf einen Dual-Core-A5, die Speicherausstattung beträgt wie üblich 16, 32 oder 64 GByte. Als Schnittstellen fungieren der neue Lightning-Port und ein Kopfhöreranschluss. Eine FaceTime-Kamera auf der Vorderseite nimmt Bilder mit 1,2 Megapixeln auf und unterstützt 720p-Video, die iSight-Kamera auf der Rückseite kann 5-Megapixel-Fotos schießen und filmt 1080p-Videos. Der integrierte Akku soll bis zu 10 Stunden durchhalten.

Beim iPad mini kann man zwischen den Farben Schwarz/Graphit und Weiß/Silber wählen. Als Zubehör bietet Apple außerdem Smartcover in sechs Farben an. Ansonsten gibt es Modelle nur mit WLAN und Bluetooth 4.0 und solche, die zusätzlich über Mobilfunkchip und GPS verfügen. Neben UMTS und EDGE beherrscht der Funkchip auch LTE, Nutzen kann man hierzulande nur das von der Telekom verwendete LTE-Band mit 1800 MHz. Wie beim iPhone 5 kommt eine Nano-SIM zum Einsatz.

Zusammen mit dem iPad mini hat Apple auch die vierte iPad-Generation eingeführt. Neu ist der schnellere A6X-Prozessor, der laut Apple doppelt so viel CPU- und GPU-Leistung bringen soll wie der A5X-Prozessor im iPad 3. Auch hier findet man jetzt den Lightning-Port und LTE mit 1800 MHz. Es bleibt bei der Micro-SIM. Ebenfalls verbessert wurde die FaceTime-Kamera, die jetzt Fotos mit 1,2-Megapixel schießt und 720p-HD-Video aufnimmt. Die rückseitige iSight-Kamera mit 5-Megapixeln unterstützt nun Gesichtserkennung bei der Videoaufzeichnung. Zudem legt Apple ein Netzteil mit 12 statt 10 Watt Leistung bei.

Alle neuen iPads sollen noch im November in den Handel kommen und sind seit dem 26. Oktober vorbestellbar. Der Preis für die WLAN-Modelle beginnt bei 329 Euro (iPad mini) respektive 499 Euro (iPad 4) und der Einstieg mit Mobilfunkchip beginnt bei 459 Euro respektive 629 Euro. Die Verdopplung des Speichers schlägt jeweils mit 100 Euro zu Buche. (ohu)

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