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Anti-Atom

Die Performance-Lücke zwischen den Atom- und den kleinsten Pentium- respektive Core-i-Prozessoren schließt Intel mit den 800er-Celerons aus der Mobilfamilie. Sie sind ungefähr doppelt so schnell wie die Atom-CPUs. Obwohl der Name des zugehörigen NM70-Chipsatzes an den für den Atom (NM10) erinnert, gehören die Celerons zur Sandy-Bridge-Familie (32 nm Strukturen) und der Chipsatz sogar schon zur aktuellen Serie 7. Das „N“ steht für Netbook/-top und das „M“ für Mobile. Es geht also um Systeme mit fest eingelöteter CPU und 17 Watt Thermal Design Power (TDP).

ECS Elitegroup baut rund um diese Chips eine kleine Mainboard-Familie im Mini-ITX-Format. Während auf das NM70-I nur ein Slot für SO-DIMMs passt und der PEG-Slot nur mit acht PCIe-2.0-Lanes versorgt wird, nimmt das NM70-I2 zwei normale DDR3-Riegel auf und verbindet Grafikkarte und CPU mit 16 Lanes. Beide Boards gibt es wahlweise mit Celeron 847 (2 Kerne, 1,1 GHz) oder Celeron 807 (1 Kern + Hyper-Threading, 1,5 GHz). Auch bei der integrierten Grafikeinheit unterscheiden sich die beiden Prozessoren: Der Dual-Core betreibt sie mit maximal 800 MHz und der Single-Core darf auf 950 MHz aufdrehen. Des Weiteren stehen zwei verschiedene LAN-Chips von Intel respektive Realtek zur Wahl.

Biostar geht mit dem NM70I-847 einen ganz ähnlichen Weg, konzentriert sich aber auf den Dual-Core, Slots für zwei ganz normale DIMMs und bindet den PEG-Slot mit acht Lanes an. Keine Unterschiede gibt es zwischen all diesen Boards bei den Anschlüssen. So kann man nur ein Laufwerk per SATA 6G, aber drei per SATA-II anbinden. USB 3.0 ist nicht mit von der Partie – das verwehrt Intel dem NM70-Chipsatz. Der maximale Speicherausbau liegt bei 16 GByte vom Typ DDR3-1333. Obwohl die Prozessoren nur 17 Watt TDP haben, greifen sowohl Biostar als auch Elitegroup zu aktiven Kühlsystemen mit kleinen Lüftern. Das NM70I-847 von Biostar kostet in Deutschland rund 72 Euro, Elitegroup konnte bis zum Redaktionsschluss noch keine Preise nennen. (bbe)

3D-Kamera

Die Kamera Ensenso N10 erstellt dreidimensionale Abbildungen. Dazu wirft der eingebaute Projektor ein zufälliges Punktmuster auf das Objekt, das dann von zwei Shutter-CMOS-Sensoren aufgenommen wird. Anhand der Positionen von Projektor und Kamera sowie dem Wissen über das projizierte Muster kann die Software auch bei Objekten ohne markante Texturen die Entfernung jedes einzelnen Bildpunktes errechnen.

Das Ganze klappt laut dem Hersteller IDS (Imaging Development Systems) bei Arbeitsabständen zwischen 0,3 und 1,4 Metern sowohl mit stehenden als auch bewegten Gegenständen. Die Framerate beträgt 30 Bilder pro Sekunde. Weil das System mit gepulstem Licht im Infrarotbereich arbeitet, soll es zudem relativ unabhängig vom Umgebungslicht sein. An den PC liefert die Ensenso N10 ihre Daten per USB-Schnittstelle. Wem die mitgelieferte Software nicht reicht, der kann die Kamera auch über ein C++-API ansteuern. Den Preis für eine Ensenso N10 veröffentlichte der Hersteller bislang nicht. (bbe)

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