Trends & News | News

Google Music in Deutschland gestartet

Seinen Musikdienst Google Music hat der Suchmaschinenbetreiber nun auch in Deutschland gestartet. Eigene und online gekaufte Musik kann man im Cloud-Speicher von Google Music ablegen, 20 000 eigene Titel lassen sich mit einem Account nutzen. Musik, die man in Googles Play Store gekauft hat, wird nicht auf den Cloud-Speicherplatz angerechnet. Nur Titel, die Googles Matching-Algorithmus nicht erkennt, müssen in den Cloud-Speicher übertragen werden – wie etwa bei den kostenpflichtigen Angeboten Amazon Cloud Player Premium und Apple iTunes Match. Anders als diese 25 Euro im Jahr teuren Dienste kostet Google Music nichts.

Die Software für den Dienst, Google Play Music Manager, übernimmt die Synchronisation lokaler Musiksammlungen mit Google Music. Das Programm ist für Windows, Mac OS X und Linux verfügbar; es unterstützt die Dateitypen MP3, WMA (nur Windows), AAC (.m4a), FLAC und Ogg Vorbis (.ogg). Dateien in den drei letzteren Formaten werden beim Upload in MP3-Dateien mit 320 kBit/s konvertiert. Die in der Cloud gespeicherten Songs lassen sich mit dem Music Manager wieder herunterladen.

Für Android-Smartphones und -Tablets steht eine App bereit, mit der man die in der Cloud gespeicherten Songs unterwegs hören kann; auch der Kauf von Titeln im Play Store läuft darüber. Schließlich kann man Google Music im Browser nutzen oder die Musik auf einem der bisher wenig verbreiteten Google-TV-Geräte anhören.

Für einzelne Musiktitel muss man im Play-Store zwischen 69 Cent und 1,29 Euro bezahlen, wobei Letzteres eher die Regel ist. Zwar kann man alle Songs 90 Sekunden lang vorhören, aber nicht jeden einzeln erwerben. Manche gibt es nur im Album. Albenpreise rangieren zwischen 3,49 Euro („Hits Pur – 20 Jahre eine Band“) für ältere Scheiben und 15,49 für Neuerscheinungen (z. B. „GRRR!“ von den Rolling Stones) oder besonders angesagte Alben. Die meisten Alben kosten 6,99 oder 7,99 Euro.

Google startet seinen Musikdienst – neben seinem Videodienst – hierzulande als Letzter der vier „Großen“. Das kostenlose Angebot könnte regen Zulauf bekommen und dürfte Apple und Amazon unter Zugzwang setzen. Microsoft hat die „Scan & Match“-Technik erst fürs kommende Jahr angekündigt, dafür kann man dort ebenso wie etwa bei Spotify kostenfrei per Streaming auf (fast) den gesamten Musikkatalog von um die 30 Millionen Titeln zugreifen. (vza)

Bezahlmodell für Musikvideodienst

Im kommenden Jahr will der Musikvideodienst Tape.tv auf ein flexibles Bezahlmodell umstellen. Laut Gründer und Geschäftsführer Conrad Fritzsch zahlt der Nutzer dabei nicht für Inhalte, sondern für zusätzliche Dienste wie Videos in HD-Qualität oder mehr Personalisierungsmöglichkeiten. Tape.tv will künftig ganz auf den neuen Web-Standard HTML5 setzen, um so alle mobilen Geräte zu unterstützen. Das kostenlose Angebot soll von Werbung begleitet werden. (ad)

Action-Cam die Dritte

Dass es sie geben würde, kündigte Hersteller GoPro schon im Oktober an. Nur wann, zu welchem Preis und wie – das stand noch nicht eindeutig fest. Jetzt ist es heraus: Die Hero 3 in der Black Edition, das neue Flaggschiff der GoPro-Reihe von Action-Camcordern, soll ab sofort verfügbar sein; sie ist im Vergleich mit den früheren Modellen kleiner, leichter, vor allem aber leistungsfähiger. Die Hero 3 Black Edition ist laut GoPro bis zu einer Tiefe von 60 Metern wasserdicht, nimmt Weitwinkel-HD-Videos auf und schießt Fotos mit zwölf Megapixeln.

Nicht nur Slow-Motion-Fans dürften die Video-Modi mit 48 (1440p), 60 (1080p), 100 (960p), 120 (720p) oder gar 240 Bildern/s (WVGA) begrüßen. Für besonders hohe Auflösungen empfehlen sich die Video-Modi mit 2,7K (2716 × 1524 Pixel, 30 fps) und 4K (3840 × 2160 Pixel, 15 fps). Der Video-Modus mit 4K/15 fps eignet sich eher zur Erfassung von Standbildern. Der „Continuous-Photo-Modus“ schießt Standfotos (12 MPixel Auflösung) in Intervallen von drei, fünf, zehn bis hin zu 30 Fotos in einer Sekunde. Dank der asphärischen Linse habe man laut Hersteller die Verzerrungen reduzieren können. Auch die Audiostufe wurde komplett überarbeitet, einschließlich der Windgeräusch-Unterdrückung.

Die zur Hero 3 Black Edition mitgelieferte WLAN-Fernbedienung ist wasserdicht und kann bis zu 50 WLAN-fähige GoPro-Kameras mit einer Reichweite von bis zu 180 Metern steuern. Mit der iOS-App von GoPro kann man die Hero 3 via WLAN steuern – eine Live-Vorschau inbegriffen; dazu nötig ist aber ein Software-Update, das erst ab Mitte Dezember bereitstehen soll. Die Unterstützung für Android-Smartphones und -Tablets will GoPro nachreichen. Die Hero 3 Black Edition soll 449 Euro kosten. Für die beiden anderen Hero-3-Varianten – die „White Edition“ (249 ) und die „Silver Edition“ (349 ) – verwendet GoPro die Hardware der Vorgängermodelle Hero 1 und 2, die jeweils in das neue Gehäuse der Hero-3-Serie eingebaut wird. Beide älteren Modelle nutzen dabei die verbesserte Optik der 3er-Reihe. (uh)

Artikel kostenlos herunterladen