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Mehr Details zu BlackBerry 10

Das für Januar nächsten Jahres erwartete Smartphone-Betriebssystem BlackBerry 10 von Research in Motion bringt eine Trennung von geschäftlichen und persönlichen Daten und Anwendungen. Die Geräte bilden dazu zwei Sicherheitsbereiche: den vom Unternehmen kontrollierten Work Perimeter und den privaten Bereich des Benutzers. Jede Umgebung hat ein eigenes Dateisystem, zwischen denen keine Daten ausgetauscht werden.

Diese Trennung reduziert die Anzahl der IT-Policies, mit denen der BlackBerry Device Service (BDS) den Work Perimeter kontrolliert, auf weniger als 100 – beim BlackBerry Enterprise Server (BES) waren es noch mehr als 500. Die Policies wirken sich nur auf den geschäftlichen Bereich aus, beispielsweise sperrt eine Passwortrichtlinie damit nicht das ganze Gerät, sondern nur die Business-Anwendungen. Zudem gibt es Änderungen beim Mailverkehr: Die Smartphones kommunizieren direkt mit dem Exchange-Server, RIM baut lediglich eine sichere Verbindung auf. Durch diese Änderung wird auch der vor allem von Privatkunden genutzte und vom Provider betriebene BIS obsolet.

Apps aus dem privaten Bereich kommunizieren ohne Umweg über einen BlackBerry-Server per WLAN oder UMTS-Funk mit dem Netz. Hier lassen sich auch Android-Anwendungen aus dem BlackBerry-Shop installieren, auf der geschäftlich genutzten Seite des Systems hat RIM diese Möglichkeit ausgeschlossen. (Volker Weber/ll)

Smartphones drahtlos laden

Mit der Alliance for Wireless Power (A4WP) tritt ein weiteres Konsortium an, das einen eigenen Standard zum drahtlosen Laden von Smartphones prägen will. Unter dem Dach der A4WP versammeln sich derzeit 19 Firmen, darunter die Chiphersteller Broadcom, NXP, Qualcomm, Renesas, Samsung Electronics und IDT – ein Lieferant von Bauteilen für die Konkurrenztechnik Qi. Auch A4WP verwendet zur Energieübertragung lose gekoppelte Induktionsschleifen, wie sie bei elektrischen Zahnbürsten seit Jahrzehnten gängig sind, arbeitet aber wie Qi im Kurzwellenbereich (6,78 oder 13,56 MHz) und überträgt so deutlich mehr Leistung.

Details hat das Konsortium noch nicht bekannt gegeben. Entwickler von Qualcomm beziffern in einem Bericht den Wirkungsgrad ihres Laboraufbaus mit bis zu 78 Prozent, 5 Prozent mehr als bei den IDT-Chips. Nach den Vorstellungen der A4WP sollen drahtlose Ladegeräte etwa in Möbel integriert werden und besonders im Standby Energie gegenüber herkömmlichen Ladegeräten sparen.(ea)

Mobilfunk-Notizen

Microsoft plant einem Medienbericht zufolge eine kleinere Variante seines Windows-RT-Tablets Surface. Der Bericht nennt eine Display-Größe von 7 Zoll, es sei vor allem für Spiele gedacht und solle „Xbox Surface“ heißen. Auch Gerüchte um ein Windows-Phone unter dem Microsoft-Label kamen wieder auf, obwohl Microsoft selbst solche Pläne bereits dementiert hatte.

Der deutsche Buchhandelskonzern Thalia bringt Ende November für 130 Euro den E-Book-Reader Bookeen HD Frontlight in seine Läden. Der Reader hat ein 6-Zoll-E-Ink-Display mit Beleuchtung (1024 × 758). Der 2 GByte große interne Speicher lässt sich mittels MicroSD-Karte erweitern.

Im dritten Quartal dieses Jahres legte der Markt für Tablet-Computer nach Angaben der Marktforscher von IDC weltweit erneut um 49,5 Prozent im Jahresvergleich zu. Gegenüber dem zweiten Quartal wurden demnach 6,7 Prozent mehr Geräte abgesetzt. Marktführer ist weiterhin Apples iPad mit einem Marktanteil von 50,4 Prozent, auf den Plätzen folgen Samsung mit 18,4 und Amazon mit 9 Prozent.

Die Mac-OS-Synchronisationssoftware für Windows Phones, den Windows Phone 7 Connector, hat Microsoft unter dem neuen Namen „Windows Phone“ nun in Version 3.0 vorgestellt. Wichtigste Neuerung ist die Unterstützung von Drag & Drop.

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