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Touch von der Rolle

Das taiwanische Forschungsinstitut ITRI (Industrial Technology Research Institute) hat gemeinsam mit dem US-amerikanischen Glasspezialist Corning ein Verfahren entwickelt, mit dem sich flexible Touchpanels von der Rolle fertigen lassen. Als Glasträger kommt Cornings Willow-Glas zum Einsatz, das ansonsten als Substrat in der Displayfertigung genutzt und auf großen Rollen angeliefert wird.

Die Elektrodenstrukturen können im Roll-to-Roll-Prozess direkt auf die Glasbänder aufgebracht werden; bislang muss man jedes Glassubstrat einzeln beschichten. Gegenüber Plastik hat Glas den Vorteil, dass es sich nicht dehnt und höhere Prozesstemperaturen aushält. Allerdings ist es zwar aufrollbar und relativ kratzfest, aber nicht stoßfest – fällt es runter, zerbricht es. Das Willow-Glas ist nur 100 Mikrometer dick und muss deshalb nicht wie andere Substrate nach der Beschichtung dünner geschliffen werden. Auch das spart Zeit und Kosten. ITRI sucht jetzt Industriepartner, die den neu entwickelten Prozess in ihrer Produktion nutzen wollen. Als mögliche Einsatzgebiete nennt das Institut flexible Touchdisplays, Solarpanels und OLED-Leuchten. (uk)

LED-Beamer mit WiDi

LG hat zwei neue LED-DLP-Projektoren angekündigt, die sich drahtlos über Intels WiDi-Technik mit Bildern versorgen lassen. WiDi wird unter anderem von aktuellen Notebooks unterstützt, ein zusätzlicher Treiber ist nicht erforderlich. Der etwa taschenbuchgroße Projektor PB62G soll einen Lichtstrom von 500 Lumen erreichen, den voluminöseren PA72G spezifiziert LG mit 700 Lumen. Beide Geräte sollten sich damit auch für Präsentationen in nicht abgedunkelten Räumen eignen – breiter als zwei Meter sollte die Leinwand jedoch nicht sein. Die Beamer projizieren mit 1280 × 800 Bildpunkten und sollen eine Lebensdauer von 30 000 Stunden erreichen. Bei konventionellen Lampengeräten muss die Lichtquelle spätestens nach 5000 Stunden getauscht werden.

Signale nehmen die Projektoren nicht nur drahtlos entgegen: Neben einem HDMI-Anschluss ist auch eine Sub-D-Buchse eingebaut. Der integrierte Medienplayer spielt MPEG4- und Divx-Videos sowie MP3-, JPEG-, und PDF-Dateien von USB-Datenträgern ab. Beide Geräte sollen noch im November für 550 Euro (PB62G) und 700 Euro (PA72G) in den Handel kommen. (jkj)

IPS-Monitor mit Ergonomiewächter

Philips’ ErgoSensor-Monitor 231P4QRYES soll dank IPS-Panel von allen Seiten besehen satte Farben bieten. Beim 24-zölligen Vorgängermodell 241P4LRY musste man sich noch mit der blickwinkelabhängigen TN-Technik arrangieren. Trotz der um einen Zoll geschrumpften Diagonale bringt es auch der 23-Zöller auf 1920 × 1080 Bildpunkte.

Im oberen Displayrahmen sitzt eine Kamera, die den Pupillenabstand und die Kopfstellung des Anwenders erkennt. Aus diesen Daten soll der Monitor ermitteln, ob der Nutzer im richtigen Abstand davor sitzt und im korrekten Winkel aufs Display schaut – bei einer Fehlhaltung warnt er den Nutzer mit einem Hinweisfenster. Schaut man zu lange aufs Display, erinnert der 231P4QRYES zudem daran, eine Pause einzulegen. Da der Schirm seine Berechnungen intern vornimmt, funktioniert der Ergo-Sensor unabhängig vom Betriebssystem des PC. Für eine ergonomische Ausgangsposition lässt sich das Display drehen, neigen und in der Höhe verstellen.

Sitzt niemand vorm Schreibtisch, schaltet sich der Monitor automatisch aus und bei der Rückkehr des Nutzers auch wieder ein. Für den Digitalbetrieb stehen DisplayPort und DVI bereit. Den an DisplayPort übertragenen Ton gibt der 231P4QRYES über seine 1,5-Watt-Lautsprecher aus. Peripherie oder Speichermedien lassen sich an die vier eingebauten USB-Buchsen anschließen. Der 231P4QRYES ist ab sofort für 300 Euro erhältlich. (spo)

70 Druckseiten pro Minute mit Tinte

Hewlett-Packard hat Tintendrucker für kleine Arbeitsgruppen angekündigt, die im Vergleich zu Farblasern der gleichen Kategorie doppelt so schnell und halb so teuer drucken sollen: Die Modelle der Serie Officejet Pro X arbeiten mit einem feststehenden Druckkopf, der die ganze Breite einer A4-Seite abdeckt. Im Simplex-Betrieb sollen sie bis zu 70 Textseiten pro Minute, im Duplexdruck immer noch 33 Seiten pro Minute liefern. Bei ISO-Normseiten mit Grafikanteilen erreichen sie laut HP 42 Seiten (Simplex) respektive 22 Duplexseiten pro Minute. Die ersten Geräte der Officejet-Pro-X-Serie sollen im Frühjahr 2013 auf den Markt kommen, Preisangaben machte HP noch nicht.

Das Konzept des feststehenden Druckkopfes ist nicht neu: Die australische Firma Memjet hat bereits seit einem Jahr einen Tintendrucker auf dem Markt, der dank feststehendem Druckkopf mit 70 000 Düsen bis zu 60 Seiten bedruckt, allerdings nicht beidseitig. Brother will im kommenden Jahr mit dem HL-S7000DN ebenfalls einen Hochgeschwindigkeitsdrucker anbieten, der mit einem feststehenden Druckkopf sogar 100 Seiten pro Minute schaffen soll.

Anders als Brother, die auf Keramik-Druckköpfe und Piezotechnik setzen, arbeiten HPs Officejet-Pro-X-Drucker nach dem thermischen Bubblejet-Verfahren. Der Druckkopf besteht aus einem Kunststoffträger, auf dem zehn Silizium-Dies mit je 4224 Düsen (1056 für jede Grundfarbe) angeordnet sind, insgesamt also 42 240 Düsen. Für die Kalibrierung und Überprüfung der Düsen setzt HP optische Sensoren ein. Pro Zoll stehen etwa 1200 Düsen bereit, der Drucker ist jedoch nur für 600 dpi ausgelegt. Dadurch können ausgefallene Düsen ohne Qualitätsverlust durch Nachbardüsen ersetzt werden. (rop)

LCDs schick und günstig

Die VX-Monitorserie von Asus soll Kunden mit schickem Design und niedrigen Preisen locken. So auch die jüngsten Modelle VX238T und VX238H: Ihr Gehäuse ist mit rund zwei Zentimetern gerade einmal fingerdick. Trotzdem beherbergen sie zwei 1,5-Watt-Lautsprecher. Beide 23-Zöller stattet Asus mit einem TN-Panel und 1920 × 1080 Bildpunkten aus, das LED-Backlight sorgt für eine maximale Schirmhelligkeit von 250 cd/m2.

Der VX238T nimmt digitale Signale per DVI entgegen, der VX238H hat stattdessen zwei HDMI-Eingänge. Beide Monitore sind ab sofort verfügbar. Der VX238T kostet 180 Euro, der VX238T 190 Euro – das ist zwar nicht teuer, für rund 20 Euro Aufpreis bekommt man aber schon 23"-Monitore mit blickwinkelstabilem IPS-Panel. (spo)

Monitor mit Kinoformat

Erstmals vorgestellt hat LG sein Breitformat-LCD auf der IFA, nun kommt er in den Handel: Der 29-zöllige EA93 zeigt 2560 × 1080 Bildpunkte, hat also 21:9-Format mit 74 Zentimetern Diagonale. Sein blickwinkelstabiles IPS-Display soll 300 cd/m2 hell leuchten und 5 Millisekunden schnell schalten können (grey-to-grey). Als Eingänge stehen ein Dual-Link-DVI, ein DisplayPort und zwei MHL-fähige HDMI-Anschlüsse bereit. Ein USB-Hub mit drei Peripherieanschlüssen und eingebaute 7-Watt-Lautsprecher runden die Ausstattung ab.

Die Fläche des extrabreiten 29"-Displays lässt sich per Screen Split in vier Segmente unterteilen, die unabhängig voneinander angesteuert werden können. Außerdem können zwei Mobilgeräte per MHL (Mobile High Definition Link) an den beiden HDMI-Eingänge angeschlossen werden. Dazu braucht man nur passende MHL-Kabel (Mini-USB auf HDMI), schon erscheint der Bildinhalt der Smartphones oder Tablets auf dem großen Schirm. LG will den Monitor mit Heimkino-Format ab Ende November für 600 Euro anbieten. (uk)

HDMI automatisch umschalten

Hat der Fernseher nicht genug Eingänge, muss man Kabel umstecken, wenn eine weitere Quelle Bilder zum TV-Bildschirm schicken soll. Abhilfe schafft ein HDMI-Switch von Marmitek: Der Connect 421 kann vier Eingänge auf einen HDMI-Ausgang schalten. So braucht man nur ein HDMI-Kabel vom Switch im Videorack zum Fernseher zu verlegen, über das Video- und Audiosignale weitergeleitet werden. Über seine Ethernet-Buchse kann er laut Marmitek zudem Signale aus dem LAN per HDMI an den Fernseher weitergeben (HEC) – die passende Gegenstelle fehlt in den TV-Geräten allerdings noch.

Dank HDMI-CEC schaltet der Connect 421 automatisch alle angeschlossenen Geräte an und auf die jeweils aktive Quelle um, sobald er eingeschaltet wird. Der Umschalter unterstützt HDMI 1.4 inklusive sämtlicher 3D-Formate und kostet 130 Euro.

Die Modellvariante Connect 540 kann alle vier HDMI-Eingänge unabhängig voneinander zwei HDMI-Ausgängen zuweisen – gut für Besitzer von TV und Beamer im Wohnzimmer. Die sonstige Ausstattung gleicht abgesehen von der fehlenden LAN-Buchse dem 421er-Modell. Der Matrix-Umschalter Connect 540 kostet 110 Euro. (uk)

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