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Messstation fürs Server-Rack

Viele Server stellen Fernwartungsfunktionen bereit, liefern aber keine Daten über ihre Umgebungsbedingungen. Solche messen die MultiSensor-Module der Firma Kentix, etwa Temperatur und Feuchtigkeit der Luft im Rack beziehungsweise Rechenzentrum. Die Version MultiSensor Rack ist im 19-Zoll-Format ausgeführt und bietet auch eine Leistungs- beziehungsweise Energiemessung für bis zu zwölf angeschlossene Server. Das 1059 Euro teure Gerät kann zwei Gruppen mit jeweils sechs Steckdosen auch schalten.

Der MultiSensor Rack überwacht externe Schaltkontakte und schlägt via 100-MBit-Ethernet oder mit einem 85-dB-Pfeifton Alarm, wenn Grenzwerte überschritten werden. Den Taupunkt berechnet das Gerät aus den Temperatur- und Feuchtigkeitswerten, Brände erkennt es durch Messung der Kohlenmonoxidkonzentration. Auch ein Bewegungssensor ist eingebaut, der Erschütterungen mit einstellbarer Schwelle meldet – etwa um Vandalismus oder Einbruchsversuche zu erkennen. (ciw)

Server-SSDs von Intel, Samsung und Smart

Mit der SSD-Baureihe DC S7300 bringt Intel besonders günstigen Flash-Speicher für Server auf den Markt. Außerdem ändert sich das SSD-Bezeichnungsschema: „DC“ steht für Datacenter, die Vorgängerin heißt schlicht SSD 710. Die Neulinge gibt es in 2,5-Zoll- und 1,8-Zoll-Bauformen, letztere zielen auf kompakte Microserver. Alle haben SATA-6G-Anschlüsse und sind mit Multi-Level-Cell-(MLC-)NAND-Flash-Chips bestückt, die vergleichsweise viele Schreibzyklen verkraften (High-Endurance Technology, HET).

Bisher liefert Intel erst Muster der DC S3700 aus, Anfang 2013 sollen Serienprodukte ab 235 US-Dollar für die 100-GByte-Ausführung zu haben sein – das ist ein niedriger Preis für eine Server-SSD mit fünf Jahren Garantie. In diesem Zeitraum soll sich die SSD täglich zehnmal komplett neu beschreiben lassen, was bei der 100-GByte-Version eine „Endurance“ von 1,8 Petabyte ergibt. Die größte Variante mit 800 GByte bringt es folglich auf 14 600 Terabytes Written (TBW).

Auch die Datentransferrate und die Latenzen will Intel im Vergleich zur SSD 710 verbessert haben. Die Neulinge schaffen bis zu 500 MByte/s beim Lesen und 460 MByte/s beim Schreiben; die 100-GByte-Version mit weniger parallel nutzbaren Chips bringt es beim Schreiben höchstens auf 200 MByte/s. Hier liegt auch die Zahl der Ein-/Ausgabeoperationen pro Sekunde (IOPS) niedriger. Ab der 400-GByte-Version verspricht Intel 75 000 IOPS beim Lesen und 36 000 IOPS beim Schreiben von 4-KByte-Blöcken auf zufällig verteile Adressen.

Intel hat eine Art „Quality of Service“ für die Latenz eingebaut: 99,9 Prozent aller Zugriffe soll die SSD innerhalb von 0,5 Millisekunden abwickeln. Bei SSDs schwankt die Latenz typischerweise, längere Pausen können zu Performance-Einbrüchen bei manchen Anwendungen führen. Jede DC S3700 ist mit einem Speicherkondensator ausgestattet, damit sie bei plötzlichem Stromausfall noch ausstehende Schreibvorgänge sicher abschließen kann. Die DC S3700 verschlüsselt per AES-256.

Samsung hat zwei Server-SSDs vorgestellt, nämlich SM843 und SM1625. Erstere scheint eine für Server „gehärtete“ Version der 840 mit SATA 6G zu sein, die bis zu 800 TByte an Schreibzugriffen auf zufällig verteilte Adressen verkraftet. Die SM1625 hingegen nutzt Dual-Port SAS und soll Daten mit bis zu 848 MByte/s lesen und 740 MByte/s schreiben können. Die IOPS-Zahlen gehen dann knapp über 100 000 hinaus.

Smart Storage Systems bringt mit der Optimus SAS eine noch robustere MLC-SSD-Familie mit 200, 400 oder 800 GByte sowie 1,6 TByte Kapazität heraus, die sich täglich 50-mal überschreiben lassen soll. Die 1,6-TByte-Version ist allerdings 15 Millimeter stark. Preise nennt Smart bisher nicht, beim Distributor Avnet findet man die 400-GByte-Version für rund 1400 US-Dollar. (ciw)

NAS für Kleinfirmen

Die EMC-Sparte Iomega offeriert zwei neue Netzwerkspeicher für kleinere Firmen. Im StorCenter px12-450r arbeitet ein Quad-Core-Xeon E3-1200 im Verbund mit 8 GByte RAM. Das Rack-Einschubgehäuse mit zwei Höheneinheiten bietet 12 Festplatten im 3,5-Zoll-Format Platz, mit 4-TByte-Laufwerken sind folglich 48 TByte brutto möglich. Ohne Festplatten ist das Gerät ab rund 3700 Euro erhältlich. Ab etwa 3100 Euro bekommt man das StorCenter px12-400r mit gleichem Gehäuse, aber dem Doppelkern Core i3-3220 und 4 GByte RAM.

Beide NAS besitzen vier Gigabit-Ethernet-Ports und lassen sich optional mit einer 10-GbE-Karte aufrüsten. Sie sind mit zwei redundanten Netzteilen bestückt. Die Geräte führen McAfee VirusScan Enterprise aus. Auf dem px12-450r laufen auch Linux-Programme, die mit dem LifeLine-SDK entwickelt wurden. Unter lifeflineapps.com sind für px12-NAS aber bisher nur vier Apps zu finden. (ciw)

Storage-Notizen

Seagate benennt die Server-Festplatten um: Der bisherigen Constellation ES folgt die Baureihe Enterprise Value HDD, welche auf möglichst billige Cloud-Storage zielt. Zuverlässiger soll die Enterprise Capacity 3.5 HDD (vormals Constellation ES.3) sein, die mit 7200 Touren dreht und bis zu 4 TByte speichert. Der bisherigen Savvio 10K.6 folgt die Enterprise Performance 10K HDD, die trotz 2,5-Zoll-Format bis zu 900 GByte speichert – allerdings auf 15 Millimetern Bauhöhe.

Supermicro und Tyan kündigen Unterstützung für den AMD Opteron 6300 an. Für zahlreiche Serverboards mit G34-Fassungen stehen die nötigen Firmware-Updates für die „Abu Dhabi“-Generation von AMD bereit.

Auch von Toshiba gibt es nun 7 Millimeter starke Notebook-Festplatten. MQ01ABF025, MQ01ABF032 und MQ01ABF050 drehen ihre jeweils einzige Scheibe mit 5400 U/min, besitzen je 8 MByte Cache und SATA-6G-Anschlüsse. Preise sind noch unbekannt. Hitachi, Seagate und WD liefern solche flachen Laufwerke schon, Hitachi und WD offerieren auch Versionen mit 7200 U/min.

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