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Räumlich scannen

Version 9.0 der Scan-Software Artec Studio arbeitet nicht nur mit den eigenen 3D-Scannern des Herstellers zusammen, sondern nimmt auch Daten von Tiefenkameras mit Sensoren von PrimeSense entgegen, insbesondere von der Kinect und der Asus Xtion. Das 3D-Modell baut sich beim Scannen in Vorschaufenster der Software in Echtzeit auf und soll dabei auch Farben und Muster der Objektoberfläche reproduzieren. Eine Einzelplatzlizenz kostet 595 Euro.

Parallel erweitert der Hersteller seine Hardware-Palette: Die Lite-Version des Handscanners Eva verfügt über dieselbe Hardware wie die Vollversion, allerdings ist per Software die Farberfassung deaktiviert. Die Lite-Version kostet 11 067 Euro, die Software muss separat gekauft werden. Die Vollversion kostet inklusive Software 17 731 Euro. Ein nachträgliches Upgrade von der Lite-Ausgabe soll möglich sein. (pek)

Gratis gestalten in 3D

Das bislang schlicht 123D genannte kostenlose Konstruktionsprogramm von Autodesk hat den neuen Namen 123D Design bekommen und sein Beta-Label abgelegt. Hierfür wurde die Bedienoberfläche noch einmal gründlich umgestaltet. Fünf Einführungsvideos auf der Webseite erleichtern den Einstieg. 123D Design gibt es für Windows 7, Mac OS X ab 10.7 sowie fürs iPad mit iOS ab 6.0 als Download. Alternativ entwirft man seine Objekte in der Online-Version der Anwendung direkt im Browser. Ein kostenloses Benutzerkonto bei Autodesk ist in jedem Fall zwingend erforderlich. Zum einen benötigt man es zum Download der Installationsdateien. Zum anderen schaltet es den Weg zu privatem Speicherplatz auf den Servern des Anbieters frei, über den man seine 3D-Modelle anderen Anwendungen der 123D-Reihe zugänglich macht oder für die Community freigibt, die Autodesk um seine kostenlosen Angebote scharen will. (pek)

Architektur planen

Zwei CAD-Pakete für die Bau- und Gebäudeplanung sind als Version 2013 erhältlich:

Vectorworks gibt es in sieben unterschiedlichen Zuschnitten vom Allround-CAD-Paket bis zum spezialisierten Werkzeug für Gartenbauer oder Veranstaltungsplaner. Die neuen Versionen benutzen OpenGL-Grafikkarten als Beschleuniger, um Pläne flotter zu verschieben und zu zoomen. Schnitte durch 3D-Modelle verschiebt man in Echtzeit entlang der Kanten einer sogenannten Schnittbox bis zur gewünschten Ebene. Zeichner können aus 2D-Grafiken eigene Linienstile erzeugen. DXF-, DWG- und DWF-Dateien lassen sich per Batch exportieren, Modelle im 3DM-Format von Rhino importieren.

Nemetschek Allplan bietet Architekten in der neuen Version mehr Varianten, ihre Entwürfe zu visualisieren: Fotorealistische Renderings liefern einen Eindruck der Beleuchtung zu unterschiedlichen Tageszeiten. Auch eher stilisierte 3D-Ansichten erscheinen dank Schlagschatten plastisch. Ingenieure sollen von den überarbeiteten Werkzeugen für die Bewehrungsplanung profitieren. Darüber hinaus wurde die Kollisionserkennung zwischen Bauteilen verbessert und die Bedienoberfläche aufgeräumt. Version 2013 von Allplan läuft jetzt unter Windows 7 auch ohne Administratorenrechte und ist wahlweise als 64-Bit-Version erhältlich. (pek)

Einsteiger-CAD

In Version 8 des Konstruktionsprogramms BeckerCAD kann der Anwender 3D-Grundkörpern Wandstärken zuordnen, um zum Beispiel aus Zylindern Rohre zu erzeugen. Eigenschaften wie Farbe, Textur oder Transparenz sollen sich leicht von einem auf andere Objekte oder Flächen übertragen lassen. Für Modellansichten gibt es eine eigene Werkzeugleiste; neue Funktionen helfen, Parallelansichten nach europäischem oder US-amerikanischem Standard zu erzeugen oder auszuwählen, welche Komponenten eines Modells geschnitten dargestellt werden sollen. Auch die Bemaßung wurde überarbeitet und bietet unter anderem Polarkoordinaten und Winkelangaben in Bezug auf Achsen des Koordinatensystems. 3D-Modelle in diversen Dateiformaten wie Collada, VRML, OBJ, STL, PLY oder 3DS lassen sich im Entwurf platzieren, um daraus komplexere Anlagen zusammenzusetzen. Zwar kann man diese Komponenten nicht bearbeiten, dafür vergrößern sie die CAD-Entwurfsdatei kaum, da lediglich eine Referenz gespeichert wird.

Die Pro-Version erzeugt zusätzlich 3D-Objekte, indem sie eine Fläche entlang eines Pfades extrudiert oder die Übergänge zwischen zwei Flächen berechnet. Über eine Python-Schnittstelle kann man die Software selbst erweitern. BeckerCAD läuft unter Windows von XP SP3 bis 8. Die Standardversion kostet 95 Euro, die Pro-Version im Download 190 Euro, als Box 10 Euro mehr. Mehrplatzlizenzen gibt es günstiger. (pek)

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