Führungswechsel bei Microsoft

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Führungswechsel bei Microsoft Steven Sinofsky, der Chef der Windows- und Windows-Live-Sparte, verlässt nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit kurz nach der Veröffentlichung von Windows 8 überraschend Microsoft. Die personellen Veränderungen treten,...

Steven Sinofsky, der Chef der Windows- und Windows-Live-Sparte, verlässt nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit kurz nach der Veröffentlichung von Windows 8 überraschend Microsoft. Die personellen Veränderungen treten, wie Steve Ballmer in einem Brief an das Windows-Team schreibt, sofort in Kraft. In der offiziellen Stellungnahme des Unternehmens gab es keine Angaben, was zum plötzlichen Ausscheiden von Sinofsky geführt hat. Sinofsky selbst teilt in einer E-Mail an die Mitarbeiter von Microsoft mit, dass er entgegen einiger Spekulationen aus persönlichen und privaten Gründen Microsoft verlasse und dies nichts mit dem Unternehmen selbst oder der Unternehmensführung zu tun habe. Vorangegangene Berichte hatten spekuliert, dass Sinofsky angedroht habe, Microsoft zu verlassen, wenn er nach der Veröffentlichung von Windows 8 nicht zu Steve Ballmers Nachfolger ernannt werde.

Seine Nachfolge in der Software- und Hardware-Entwicklung tritt Julie Larson-Green an, die bei Windows 8 unter anderem für das Design der Nutzeroberfläche und das Programm-Management verantwortlich ist. Für die Vermarktung von Windows ist ab sofort die Finanzchefin Tami Reller zuständig. Beide Führungskräfte unterstehen unmittelbar Microsoft-Chef Steve Ballmer.

Langjährig

Sinofsky war bereits seit 1989 bei Microsoft. Als Software-Entwickler war er an Office 95 und Office 97 beteiligt. Später übernahm er die Verantwortung für die Entwicklung von Office 2000 bis hin zu Office 2007. Seine jetzige Nachfolgerin Larson-Green arbeitete bereits gemeinsam mit Sinofsky an Office und hat maßgeblich zum Konzept der Ribbons in Office 2007 beigetragen. Nach den Schwierigkeiten mit Windows Vista wechselten Sinofsky und Larson-Green zum Windows-Team. Als Chef-Entwickler sorgte Sinofsky nach dem Vista-Debakel mit Windows 7 für einen erfolgreichen Nachfolger [1], der wie auch Windows 8 pünktlich in den Läden stand. (bae)

Literatur
  1. [1] Daniel Melanchthon, Oliver Scheer, Großbaustelle, Making of Windows 7, c’t 23/09, S. 80

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