Manche mögen’s bunt

Die richtige Grafikkarte finden

Test & Kaufberatung | Kaufberatung

Moderne Grafikkarten zaubern hübschere 3D-Grafik auf den Bildschirm als Wii, PS3 und Xbox. Die aktuellen 28-Nanometer-Chips sind schneller denn je und trotzdem sparsam. In unserer großen Übersicht von 25 bis 1000 Euro findet jeder seinen persönlichen Kompromiss aus Preis und Leistung.

Grafikkarten beschleunigen die Benutzeroberflächen der Betriebssysteme Windows 7 und 8, übernehmen das Umwandeln und Abspielen von HD-Videos, helfen bei der Bildbearbeitung und projizieren den Desktop auf bis zu sechs Bildschirme. Obendrein machen sie den heimischen PC zur besseren Konsole. Schon mit Mittelklassekarten um die 100 Euro zeigen viele DirectX-11-Spiele bombastische Grafik. Die Auswahl an Spitzentiteln ist derzeit besonders groß: Sei es das stellenweise wie ein Ölgemälde wirkende Schleich-Spiel Dishonored, die knallharte Militärsimulation Battlefield 3 oder das PC-exklusive Action-Rollenspiel Diablo 3. Die gute Nachricht für PC-Spieler: Viele Entwickler zielen nicht mehr bloß auf schlappe Spielkonsolen, sondern hübschen ihre Spiele für den PC extra auf. Es ist also höchste Zeit für eine neue Grafikkarte. Das richtige Modell für die eigenen Ansprüche zu finden ist leichter als gedacht.

Aufgeschlüsselt

Grafikkarten lassen sich in vier verschiedene Kategorien einteilen: Einsteiger, Mittelklasse, Performance und High-End. Einsteiger-Karten sind sehr günstig, zeigen HD-Videos ruckelfrei, bieten Mehrschirmbetrieb und beschleunigen Windows und einige Programme. Die Mittelklasse ist ein guter Kompromiss aus Preis und Leistung und reicht für die meisten Spiele mit leichten Abstrichen für Auflösungen kleiner Full HD aus. Einige Varianten haben sogar genug Power zum Spielen in Full HD. Performance-Grafikkarten sind fürs Zocken gebaut – viele Shader-Kerne und große Speicher lassen Spiele geschmeidig ablaufen. Der High-End-Bereich ist etwas für Freaks, die nicht genug Grafikleistung haben können. Solche Karten kosten mehrere Hundert Euro und sind fürs Spielen auf mehreren Bildschirmen und fordernde 3D-Stereo-Sessions gedacht – hier fallen ja doppelt so viele Berechnungen an. Die unangefochtenen Leistungskönige sind überlange Spezialmodelle mit gleich zwei Grafikchips. Und die braucht – seien wir ehrlich – niemand. Eine Übersicht aller Grafikkarten finden Sie auf Seite 137. ...

Bezeichnungskunde

Wie leistungsfähig eine Grafikkarte ist, lässt sich bereits an ihrer Bezeichnung erkennen. Das Prinzip dahinter ist sehr einfach: je höher die Nummer der Produktbezeichnung, desto schneller ist die Karte. AMD nennt seine Karten „Radeon HD“, gefolgt von einer vierstelligen Zahl wie 7750. Die erste Zahl steht dabei für die Generation. Aktuell ist Serie 7(000) – solche Karten haben 28-Nanometer-GPUs, sind sehr energieeffizient und unterstützen DirectX 11.1. Die Vorgängergenerationen 5 und 6 nutzen noch 40-Nanometer-Chips. Die zweite Ziffer steht für die Klasse in der jeweiligen Generation: 4 für Einsteiger, 5, 6 und 7 für Mittelklasse, 8 für Performance und 9 üblicherweise für High-End. Radeons mit 28-Nanometer-GPUs gibt es nur in den Klassen 7, 8 und 9. Die letzten beiden Zahlen differenzieren unterschiedlich starke Modelle.

Nvidia klassifiziert seine GeForce-Grafikkarten ähnlich. Beim dreistelligen Zahlencode weist die erste Ziffer auf die Generation und die zweite auf die Kategorie hin: 1 und 2 für Einsteiger; 3, 4 und 5 für die Mittelklasse, 6 und 7 für Performance sowie 8 und 9 für High-End-Karten.

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