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Offline-Karten für Android

Google Maps hat unter Android zwar eine Download-Funktion für Kartenausschnitte, richtig komfortabel ist die aber nicht. Das jüngst für Android veröffentlichte ForeverMap 2 von Skobbler bietet an, die Karten des OpenStreetMap-Projekts komplett herunterzuladen – für Deutschland sind das komprimiert etwa 475 MByte. Im Preis von 0,79 Euro ist ein Karten-Download inklusive, zum Beispiel ganz Deutschland. Für weitere Kartenabschnitte muss man jeweils 2,99 Euro bezahlen, für Stadtkarten 0,79 Euro. Größtes Manko: Die Karten können nur auf dem internen Telefonspeicher abgelegt werden, das Verschieben auf eine SD-Karte ist nicht möglich.

ForeverMap 2 kann off- und online Routen berechnen, aber nicht mit Sprachanweisungen navigieren. Zum Funktionsumfang gehören außerdem eine Umkreis-Suche und das Versenden interessanter Orte an die Skobbler-Community. Gegenüber der 1,79 Euro teuren iOS-Version hat Skobbler vor allem die Oberfläche komplett renoviert: Sie sieht nicht nur schicker aus, sondern lässt sich auch viel besser bedienen.

Die schon länger verfügbare Karten-App OsmAnd ist nicht ganz so hübsch, kann aber sogar navigieren. In der Ende November veröffentlichten Version 1.0.0 klappt die Routenberechnung schneller als zuvor und erlaubt Strecken von bis zu 250 Kilometern. Außerdem läuft die Navigation nun auch im Hintergrund weiter, wenn die App nicht geöffnet ist. OsmAnd lädt die Daten optional auch auf SD-Karten. In der 5,99 Euro teuren Plus-Version darf man beliebig viele, in der kostenlosen Version bis zu zehn Kartenausschnitte herunterladen, wobei Deutschland in Bundesländer aufgeteilt ist. (acb)

Nokias Karten in iOS

Nokia hat eine kostenlose Karten-Anwendung für iOS veröffentlicht. Here Maps ist ein Client für Nokias Web-Kartendienst (http://here.net), der sich auf kartografisches Material der Tochterfirma Navteq stützt. Anders als der Dienst ist die App bislang nur englischsprachig zu haben, bietet alternativ zur Vektorkarte aber auch eine Satellitenansicht. Die Vektorkartendarstellung, die sich in unseren Versuchen sehr flüssig bedienen ließ, blendet die Live-Verkehrsdaten von Navteq ein – je nach Verkehsfluss sind die Straßenabschnitte grün, gelb oder rot gefärbt.

Die App zeigt auch öffentliche Verkehrsmittel, in Hamburg etwa das S- und U-Bahn-Netz, in Hannover aber nur die Bahnhöfe. Here Maps kann Kartenausschnitte offline speichern, Routen berechnen und enthält auch einen kleinen Reiseführer mit Restaurants, Sehenswürdigkeiten und Shops.

Für Android will Nokia außerdem ein SDK herausbringen, mit dem Entwickler in ihren Apps auf Nokia-Karten und den Here-Kartendienst zugreifen können. Das „Here SDK for Android OEMs“ soll Anfang 2013 erhältlich sein. Auch auf Mozillas Mobilbetriebssystem Firefox OS sollen die Nokia-Karten demnächst verfügbar sein. (jo)

Mobil lernen mit der Khan Academy

Mit der für das iPhone, den iPod touch und das iPad erhältlichen App der Khan Academy kann man jetzt auch unterwegs auf die 3500 verfügbaren, englischsprachigen Lehrfilme zugreifen. Das Themenspektrum reicht von Naturwissenschaften wie Chemie, Biologie und Physik über Mathematik und Ökonomie bis zu Geschichte und Kunstgeschichte (siehe auch c’t 25/12, S. 126).

Die App lässt sich kostenlos auch ohne Account für die Khan Academy nutzen. Mit der iPad-Version können Anwender die Videos herunterladen, um sie offline anzusehen. (jo)

App-Notizen

Version 3.0 von Microsofts kostenloser Messaging-Anwendung Skype für Android bietet eine für Tablets optimierte Oberfläche, die größere Displays voll ausnutzt.

Der Puffin Browser für iOS leitet Inhalte über einen komprimierenden Server in den USA, was die Ladezeiten verringert. Er beherrscht Flash einschließlich Videos und kann die Bedienung mit der Maus simulieren. Bei der kostenlosen Version ist die Flash-Nutzung auf 14 Tage beschränkt; die Vollversion kostet 2,69 Euro.

Navigon hat die Europa-Version seiner Navigations-App für Windows Phone 7.5 und höher bereitgestellt. Sie kostet 84,99 Euro. Da die App die Routen lokal berechnet und Karten offline speichert, entstehen keine Datenübertragungskosten während der Fahrt.

Den Werbeblocker Adblock Plus für Android gibt es nach einer Betaphase nun als offizielle App im Play Store. Er entfernt unter anderem Werbebanner aus Webseiten und In-App-Werbung (siehe auch c’t 25/12, S. 40).

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