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Fernsehen mit der freien Medienzentrale XBMC

Die Entwickler des freien plattformübergreifenden XBMC Media Center haben eine Beta-Fassung der kommenden Version 12 („Frodo“) veröffentlicht. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Einbindung von Live-TV und Videorecording. Dabei verfolgt XBMC ein Client/Server-Modell, bei dem mehrere XBMC-Clients auf einen TV-Server zugreifen können. Je nach genutztem Betriebssystem kommen als TV-Server verschiedene Anwendungen infrage: unter Windows Argus TV, NextPVR oder MediaPortal, unter Linux Tvheadend, VDR oder MythTV; Letzteres ist auf dem Mac die einzige Option. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, die HD-Surround-Formate DTS Master Audio (DTS-MA) und Dolby True-HD abzuspielen.

Inhalte lassen sich nun deutlich detaillierter filtern. Die Streaming-Funktionen versprechen bessere UPnP- und AirPlay-Fähigkeiten. Neben den bisherigen Plattformen wird Frodo offiziell den Mini-Computer Raspberry Pi unterstützen, auch Android haben die XBMC-Entwickler ins Visier genommen. Ebenso wie die Linux-Version läuft die OS-X-Fassung künftig 64-bittig. XBMC Beta 1 steht für Windows, OS X, iOS/Apple TV, Ubuntu/XBMCbuntu und Raspberry Pi zum Download bereit. (vza)

Digital Audio Workstation mit neuem Mixer und Harmonienanalyse

Steinbergs Audio/MIDI-Sequencer Cubase und dessen abgespeckte Artist Edition gehen ab 5. Dezember in die siebte Runde. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Mixer, der nun einen Vollbildmodus hat und vollständig skalierbar ist. Mit Channel Zones lässt sich einstellen, welche Kanäle im neuen Mischpult dargestellt werden und wo. Häufig verwendete Kombinationen aus EQ, Dynamics, Sends und Inserts sollen sich als Vorlage abspeichern lassen. Jeder Mixer-Kanal verfügt über einen neu entwickelten Channel Strip mit Hoch- und Tiefpassfiltern, Noise Gate, 4-Band-Equalizer, drei Kompressoren, Spektralanalyse, Röhren-/Bandsättigung, Brickwall Limiter und Maximizer. Das überarbeitete Fenster für die Kanaleinstellungen soll zudem einen schnelleren Zugriff auf die Kanalparameter erlauben. Drag & Drop von Kanaleinstellungen, A/B-Vergleich, eine globale Bypass-Funktion für Effekte, eine neue Suchfunktion für Plug-ins und integrierte Controlroom-Funktionen komplettieren das Mischpult.

Mit dem „Remote Control Editor“ lassen sich individuelle Layouts zur Steuerung von Plug-in-Parametern für verschiedene Hardware-Controller erstellen. Mackie Control, Avid Artist Series und andere Controller unterstützt Cubase direkt. Cubase 7 enthält eine Vollversion von Voxengos professionellem 64-Band-Equalizer „Spline CurveEQ“, Lautheitsmessung nach EBU-R128-Standard und eine neue Version von MixConvert für Downmixes.

Mit der neuen „Akkordspur“ soll Cubase 7 die harmonische Struktur eines Songs analysieren können und alle Informationen über Akkorde und die Tonskala an MIDI- und VariAudio-Spuren senden. Die beteiligten Spuren folgen automatisch den harmonischen Wechseln in der Akkordspur. VariAudio 2.0 (nur in der großen Cubase-Version) erlaubt Multi-Part-Bearbeitung und automatisches Harmonisieren von Lead Vocals. Der „Chord Assistant“ soll „automatisch beeindruckende Akkordfolgen erzeugen“. Sowohl in Cubase 7 als auch in Cubase Artist 7 wurde wiederum die „Hermode Tuning Technology“ implementiert, die klangliche Unreinheiten der temperierten Stimmung entfernt und so laut Steinberg Musik „mehr Brillanz und Transparenz“ verleiht.

Die Klangbibliothek von Cubase und Cubase Artist wurde aufgestockt: Das neue Hybrid Expansion Set für HALion Sonic SE bietet 300 neue Instrumenten-Sounds, während für Groove Agent One neue Construction Kits mit Drum- und Percussion-Sounds sowie passende MIDI-Loops bereitstehen. Mehr als 2000 weitere MIDI-Loops runden das Spektrum ab.

Über die Software VST Connect SE können sich Musiker über das Internet mit Cubase 7 verbinden und gemeinsam an einem Projekt arbeiten; Talkback- und Chat-Funktion sowie Video- und Audio-Streaming zur Echtzeitkommunikation sind integriert.

Cubase 7 kostet rund 600 Euro, Cubase Artist 7 knapp die Hälfte. Verschiedene Updates und Upgrades sind ab Verkaufsstart als Box-Version oder Download erhältlich. Kunden, die Cubase (Artist) 6.5 seit dem 25. Oktober 2012 aktiviert haben, können kostenlos ein Update auf die aktuelle Version herunterladen. (nij)

Audio/Video-Notizen

Nach fast einem Jahr hat AppBC das Update 1.3.5 für ihre iPad-App touchAble veröffentlicht, mit dem die Fernbedienung für Ableton Live 8 nun endlich auch unter iOS 6 stabil läuft. Für Live 9 sei eine komplette Überarbeitung geplant, die als kostenloses Update verfügbar werden soll.

YouTube hat die angekündigten deutschsprachigen „Originalkanäle“ gestartet, die exklusiv für das Videoportal produziert werden.

Der Kabelnetz-Provider Kabel BW speist ab Dezember die beiden Fernsehprogramme „RTL Living“ und „Passion“ in HD ein. Die Sender sind über die HD-Option mit dem Programmpaket „DigitalTV Allstars“ empfangbar.

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