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AMD Opteron 6380 mit Ruhezustand C6

Beim Test des Abu-Dhabi-Systems (Opteron 6380) in der letzten c’t-Ausgabe mussten wir feststellen, dass der CPU-Ruhezustand C6 im Supermicro-Testsystem nicht funktionierte – was AMD später bestätigte. Für das Serverboard gibt es jedoch inzwischen ein BIOS-Update, das diesen Mangel beseitigt. Außerdem schickte uns AMD nachträglich eine Anleitung „AMD-Specific Tuning Guide for SPECpower_ssj2008“ mit ein paar Tuning-Tipps für SPECPower_ssj2008, darunter das Abschalten des Core Boost und das Herabsetzen der Geschwindigkeit des HyperTransport-Links auf HT1. Mit neuem BIOS, funktionierendem C6, ohne Core Boost und reduziert auf HT1 sank die Leerlauf-Leistungsaufnahme durchaus beträchtlich von 157 auf 117 Watt, weiterhin nach unserem Szenario gemessen mit zwei Netzteilen. Zwar lief der Rechner mangels Core Boost nun etwas langsamer (1,09 statt 1,12 Millionen ssj_ops), verbrauchte dabei aber deutlich weniger (332 gegenüber 369 Watt), sodass summa summarum der SPECPower-Wert von 2114 auf 2356 ssj_ops/Watt anstieg. (ciw)

Lüfterloses Aldi-NAS

Aldi-Nord verkaufte am 22. November für 159 Euro den Netzwerkspeicher Medion Life P89635 alias MD 86803, der mit einer einzigen 2-TByte-Festplatte bestückt ist. Aldi-Süd bietet ab 29. November für 129 Euro das vermutlich eng verwandte Medion-NAS Life P89636 (MD 86805) mit nur 1 TByte an. In beiden steckt der ARM-Prozessor NAS 7820 von PLX.

Im c’t-Labor konnten wir das 2-TByte-System antesten. Es steht auf seinen gummierten Füßen hochkant, damit die Wärme durch Kühlschlitze abzieht. Ein Lüfter fehlt, was das Betriebsgeräusch auf sehr gute 0,3 Sone bei Zugriffen und 0,2 Sone im Leerlauf begrenzt. Die Western Digital WD20EARX versetzt eine Tischplatte aber in spürbare Schwingungen. Das NAS kommt mit 5,7 Watt im Leerlauf aus (Zugriffe: 9,9 Watt); sobald sich die Platte abschaltet, sind es bloß 3,7 Watt.

Via Gigabit-Ethernet fließen beim Lesen bis zu 83 MByte/s, beim Schreiben bis zu 56 MByte/s; bei kleinen Dateien (256 KByte) bricht die Transferrate auf unter 10 MByte/s ein. Ebenso wie beim ähnlich schnellen Shuttle Omninas KD20 mit PLX NAS 7821 funktioniert File-Locking bei Samba-Freigaben nicht: Öffnen mehrere Nutzer dieselbe Datei, droht Datenverlust.

Die Firmware lässt sich erweitern, es gibt erst drei Plug-ins. Per USB 2.0 kann man Drucker oder Massenspeicher anschließen. Der frontseitige USB-2.0-Port ist für Sicherheitskopien von USB-Sticks oder Card-Readern gedacht. (ciw)

Zentraler Boot-Speicher für Racks

LSI kündigt für OEM-Kunden die Syncro MX-B 6240 Rack Boot Appliance an, einen zentralen Speicher für die Systempartitionen von bis zu 24 Servern in einem Rack (MX-B 6480: 48 Server). Das Gerät verspricht, die Zuverlässigkeit mittelgroßer Server-Pools zu steigern und gleichzeitig sowohl den Wartungsaufwand als auch Kosten und Energiebedarf zu mindern. Die einzelnen Server brauchen im Verbund mit der Syncro MX-B 6240 nämlich keine eigenen Festplatten zum Laden des Betriebssystems mehr. Stattdessen wird ein SATA-Port jedes Servers mit der Syncro MX verbunden und bekommt Speicherplatz zugeteilt, auf dem das Betriebssystem liegt. LSI setzt auf ein RAID 1 aus zwei SATA- oder SAS-Laufwerken, bei der Version MX-B 6480 ist es ein RAID 10 aus vier Laufwerken. An der Frontseite sitzen MiniSAS-x4-Buchsen, die über Kabelpeitschen jeweils vier Server anbinden. (ciw)

Rechenknoten für HPC-Cluster und Big-Data-Anwendungen

Bis zu acht Coprozessor-Karten von Nvidia (Kepler alias Tesla K10) oder Intel (Xeon Phi) passen in den HP ProLiant SL270s Gen8. Der Rechenknoten besitzt zwei Xeon E5-2600, welche 16 DIMM-Slots sowie acht PCIe-x16- und einige PCIe-x8-Steckplätze anbinden. Wie andere Geräte der Baureihe Scalable Line (SL) ist auch der SL270s zum Einbau in das Chassis SL6500 gedacht, welches vier Rack-Höheneinheiten (HE) belegt. Zwei ProLiant SL270s passen nebeneinander in ein SL6500-Chassis, welches wiederum besonders voluminöse, nämlich 1,20 Meter tiefe Schränke verlangt. Der Einstiegspreis für einen ProLiant SL270s beträgt 6166 US-Dollar.

Ohne weiteres Chassis passt der HP ProLiant SL4540 ins extratiefe SL-Rack. Das System ist für den Big-Data-Einsatz gedacht und kann 60 Festplatten im 3,5-Zoll-Format aufnehmen, also bis zu 240 TByte Bruttokapazität mit 4-TByte-Laufwerken. Theoretisch passen dadurch 2,16 PByte in ein einziges Rack.

Je nach genauem Einsatzbereich empfiehlt HP aber unterschiedliche Konfigurationen. Die beiden Xeon E5-2400 stellen zusammen 8 bis 16 Prozessorkerne bereit und können bis zu 192 GByte RAM anbinden. Die Vollbestückung mit 60 Platten ist laut HP nur für einfache Storage-Aufgaben sinnvoll. Bei E-Mail- und Datenanalyse rät HP zum Einbau von höchstens 25 Platten, für Hadoop sogar nur zu 15 pro SL4540. (ciw)

Storage-Notizen

Für viele Netzwerkspeicher der Firma Qnap steht die Turbo-NAS-Firmware in Version 3.8 zum Download bereit. Sie bringt Unterstützung für Windows 8 sowie bessere Multimedia-Funktionen wie Photo Station, Music Station 3, Video Station oder Surveillance Station Pro.

Dell erweitert das Angebot an Storage-Systemen: Die Appliances PowerVault DL2300 und DL4000 kommen mit Software für den Backup-to-Disk-Einsatz. Das Compellent Storage Center 6.3 Array soll via 16-GBit/s-FibreChannel bis zu 100 Prozent mehr Performance liefern.

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