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Maschinen steuern

Die CAM-Software ZW3D Machinist importiert CAD-Dateien in verbreiteten Formaten. Sie soll Features der geplanten Werkstücke automatisch erkennen und beispielsweise Löcher vom selben Durchmesser gruppieren, sodass sie direkt nacheinander mit einem Werkzeug gebohrt werden. Die Grundversion von ZW3D Machinist fräst mit 2,5 Achsen, dreht, bohrt und schneidet Gewinde. Die erweiterte Fassung fräst mit bis zu 5 Achsen. Fertige NC-Programme werden in DIN-Code oder Klartext ausgegeben, 20  Postprozessoren übersetzen die Programme für CNC-Steuerungen diverser Hersteller. ZW3D Machinist läuft unter Windows von XP bis 7. (pek)

Mobile Formelsammlung

Eine Formelsammlung rund um Themen wie Kinematik, Dynamik, Kraft und Drehmoment hat der Antriebstechnikhersteller Lenze in eine kostenlose App namens „Formulae and tables“ gepackt. Sie illustriert die Zusammenhänge zwischen den Größen in den Formeln grafisch und wendet diese gleich auf konkrete Werte an, die der Anwender eintippt. Die App läuft unter Android und iOS und soll speziell dabei helfen, Antriebssysteme zu konzipieren. (pek)

Gemeinsam konstruieren

Der US-amerikanische Hersteller IronCAD bündelt seine gleichnamige Konstruktionssoftware mit einer Handvoll Hilfsanwendungen für die Zusammenarbeit im Team zur IronCAD Design Collaboration Suite 2013. Das Paket besteht aus IronCAD, dem 3D-Modellierer Inovate, dem Konverter Trans, dem 2D-Entwurfsprogramm Draft sowie dem Präsentationswerkzeug Compose, das kostenlos heruntergeladen werden kann.

Die Anwendungen importieren Entwürfe in den Dateiformaten von Creo beziehungsweise Pro/Engineer, Catia, Siemens NX, SolidWorks und Inventor. Die Software bindet NX- und Creo-Dateien dabei dynamisch ein. Neue Extrusionswerkzeuge sollen die Direktmodellierung erleichtern, indem sie Flächen mit Material in der gewählten Stärke aufpolstern, ein Profil einen Pfad entlang ziehen oder komplexe Geometrie auf eine eigens konstruierte Hülle zurechtstutzen. Auch die Bedienoberfläche wurde überarbeitet: Aktionen lassen sich über die mittlere Maustaste statt über Dialogboxen bestätigen, die geöffneten Zeichnungen reiht IronCAD auf Wunsch als Tabs auf. In Textfelder für Abmessungen kann man beispielsweise Additionen tippen, die Software rechnet die resultierenden Maße aus.

Die Suite kostet 5000 Euro und ist mit englischer Bedienoberfläche zu bekommen. Die deutsche Version soll ab Mitte Februar über IronCAD4D.de zur Verfügung stehen. (pek)

Open-Source-3D-Drucker

Die German RepRap Foundation hat auf der Messe Euromold ihren 3D-Drucker Protos X400 vorgestellt. Das rund 1900 Euro teure Gerät wird als Bausatz geliefert und zeichnet sich vor allem durch den großen Bauraum von 40 cm × 40 cm × 35 cm aus. Der Open-Source-Drucker baut auf der RepRap-Plattform auf, sein Hersteller möchte aber auch professionelle Anwender als Kunden gewinnen. Optional sind ein passendes Gehäuse und ein Unterbau zur Aufstellung des 35 Kilogramm schweren Druckers erhältlich. Durch den Einsatz von spielarmen Teilen aus dem Maschinenbau soll eine minimale Schichtdicke von 0,1 Millimetern möglich werden.

Der Protos X400 wird mit einem Extruder ausgeliefert, der die üblichen Kunststoffdrähte (Filamente) mit 1,75 oder 3 Millimetern Durchmesser verarbeiten kann. Er lässt sich um einen zweiten Extruder erweitern. So lassen sich Objekte in zwei Farben oder aus zwei Materialien drucken und dabei Stützstrukturen für überhängende Teile anlegen, die nach dem Druck manuell entfernt werden.

Den Dual-Extruder mit Direktantrieb bietet die German RepRap Foundation auch zum Nachrüsten für die vorherigen Protos-Geräte und andere 3D-Drucker auf RepRap-Basis für rund 475 Euro an. Der Druckkopf soll sich mit einem Handgriff zerlegen und reinigen lassen. (phs)

Dreidimensional planen

Das MCAD-Programm Kompas-3D gibt es in Version V13 Plus erstmals wahlweise als 32- oder 64-Bit-Anwendung. Die Kanten von Flächen lassen sich in Splines umwandeln und in einem speziellen Modus beliebig verformen. Erweiterte Werkzeuge fürs Anordnen von Objekten als Arrays und die Möglichkeit, Elemente vereinfacht darzustellen, sollen komplexe Konstruktionen handhabbar halten. Beim Export als DXF oder DWG kann der Anwender einzelnen enthaltenen Blöcken Attribute mit auf den Weg geben, der Import- und Exportfilter für STEP soll jetzt auch mit Kurven und Linienzügen klarkommen. Das integrierte Finite-Elemente-Modul filtert maximale und minimale Spannungswerte heraus und berechnet Eigenfrequenzen auf neue Art und Weise. Für Kunden mit Wartungsvertrag ist das Upgrade auf die Plus-Ausgabe kostenlos, für andere gibt es Upgrade-Preise auf Anfrage. Eine Vollversion kostet 3392 Euro. (pek)

Notizen

Die Entwicklerbibliothek für 3D-Scanner ReconstructMe SDK soll in Version 1.3 die Kippmotoren im Fuß von Kinect-Kameras ansteuern, in der nicht-kommerziellen Ausgabe längere Scans am Stück erlauben und mehr aus älteren Grafikkarten herausholen.

Das CAD-Programm progeCAD arbeitet intern mit dem Dateiformat DWG, exportiert in Version 2013 STL- und Collada-Dateien und läuft unter Windows 8. Derzeit kostet es im Download beim Vertriebspartner Caddit.net 245 Euro.

Die Software Magics für die Vorbereitung von 3D-Drucken des belgischen Herstellers und Dienstleisters Materialise soll in Version 17 dank Parallelisierung auf Multi-Core-Rechnern schneller arbeiten, beispielsweise beim Packen mehrerer Werkstücke in den Bauraum eines Lasersinter-3D-Druckers. Nach einem neu implementierten Verfahren berechnet die Software Stützstrukturen speziell für den Metalldruck. Eine funktionsreduzierte Version ist kostenlos erhältlich.

Die Java-Anwendung yEd visualisiert Graphen und führt in Version 3.10 Kanten auf Wunsch nicht nur rechtwinkelig, sondern mit acht möglichen Richtungen, wie man es von U-Bahn-Plänen kennt. Die Anwendung ist kostenlos.

Siemens PLM stellt seine CAD-Software Solid Edge Lehrern an weiterführenden Schulen jahresweise kostenlos zur Verfügung. Schüler und Studenten erhalten sie bereits seit vergangenem Jahr gratis.

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