Freie Robotik

Professor Wolfram Burgard über die Open-Source-Initiative „Robot Operating System“

Trends & News | Interview

Am Open-Source-Framework ROS (Robot Operating System) führt in der Robotikforschung kein Weg vorbei. Auch die Industrie will das ständig wachsende Repertoire an Software-Tools für kommerzielle Anwendungen nutzbar machen. Die im Jahr 2012 gegründete „Open Source Robotics Foundation“ (OSRF) hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung quelloffener Software weiter zu fördern, um Forschung, Bildung und Entwicklung auf dem Gebiet der Robotik voranzutreiben. Der Freiburger Universitätsprofessor Wolfram Burgard ist der einzige Deutsche im OSRF-Vorstand.

c’t: Herr Burgard, können Sie kurz skizzieren, wie es zur Gründung der OSRF gekommen ist?

Burgard: Das ist eine Initiative, die sich aus der Firma Willow Garage in Palo Alto heraus entwickelt hat. Die Firma wurde 2006 gegründet, um die Robotik voranzubringen und hat ziemlich bald den Open-Source-Gedanken aufgegriffen. Der Roboter PR2 von Willow Garage, mit dem wir auch an unserem Institut arbeiten, dient als Plattform, auf der das Robot Operating System, kurz ROS, läuft. Das ist rasch von vielen Forschungsgruppen aufgegriffen worden und wird inzwischen sehr breit genutzt. Auf der Konferenz ROSCon tauschen die Nutzer und Entwickler ihre Erfahrungen aus. Dort ist die Idee zur OSRF entstanden, die den Open-Source-Gedanken weiter spinnen und Tools für Roboter entwickeln soll. ...

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