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Spotify wird persönlicher

Unter dem Druck von gut einem Dutzend Mitbewerber – siehe den Test ab Seite 102 – hat der Musik-Streaming-Dienst Spotify einen Relaunch angekündigt, der in den nächsten Wochen über die Bühne gehen soll. Musste man bisher eine Desktopsoftware für Windows oder Mac OS X installieren, um Spotify am PC nutzen zu können, soll künftig ein Webbrowser reichen, mit dem man auf http://play.spotify.com navigiert. Momentan befindet sich der Webplayer noch in der Betaphase, wird aber ebenso wie die folgenden neuen Funktionen innerhalb der kommenden Wochen freigeschaltet.

Trotz in der Desktopsoftware installierbarer „Apps“ mit Tipps und Rezensionen scheinen sich viele Nutzer noch nicht in dem nach Spotify-Angaben rund 20 Millionen Songs umfassenden Katalog zurechtzufinden. Nun soll eine an Twitter erinnernde Follow-Funktion Künstler und Spotify-Nutzer enger vernetzen. Anwender können ihren (Spotify nutzenden) Idolen oder einander folgen und sehen, was beispielsweise Barack Obama, Paul McCartney, Deichkind oder Smudo so hören. Der Discover-Feed soll auf den persönlichen Geschmack zugeschnittene Empfehlungen liefern, die sich aus dem Nutzungsverhalten ergeben – etwa den gehörten Stücken oder besuchten Konzerten.

Mit der „Audio Preview“-Funktion soll man in vorgeschlagene Songs hineinhören können, ohne den gerade gehörten Track verlassen zu müssen – beendet man die Preview, läuft das vorherige Lied nahtlos weiter. Auf Mobilgeräten informieren künftig Push-Nachrichten über Neuerscheinungen. Die Desktop-Version von Spotify steht kostenlos zum Download für Windows und Mac OS X zur Verfügung; Linux-Anwender können eine Preview-Version verwenden oder die Windows-Version mit Wine unter Linux installieren. (vza)

Geduldsprobe: Wii U geht online

Wer die Wii U online betreiben will, muss Geduld mitbringen. Innerhalb weniger Tage veröffentlichte Nintendo bereits zwei große Firmware-Updates (etwa 1 GByte und 600 MByte), deren Installation jeweils rund eine Stunde dauerte. Zusätzlich verlangen die meisten Launch-Spiele weitere Updates, Anwendungen starten weiterhin sehr langsam. Neben einem Spieler-Forum und einem YouTube-Client gibt es einen Browser, der sich vergleichsweise flott bedienen lässt, mangels Flash jedoch nur manche Webvideos abspielt. Nach dem Update lassen sich alte Download-Spiele der Wii übertragen. Aber auch dieser Vorgang ist zeitaufwendig. Vereinzelte Titel wie „Lost Winds“ ziehen nicht mit um, sondern verbleiben auf der Wii.

Im neuen „eShop“ der Wii U bietet Nintendo sechs Download-Titel zwischen 8 und 20 Euro an, darunter Little Inferno und Nano Assault Neo (Tests siehe S. 177). Spiele „ab 18“ lassen sich im eShop nur zwischen 23 und 3 Uhr nachts abrufen. Eltern können alle Online-Funktionen für ihre Kinder sperren. (hag)

Erweiterte Musikplattform

Das Berliner Start-up SoundCloud hat die Betaphase seines Projekts „Next SoundCloud“ beendet und stellt die neuen Funktionen allen Nutzern seiner „Social Sound Platform“ zur Verfügung. Musik soll sich nun einfacher erzeugen und teilen lassen. So können Stücke beispielsweise über Reposts weiterempfohlen werden. Weiterhin lassen sich Musikstücke unterbrechungsfrei wiedergeben, während man auf der Webseite weiter surft. Auch die Such- und die Kommentarfunktion wurde überarbeitet.

SoundCloud gibt unter anderem Musikern die Möglichkeit, ihre Werke zu veröffentlichen. Mittlerweile bieten einige Audio/ MIDI-Sequencer eine SoundCloud-Integration, weshalb sich der Dienst bequem dazu nutzen lässt, musikalische Eigenkreationen schnell der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und diese sekundengenau kommentieren zu lassen; die Kommentarfunktion lässt sich nunmehr lediglich deaktivieren, wenn man Premium-Mitglied des Dienstes wird. (nij)

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